Geopolitische Wochenschau 10/23
Nord-Stream-Sprengung: Was plötzlich alles nicht mehr geheim ist
Eigentlich waren die Ermittlungen zur Sprengung der Nord Streams streng geheim. Die Bundesregierung hat die Beantwortung von Kleinen Anfragen zu dem Thema mit dem Hinweis auf „Geheimhaltungsinteressen“ verweigert. Trotzdem haben nun plötzlich deutsche Ermittler den deutschen Medien und amerikanische Geheimdienstler der New York Times zeitgleich angeblich streng geheime Erkenntnisse durchgestochen, über die Medien auf beiden Seiten des Atlantik sogar zeitgleich berichtet haben. Ich gehe daher davon aus, dass hier eine von staatlichen Stellen der USA und der Bundesrepublik koordinierte Medienkampagne gestartet wurde, anders lässt sich das in meinen Augen nicht erklären.
Es werden also schon die ersten Stimmen laut, die andeuten, dass eine Nord-Stream-Sprengung durch die „pro-ukrainische Gruppe“ zu einem Problem für Kiew werden kann, weil Kiew davon nichts wusste. Kiew, so scheint es, soll auf jeden Fall beschuldigt werden, was – wie recht offen gesagt wird – eine Verringerung der westlichen Unterstützung bedeuten würde. Das könnte schon der Beginn des Drucks sein, der Kiew an den Verhandlungstisch zwingen soll, wo es dann – laut RAND – im Grunde nur die Wahl hat, fast allen russischen Forderungen zuzustimmen, oder unterzugehen, weil es Russland ohne die massive Unterstützung aus dem Westen nichts entgegenzusetzen hat.
Schachmatter als wie ihr sein tut!
Dieser Krieg ist zwar *in* ukrostan aber gegen die gesamte natu! Die Russen lernen also über die *natu* und zwar praktisch und detailliert. Beispiel: Als ami General wichst man sich einen auf Zahlen. Als russischer General scheisst man drauf, wieviele z.B. Artillerie-Systeme die Gegner haben; was einen interessiert ist, wieviele Granaten die pro Tag raus hauen können und für wieviele Tage am Stück. *Das* zählt (wie die natu gerade schmerzhaft erlebt).
Leos sind Leos, egal ob in ukrostan oder in deutschland oder, Gott bewahre, in Russland. Also: Immer her damit. Bringt eure Leos und abrams und all das Zeug, bringt es nach ukrostan, damit die Russen es endlich unter realen Bedingungen erleben, testen, analysieren können. Angst müssen sie keine haben, denn sie wissen genau, dass wir *keine* Wunderwaffen haben. Aber es ist ein großer Vorteil, mal im realen Einsatz zu sehen, was die *wirklich* können, wie lange sie es können, wieviel sie aushalten, wie oft und wie lange sie in die Werkstatt müssen.
Ich kanns auch anders sagen: Schaumermal, wieviel Kampfkraft in der natu ist und wieviel heisse Luft. Bisher siehts nach reichlich heisser Luft aus.
Was uns auch gleich zum nächsten Punkt führt: Bisher hat Russland klar gewonnen, während die natu – nicht nur im Hinblick auf Waffen-Systeme! – erbärmlich geschrumpft ist.
Denn Eines ist zunehmend klar: Die Russen sind *nicht* geschrumpft, ganz im Gegenteil. Egal, was die medien hier den ganzen Tag plärren (was ich übrigens gerne lese (na ja, gut, die Schlagzeile) weil ichs unerhört amüsant finde), Russland gibts immer noch, Russland hat – im Gegensatz zu uns im werte-westen – keine Energie-, finanz- und zunehmend auch Lebensmittel-Probleme, jedenfalls keine ernsthaften.
Und das, obwohl die gesamte natu sich Russland entgegen stellt!
Aber bei der natu siehts nicht so gut aus. Reihenweise high-tech superiority blabla Systeme, die binnen Tagen Macken haben, massiver Mangel an Munition, sogar in den eigenen Ländern, können kaum ein paar Hundert Panzer pro Jahr bauen (Russland kann um die 1000 neue oder modernisierte Panzer pro Jahr), usw, usw.
Und – anders als Russland – die natu *braucht* den Nimbus der Unbesiegbarkeit und totalen Überlegenheit! … und verliert ihn rapide. Und mit jeder Woche, die die Russen ungerührt weiter machen – und, schlimmer noch, weiter kommen – verliert die natu mehr Ansehen und Glaubwürdigkeit.
Nehmen wir mal realistisch an, dass die natu zunehmend verzweifelt immer mehr Waffen und Munition nach ukrostan schickt und zunehmend auch unverhohlen eigene Truppen … und Russland macht einfach weiter,… wie sieht dann das Resumee am Ende aus?
So siehts aus: Die natu wird ein *Ex*-Verein sein, der hübsche 3D Brochuren und Animationen hatte, aber peinlich abgekackt ist in ukrostan.
„Spuren führen in die Ukraine“: Eine „Nord-Stream-Show“ der US-Regierung?
Ich habe den Artikel der New York Times, die berichtet hat, eine Gruppe Ukrainer hätte die Nord Streams gesprengt, bereits übersetzt. Während ich noch an der Übersetzung saß, haben auch deutsche Medien gemeldet, dass die Spuren zur Nord-Stream-Sprengung „in die Ukraine führen“. Das hätten gemeinsame Recherchen von ARD-Hauptstadtstudio, des ARD-Politikmagazins Kontraste, des SWR und der „Zeit“ ergeben. In der Tagesschau war das – im Gegensatz zur Hersh-Recherche vor einigen Wochen – sogar der Aufmacher in der 20.15-Sendung der Tagesschau.
Die New York Times beruft sich in ihrem Artikel auf ungenannte Quellen bei den US-Geheimdiensten, während die deutschen Medien sich auf eigene Recherchen und Erkenntnisse deutscher Ermittler berufen. Die amerikanische New York Times und die deutschen Medien berufen sich also eindeutig auf unterschiedliche Quellen, haben ihre im Kern gleichlautenden „Enthüllungen“ aber fast exakt zeitgleich veröffentlicht.
Da wir hier von angeblich streng geheimen Erkenntnissen der US-Geheimdienste und ebenso streng geheimen Erkenntnissen der deutschen Ermittler sprechen – immerhin hat die Bundesregierung die Beantwortung von Kleinen Anfragen zu dem Thema mit dem Hinweis auf „Geheimhaltungsinteressen“ verweigert -, muss man davon ausgehen, dass hier eine von staatlichen Stellen der USA und der Bundesrepublik koordinierte Medienkampagne gestartet wurde, anders lässt sich das in meinen Augen nicht erklären.
Im Januar hat die in den USA sehr einflussreiche RAND-Corporation ein Papier veröffentlicht, das der US-Regierung sehr deutlich empfohlen hat, sich aus dem Ukraine-Abenteuer zurückzuziehen
Die Sache hat nur einen Haken: Die US-Regierung hat sowohl ihre Verbündeten als auch die Öffentlichkeit im Westen einschließlich in den USA so gründlich gegen Russland aufgehetzt, dass die US-Regierung denen einen solchen Kurswechsel nur schwer vermitteln kann.
Die Kernfrage lautete daher, wie die USA es schaffen können, dass die Öffentlichkeit und auch die Politiker im Westen die „dramatische Änderung der US-Politik“ mitmachen.
Das waren alles Fakten, ab jetzt spekuliere ich: Sollte die US-Regierung beschlossen haben, die RAND-Empfehlung umzusetzen, dann könnte sie dem Westen erklären, dass es die Ukraine war, die die Nord Streams gesprengt hat. Man könnte Russland weiterhin für seinen „Angriffskrieg“ verdammen, aber konstatieren, dass Kiew sich – höflich ausgedrückt – unfreundlich gegenüber seinen Gönnern verhalten hat, weshalb es eine weitere westliche Unterstützung im bisherigen Umfang nicht mehr erwarten kann.
Man könnte Kiew zu Verhandlungen mit Russland zwingen und von Kiew die Zugeständnisse verlangen, die RAND in seinem Papier vorgeschlagen hat und die faktisch fast alles beinhalten, was Russland fordert: Die Anerkennung der neuen russischen Gebiete inklusive der Krim, eine neutrale Ukraine, die Aufhebung (oder zumindest starke Abschwächung) der Russland-Sanktionen und so weiter.
Für die USA ist es, so konnte man bei RAND erfahren, nur wichtig, die „dramatische Änderung der US-Politik (…) sowohl innenpolitisch als auch gegenüber den Verbündeten“ zu erklären. Und das können die westlichen Medien leisten, indem sie das Thema „die Ukraine hat Nord Stream gesprengt“ für einige Zeit in den Schlagzeilen halten.
Es ist nicht ausgeschlossen, dass man Scholz in Washington vor vollendete Tatsachen gestellt und auf die vorbereitete Medienkampagne über „die Ukraine hat Nord Stream gesprengt“ eingeschworen hat. Es ist schließlich ein sehr merkwürdiger Zufall, dass diese Meldungen nur vier Tage nach dem rätselhaften Besuch von Scholz im Weißen Haus ausgerechnet von amerikanischen und deutschen Medien veröffentlicht wurden.
China hofft, dass Europa „echte strategische Autonomie erlangen kann“
„Die ukrainische Krise ist Tragödie, die hätte vermieden werden können“, „sie ist das Ergebnis katastrophaler Widersprüche“ in der europäischen Sicherheit. Peking hofft, dass Europa „eine Lehre daraus ziehen, echte strategische Autonomie erlangen und eine nachhaltige Entwicklung erreichen kann.“
China ist weder Initiator noch Partei des Konflikts und hat weder an Russland noch an die Ukraine Waffen geliefert: „Warum um alles in der Welt wird versucht, die Verantwortung auf China abzuwälzen? Das geht sogar bis zu Sanktionen und Drohungen. Für uns ist das inakzeptabel.“
Gleichzeitig fragt sich Peking, warum Washington jahrelang Waffen an Taiwan liefern kann, aber von der chinesischen Regierung verlangt, dass sie von Waffenlieferungen an Moskau absieht.
Die Situation in der Ukraine hat einen kritischen Punkt erreicht, wenn man zwischen Friedensgesprächen und Eskalation wählen muss. Einzelne Staaten „vereiteln Versuche, wieder Friedensgespräche aufzunehmen“, und eine „unsichtbare Hand“ drängt auf eine weitere Verlängerung und Eskalation des Konflikts, um ihn „für ihre geopolitischen Zwecke“ zu nutzen.”
„Die Einschätzung der USA, dass China ein wichtiger strategischer Gegner und eine Bedrohung für sie ist, ist grundlegend falsch“, und die Versuche der USA, Pekings Entwicklung aufzuhalten, „sind zum Scheitern verurteilt“: „Man kann seine eigene Größe nicht auf Kosten anderer Nationen aufbauen.“
Die USA beschuldigen Ukrainer, die Nord Streams gesprengt zu haben
Es ist wenig überraschend, dass die ungenannten Geheimdienst-Quellen der New York Times genau das erzählt haben, was die US-Regierung möchte, nämlich dass die US-Regierung mit den Sprengungen nichts zu tun hat.”
Es wird ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die ukrainische Regierung angeblich nicht immer transparent gegenüber den USA sei, und dass die USA gegen die ukrainischen Angriffe auf russisches Kernland und explizit zum Beispiel auf die Krimbrücke waren.
Bemerkenswert ist auch, dass die New York Times wie selbstverständlich mitteilt, dass Russland keinerlei Motiv für die Sprengung der Pipelines hatte. Mehr noch, die New York Times schreibt auch, dass die USA keinerlei Hinweise auf eine russische Täterschaft haben.
Der Spiegel verschweigt seinen Lesern auch das, denn er suggeriert in seinen Artikeln zu dem Thema immer, dass Russland doch irgendwie an der Sprengung schuld sein müsse.
Of Course, He Does.
Now those brilliant “operational minds” from London and D.C. command those clowns from VSU’s General Staff to throw their best reserves in a desperate effort to maintain some opening for Bakhmut cauldron, which makes little sense since they lose those there in industrial quantities under incessant Russian fire, since Russian Army has now a full fire control (aka operational envelopment) of the whole cauldron and last remaining opening.
Russia also stopped providing info about her Armed Forces to OSCE (in Russian) and that also is about time. Generally speaking, the whole spectrum of West dominated institutions from OSCE to UN should be completely destroyed and then reconstituted in some other form, e.g. new UN and its HQ should be removed from NYC. UN is an absolutely corrupt organization and is due for major cleaning operation for a very long time. It is a travesty that such economic and military pip squeaks as France and UK are permanent members of UN SC, while India with her massive economy and serious military and nukes is not. Time to rethink UN. I am also on record that International Olympic movement is dead and stinks to heaven with its corruption–that thing should simply be killed off. I omit here pure propaganda BSers such as IMF and WB.
Die politischen Schockwellen der Nord-Stream-Sprengung nehmen nicht ab
Seymour Hershs ein halbes Jahrhundert andauerndes Berufsleben ist ein Beweis dafür, dass auch diese Veröffentlichung wahr ist. Für die USA ist es eine Blamage. Washington setzt indessen als Verteidigungslinie auf offene Lügen und weigert sich, die Geschehnisse zu untersuchen, obwohl das ganz einfach wäre. Es genügt, nur zwei Personen vor den Kongress zu laden: Bidens Nationalen Sicherheitsberater Sullivan und CIA-Direktor Burns, und man müsste ihnen unter Eid nur ein paar Fragen stellen, um das Verbrechen aufzuklären. Das tun sie nicht, was für sich schon ein Beleg ist. China hat sich den Forderungen nach Aufklärung des Jahrhundertverbrechens bereits angeschlossen. Peking gefällt die Straffreiheit, die die USA missbrauchen, offensichtlich nicht.
Der Zynismus der US-Politik wird immer offensichtlicher
Die USA haben sich noch nicht entschieden, gegen welches Land sie Krieg führen. Jedenfalls hat Karin Jean-Pierre, die Sprecherin des Weißen Hauses, von irgendeiner „russischen Volksrepublik“ gesprochen und wie schlimm es ist, dass die „russische Volksrepublik“ solche Probleme verursacht. Aber was macht das schon, wenn die amerikanische Politik „Professionalität auf höchstem Niveau“ ist. Das sagte Generalleutnant a.D. Keith Kellogg am Mittwoch bei einer Anhörung des Streitkräfte-Ausschusses des Senats im US-Kongress. Seiner Meinung nach ist der „Sieg“ über Russland in trockenen Tüchern und man könne sich China zuwenden: „Ich glaube, dass der Sieg über einen strategischen Gegner ohne Beteiligung amerikanischer Truppen Professionalität auf höchstem Niveau ist. Den Ukrainern den Sieg zu überlassen, bedeutet, einen strategischen Gegner vom Tisch zu fegen und sich so weit wie möglich auf das zu konzentrieren, was wir brauchen, nämlich unseren Hauptgegner, der im Moment China ist.“
Der General ist so selbstverliebt, dass er dem amerikanischen Volk vorschlägt, herumzuspazieren und „Kaugummi zu kauen“, während die US-Gelder alles erledigen und sie selbst nicht in den Krieg ziehen müssen: „Es ist besser, wenn wir den Feind in Übersee bekämpfen, ohne amerikanische Truppen einzubeziehen. Übrigens braucht die Ukraine unsere Soldaten nicht. Jeder, mit dem ich gesprochen habe, ist sich sicher, dass das Land in der Lage ist, diesen Kampf selbst zu gewinnen, wenn es alle notwendigen Mittel hat. Man sollte den Amerikanern sagen: Ihr könnt auf die Straße gehen und Kaugummi kauen; wir müssen Probleme sowohl innerhalb der USA als auch im Ausland lösen.“
„Wenn man einen strategischen Gegner ohne Beteiligung amerikanischer Truppen besiegen kann, ist das der Gipfel der Professionalität. Indem wir den Ukrainern erlauben, einen strategischen Gegner vom Tisch zu fegen, helfen wir uns selbst, uns auf das zu konzentrieren, worauf wir uns konzentrieren sollten, nämlich auf den Hauptgegner China“, ist General Keith Kellogg überzeugt.
Teil 2 von Alina Lipps Film „Donbass – Auf der Suche nach der Wahrheit“
Im zweiten Teil, der nun online ist, hat Alina über die Vorgeschichte der Ereignisse berichtet. Zeitzeugen berichten über den Beginn der Bürgerkrieges 2014, über die Anti-Maidan-Proteste im Südosten der damaligen Ukraine, über die Angriffe der Ukraine auf die Stadt Slawjansk, über das Massaker von Odessa im Mai 2014, über die im Westen unbekannten Kämpfe in Mariupol im Mai 2014 und darüber, wie all das von den Menschen im Donbass aufgenommen wurde und „was es mit ihnen gemacht“ hat, wie man es salopp ausdrücken würde.
Der Film zeigt, wie es 2014 zu dem Krieg im Donbass gekommen ist, in den Russland vor einem Jahr eingegriffen hat, nachdem acht Jahre andauernde Verhandlungen den Frieden nicht näher gebracht, sondern ihn in immer weitere Ferne gerückt haben. In dem Film erzählen Menschen, die die Zeit selbst erlebt haben, von ihren Eindrücken, ohne dass eine Stimme „aus dem Off“ für den Zuschauer einordnet, was er denken soll.
⭐️⭐️⭐️
Jacques Baud: “Deutschland zahlt den Preis für den von den Amerikanern gegen Russland geführten Krieg”
Seit Februar 2022 versuchen unsere Medien (insbesondere: RTS oder NZZ in der Schweiz, LCI, France 5 oder BFM TV in Frankreich), uns glauben zu machen, dass die Ukraine siegt, dass die russischen Truppen unfähig sind, schlecht geführt werden und schwere Verluste erleiden. Heute können wir feststellen, dass dies alles völlig falsch war.
Der größte Fehler, den man in einem Krieg machen kann, ist, den Gegner zu unterschätzen und die eigenen Fähigkeiten zu überschätzen. Unsere Medien haben uns dazu verleitet.
Unsere Medien – und sogar unser Militär! – verstehen unter Krieg große Pfeile auf einer Landkarte und territoriale Eroberungen. Das war die Logik der Westmächte im Irak oder in der Sahelzone, aber es ist nicht die Logik der Russen in der Ukraine. Wie Winston Churchill sagte: „Egal wie beschäftigt ein Kommandant mit der Ausarbeitung seiner eigenen Überlegungen ist, manchmal ist es notwendig, den Feind zu berücksichtigen.“ Seit dem 24. Februar 2022 haben unsere Medien und Politiker die Realität am Boden durch ein Propaganda-Narrativ ersetzt, das nicht darauf abzielt, die Situation zu verstehen, sondern die Stimmung gegen Russland zu mobilisieren.
Die Westmächte haben nie Frieden schließen wollen, und es gibt Kräfte in der ukrainischen Regierung, die Selenskij dazu drängen, ihre Politik zu machen. Heute haben wir sogar die Bestätigung von Generalmajor Kirill Budanow, dem Leiter des ukrainischen Militärnachrichtendienstes (GUR), dass Denys Kireyev, einer der ukrainischen Verhandlungsführer (und Mitglied des GUR), Ende Februar sowie einige andere Persönlichkeiten, die Verhandlungen befürworteten, vom ukrainischen Staatssicherheitsdienst (SBU) eliminiert wurden. Ich hatte dies bereits in meinem Buch „Operation Z“ geschrieben, doch dieses Mal wird es vom Direktor der GUR selber bestätigt. Wieder einmal haben die Journalisten des „Blick“ oder des Westschweizer Fernsehens (die mich immerhin als „Putin-AgentM bezeichnet haben) gelogen.
Zunächst einmal ist das Beharren des Westens auf der Lieferung schwerer Waffen an die Ukraine ein Eingeständnis, dass die Situation nicht zu seinem Vorteil ist. Und das geschah nicht an einem Tag. Die Hauptkapazitäten der ukrainischen Armee wurden im Sommer 2022 zerstört. Deshalb fordert Selenskij seit dieser Zeit Waffen. Mit anderen Worten: Unsere Medien, Diplomaten und Politiker haben systematisch über die Lage und die Fähigkeiten der Ukraine gelogen.
Man darf nicht vergessen, dass die Krim-Bevölkerung im Januar 1991 in einem Referendum erreicht hatte, dass sie von Moskau und nicht mehr von Kiew verwaltet werden sollte. Als die Ukraine unabhängig wurde, war die Krim also Moskau untergeordnet, ohne Teil Russlands zu sein. Es war die Ukraine, die 1995 beschloss, die Krim zu annektieren, indem sie ihre Verfassung gewaltsam abschaffte und ihren Präsidenten stürzte. Im Jahr 2014 nutzten die Krimbewohner einfach die Illegitimität der neuen Regierung in Kiew und die Abschaffung des Gesetzes über die Amtssprachen, um erneut den Anschluss an Moskau zu fordern.
Das Problem ist, dass die ukrainische Armee nicht auf einen Bewegungskrieg gegen einen mechanisierten Gegner vorbereitet wurde. Sie wurde seit 2014 von der Nato modernisiert und ausgebildet, litt aber unter der mangelnden Erfahrung des Westens in diesem Bereich, der nur mit technologisch unterlegenen Armeen und mit Situationen der Aufstandsbekämpfung konfrontiert war.
Aus diesem Grund gab es seit Beginn der russischen Offensive im Februar 2022 keine grossen Panzerschlachten wie in Kursk im Jahr 1943. Die Ukrainer führen einen Infanteriekrieg in Schützengräben oder in überbauten Gebieten. Dies war in Mariupol, Sjewjerodonezk oder Bachmut zu sehen. Ich schließe daraus, dass die Bereitstellung von Panzern, umso mehr von westlichen Panzern, mit denen die Ukrainer nicht völlig vertraut sind, die Situation nicht grundlegend verändern wird.
Nun hat die Ukraine seit 1990 bereits einen Grossteil ihrer Bevölkerung verloren, und es ist unwahrscheinlich, dass diese Bevölkerung in ein korruptes und zerstörtes Land zurückkehrt. Zu diesem demografischen Defizit wird der Verlust der treibenden Kräfte des Landes, die wir heute sehen, hinzukommen.
So genehmigte Joe Biden die Lieferung von 31 M1-Panzern. Wie erwartet genehmigte Scholz daraufhin den Reexport von Leopard-2 durch die europäischen Länder und gestattete die Lieferung einer bestimmten Anzahl dieser Panzer. Zu diesem Zeitpunkt erklärten die USA, dass die M1 zu viel Technologie enthielten, die nicht in die Hände der Russen fallen dürfe, und dass die Panzer nicht sofort geliefert werden könnten. Tatsächlich werden es neue Panzer sein, die speziell für die Ukraine gebaut werden, mit einem geringeren Schutz (da die Zusammensetzung der Panzerung der US-Version als geheim eingestuft ist), die erst in einem Jahr geliefert werden können.
Mit anderen Worten: Die USA haben Scholz „über den Tisch gezogen“!!! Dies zeigt, wie es um die Beziehungen zwischen den Nato-Mitgliedern tatsächlich steht. Man weiß schon, dass es ein Nato-Mitglied war, das die Nord-Stream-Gaspipelines zerstört hat. Es ist also Deutschland, das den Preis für den von den Amerikanern gegen Russland geführten Krieg zahlt. Die Amerikaner haben Recht: Wenn man einen „Dummen“ gefunden hat, kann man ihn auch gleich ausbeuten, vor allem, wenn das deutsche Volk das ohne Diskussionen akzeptiert. Jedes Land ist für sein Schicksal selbst verantwortlich. Das gilt für die Ukrainer genauso wie für die Deutschen.
Auf einer militärischen Ebene sollte daran erinnert werden, dass die Ukrainer im Februar 2022 knapp 1000 Kampfpanzer hatten. Zu dieser Zahl kommen laut dem Westen und unseren Medien im Jahr 2022 noch mehr als 500 erbeutete russische Kampfpanzer und etwa 600 vom Westen erhaltene Panzer hinzu. Darüber hinaus ist festzustellen, dass nur die Russen Panzer verlieren. Wir sollten also eine klare Überlegenheit der Ukraine haben. Doch heute bräuchte die Ukraine, wenn man General Saluschnij glauben darf, 300 Panzer, um durchzuhalten, und der Westen wird bis zum Sommer 2023 nur einen kleinen Teil dieser Zahl liefern können.
Es fällt auf, dass der Westen seine modernste Ausrüstung nicht hergeben will, weil er den Ukrainern nicht vertraut und befürchtet, dass die Russen westliche Hochtechnologie wie die Chobham-Panzerung der britischen Challenger-Panzer in die Hände bekommen könnten.
Nach der Vernichtung des größten Teils ihres Potenzials im Jahr 2022 ist die ukrainische Armee heute eine bunte Ansammlung von Material unterschiedlicher Herkunft, mit unterschiedlichen Fähigkeiten und Logistikketten. Das Problem der Ukrainer ist nicht wirklich der Mangel an Waffen, sondern die Fähigkeit, diese in eine optimale und effiziente Führungsstruktur zu integrieren. Ein Beispiel dafür ist die Haubitze M777, die vom Westen als „Wunderwaffe“ gesehen wurde, aber ihr volles Potenzial nicht ausnutzen konnte, da sie nur als „normale“ Haubitze eingesetzt wird.
Das ist auch das Problem der Raketenabwehrkapazitäten. Seit dem 2. März berichten unsere Medien, dass die Russen ihre Raketenreserven erschöpft haben. Wir hielten es daher nicht für sinnvoll, den Ukrainern Raketenabwehrsysteme zu geben. Ab Oktober 2022, nach dem Bombenanschlag auf die Kertsch-Brücke, begannen die Russen, die elektrische Infrastruktur zu zerstören (wie es die Nato in Serbien, die Amerikaner im Irak, in Syrien und in Libyen getan hatten). Der Westen schickte daher dringend Luftabwehrraketen. Aber diese Waffensysteme, die aus mehreren Ländern stammen, sind nicht wirklich interoperabel und befinden sich nicht in einem integrierten Kampfführungssystem. Das Ergebnis: Bei jedem Angriff werden mehrere Raketen auf ein einziges Ziel abgefeuert. Die Russen haben das Problem sehr gut verstanden und schicken mit ihren Raketen „Lockvögel“ ins Rennen. Dadurch feuern die Ukrainer bei jedem russischen Angriff viel mehr Raketen ab als nötig, und ihr Potenzial nimmt rapide ab.
Die Russen „versuchten, einen intelligenten Krieg zu führen“, indem sie versuchten, die Verluste so gering wie möglich zu halten. Bei „den wenigen, die Widerstand leisteten […], eliminierten sie sie nicht einmal, sondern boten an, sich zu ergeben, die Seiten zu wechseln, zu verstehen etc. Sie wollten niemanden töten.“
Heute haben die Russen verstanden, dass die Westmächte, auch wenn es einen Verhandlungsprozess gäbe, diesen nutzen würden, um den Konflikt einzufrieren und ihn später wieder aufzunehmen, wie sie es mit dem Minsker Abkommen getan haben. Die Russen wissen, dass das Wort des Westens keinen Wert hat. 1990 hatte April Glaspie, die amerikanische Botschafterin im Irak, Saddam Hussein gesagt, dass die Amerikaner keine Einwände gegen eine Invasion in Kuwait erheben würden. Sie hatte gelogen. 2015 unterzeichneten die USA, Russland, China, Frankreich, das Vereinigte Königreich, Deutschland, die Europäische Union (EU) und der Iran das Wiener Abkommen (besser bekannt unter seiner angelsächsischen Abkürzung: JCPOA). Der Iran, Russland und China hielten sich an das Abkommen, der Westen nicht. Im Jahr 2020 hatten sich die Amerikaner und die Taliban auf ein Datum für den Abzug der USA geeinigt. Die Amerikaner hielten sich nicht an ihr Wort und verschoben das Datum einseitig um mehr als vier Monate. Und im November 2022 bestätigten Angela Merkel und François Hollande gegenüber Russland, dass Deutschland und Frankreich Länder sind, deren Wort wertlos ist …
Bevor man an den Verhandlungstisch geht, muss also erst einmal wieder Vertrauen aufgebaut werden. Waffenlieferungen tragen dazu nicht bei.
Im Gegensatz zu dem, was unsere „Experten“ sagen, hat die Ukraine ein enormes Personalproblem. Sie hat seit Februar 2022 acht Mobilmachungsaktionen durchgeführt und kommt nun an das Ende ihres Potenzials und ist gezwungen, auf die Zwangsrekrutierung ihrer Bürger zurückzugreifen. Diese Personalkrise ist nicht neu und hat die ukrainische Armee dazu veranlasst, ein härteres Gesetz gegen Desertion und Dienstverweigerung zu fordern. Dieses Gesetz wurde von Selenskij im Januar 2023 unterzeichnet.
Die Maßnahmen des Westens haben daher nur das Vertrauen der russischen Bevölkerung in ihre Führung gestärkt. Die Popularität von Wladimir Putin, die im September 2022 bei 77 % lag, stieg im Januar 2023 auf 82 %.
Tatsächlich hat die im Westen offen zu Tage getretene Russophobie das Vertrauen der russischen Bevölkerung in Putin nur noch weiter gestärkt.
Es wäre gut, wenn wir auf das hören würden, was die Russen sagen, anstatt überrascht zu sein, wenn sie das tun, was sie angekündigt haben!
Das westliche Verhalten ist so irrational, dass alles möglich ist! Wir werden von fanatischen Dummköpfen regiert, die das Massaker an der russischsprachigen Zivilbevölkerung im Donbas zwischen 2014 und 2022 hingenommen haben, die Minsker Vereinbarungen unterzeichnet haben, obwohl sie wussten, dass sie diese nicht einhalten würden. Wie kann man sich vorstellen, dass sie in wenigen Monaten gereift sein könnten?
Das Problem, den Ukrainern Kampfflugzeuge und Kriegsschiffe zur Verfügung zu stellen, besteht darin, dass sie weder über Flugplätze noch über sichere Militärhäfen zum Auftanken verfügen. Sie müssten daher auf Nato-Territorium stationiert werden. Mit anderen Worten würde dies eine direkte Beteiligung der Nato-Staaten an diesem Konflikt bedeuten.
Das Problem ist die geistige Unabhängigkeit, mit der das Militär arbeitet. Ein Militär muss mit den Realitäten des Feldes arbeiten, um das von der Politik vorgegebene Ziel zu erreichen. Das Problem ist, dass im Westen niemand weiß, was in der Ukraine erreicht werden soll. In der Schweiz scheint die Meinung des Militärs der Propaganda aus Kiew nachgebildet zu sein. Zusammenfassend könnte man sagen, dass je weniger operative Erfahrung man hat, desto wichtiger ist das, was Kiew sagt, in der Analyse.
Hat das Schweizer Militär Sie einmal kontaktiert, um von Ihren Erfahrungen und Analysen zu profitieren?
Jacques Baud: Nein, niemals. Aber man muss auch die positive Seite sehen! Wenn ich die miserable Qualität des „Sicherheitsberichts Schweiz 2022“ sehe, der im September veröffentlicht wurde, bin ich froh, dass ich nicht beteiligt war! Ich bedauere nur, dass dieser Bericht nicht die richtigen Schlüsse zieht und letztendlich den Interessen der Schweiz zuwiderläuft!
Larry Nails It.
Exactly! Will China send weapons to Russia.
Yes. I think they will. But not because Russia is running out of shells and rockets. Nope. I think China wants a chance to field test some of its weaponry and drones against a foe that shoots back in order to see how they perform in a combat environment. Firing artillery or surface-to-air missiles on a closed range does not compare with lighting them up on a bona fide battlefield.
Real General Staffs salivate at the opportunity to try their technology and fighting doctrines on a real battlefield. It is all about those precious war correlates, performance data and its statistical analysis which allow to constantly update tactical and operational manuals, to shape technical requirements, which, in the end, translate into crucial advantages over the enemy.
We, who have some background in military-intelligence affairs, already know about dismal performance of the NATO weaponry, which cannot be fixed, because it is systemic, and this fact inevitably translates from operational reality into the strategic and political one. Any unbiased observer can see the agony in Washington precisely because of that, while Chinese who are present (rumor has it) on some level in Moscow, also were learning to fight together with Russians as single joint units and formations as early as Vostok 2018 maneuvers.
Some Necessary Admissions From People In The Field.
Of course they didn’t expect it, despite numerous warnings from people like Scott Ritter, Douglas Macgregor, Colonel Wilkerson, Daniel Davies and yours truly among very few others. I don’t know what it will take to explain it to American politicians, most of who not only never served a day in the uniform, but cannot grasp even basic facts presented to them by Congressional Research Service in an easily digestible middle school book report form. Now, considering the fact, of which I am speaking ad nauseam, that the Russian Army didn’t even combat deploy its mobilized 300,000+ reserves yet, and that there are enough true volunteers to conduct operations now, one can begin to appreciate the scale of the war Russia can conduct if the necessity arises, and that involves mobilization of the immediate reserve of roughly 2.5 million personnel. Make you own conclusions. It also stresses my point–last vestiges of competence and realism in the US are left in the US Armed Forces. The rest? Useless, credentialed ignoramuses.
„Untragbare Opfer”
Vor dem heutigen Gespräch zwischen US-Präsident Joe Biden und Kanzler Olaf Scholz deuten Berichte einen möglichen Kurswechsel des Westens im Ukraine-Krieg an. Hintergrund sind unter anderem die Erkenntnis, dass die Zahl der Kriegstoten für die ukrainische Gesellschaft „untragbar“ werden könne, und die kontinuierlich schrumpfende Zustimmung in der US-amerikanischen Bevölkerung zur Kriegspolitik der Biden-Administration; letztere könnte möglicherweise Bidens Wiederwahl gefährden. Berichten zufolge hat Biden den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kürzlich bei seinem Besuch in Kiew darauf hingewiesen, die Mittel, die Washington bereitstellen könne, seien begrenzt. Wie es heißt, haben Scholz und Frankreichs Präsident Emmanuel Macron es Selenskyj bei dessen Besuch in Paris nahegelegt, zu „beginnen, Friedensgespräche mit Moskau in Betracht zu ziehen“. Die Ukraine soll nicht in die NATO aufgenommen, aber mit westlichen Waffen aufgerüstet werden. Ein ähnliches Resultat stand bereits Ende März 2022 zur Debatte, wurde aber vom Westen sabotiert. Freilich könnten ukrainische Erfolge auf dem Schlachtfeld die Stimmung im Westen erneut wenden.”
So zeigt eine aktuelle Umfrage, dass der Anteil derjenigen, die Waffenlieferungen an die Ukraine befürworten, von gut 60 Prozent der US-Bevölkerung im Mai 2022 auf 48 Prozent zurückgegangen ist. Nur noch 37 Prozent billigen eine direkte finanzielle Unterstützung für die ukrainische Regierung, während 38 Prozent sie ablehnen. Auch der Anteil derjenigen, die Sanktionen gegen Russland befürworten, ist von 71 Prozent auf 63 Prozent zurückgegangen; 59 Prozent sagten zugleich, Sanktionen dürften nicht auf Kosten der US-Wirtschaft gehen.
Orbans interessanteste Aussagen aus dem Interview in der Weltwoche
„Orbán: Als ich Präsident Putin zum letzten Mal traf, zwei Wochen vor Kriegsbeginn in Moskau, an diesem absurd, absurd langen Tisch, an dem man einen olympischen Dreisprung-Wettbewerb durchführen könnte, fragte ich ihn: Ist für Sie die Nato-Mitgliedschaft Ungarns ein Problem? Fordern Sie von Ungarn, die Nato zu verlassen? Ich sagte ihm, wir sollten das gleich zu Beginn klären. Er antwortete, Ungarns Nato-Mitgliedschaft sei kein Problem, nur eine ukrainische und eine georgische. Sein Problem, sagte er mir weiter, seien die bereits installierten US-Raketenbasen in Rumänien und Polen sowie ein möglicher Vorstoss der Nato in die Ukraine, nach Georgien, um dort Waffen zu stationieren. Ausserdem hätten die Amerikaner wichtige Abrüstungsverträge gekündigt. Deshalb könne er in der Nacht nicht mehr ruhig schlafen. Der deutsche FDP-Politiker Otto Graf Lambsdorff war mein aussenpolitischer Mentor. Er machte mich auf den Unterschied zwischen Verstehen und Akzeptieren aufmerksam. Ich verstehe, was Putin gesagt hat. Aber ich akzeptiere nicht, was er getan hat.
Weltwoche: Welchen Eindruck hatten Sie von Putin? Was ist er heute für ein Mann? Wo steht er in seinem Leben?
Orbán: Ich kenne Putin seit über einem Jahrzehnt. Bis zum Ausbruch des Krieges trafen wir uns jedes Jahr. Er ist der Mann, der Russland mit all den Atomwaffen, mit seinen Abermillionen Menschen und unendlichen Weiten tatsächlich führt. Er ist der Chef, er kontrolliert, so weit möglich, dieses gewaltige Land über elf Zeitzonen. Die Ungarn sagen: Das ist ein anderes Café, eine andere Gewichtsklasse.
Weltwoche: Hat sich Putin über die Jahre verändert?
Orbán: Ich habe keine Veränderung zum Schlechten wahrgenommen. Putin sagte immer, was er wollte, und er war nie glücklich, wenn ich seinen Wünschen widersprach. Ich musste immer um unseren ungarischen Standpunkt kämpfen, aber man konnte mit ihm vernünftige Lösungen finden. Und wenn wir uns auf etwas geeinigt hatten, hielt er sich daran.
Wochenbericht 10/23
Geopolitische Wochenschau 09/23
We Are on the WRONG Side of History With Ukraine
We Are on the Wrong Side of History Supporting Ukraine. We absolutely MUST end all support for Ukraine and demand the Minsk Agreement be enforced by the United Nations. Reports from both French and American soldiers who rushed there as mercenaries believing the propaganda of the Neocons against Russia have returned sickened by the fact that there is a very major problem in Ukraine with Nazis. We are becoming the 21st Century version of Hitler.
Schweizer Nachrichtendienst: Der Chef im Interview
Eine hybride Kriegsführung beginnt immer lange vor den eigentlichen Kampfhandlungen an der Front. Der hybride Krieg entwickelt sich auf mehreren Ebenen. Dazu gehört auch der Kampf um das Narrativ. Dieser Informationskrieg wird heute durch die sozialen Netzwerke beschleunigt und verstärkt.
Der NDB ist nicht die exklusive Informationsquelle des Bundesrats. Es gibt auch noch andere Departemente, Forschungszentren und dazu die Medien.
Biden Given Ukraine $376 per Every American to Defeat Russia
Let’s put this insanity in perspective. Russia’s entire military spending in 2021 hit $66bn. Biden has handed Ukraine nearly TWICE the entire military budget of Russia to destroy Russia to make the dreams of the Neocons come true. He has handed Ukraine, the most corrupt country perhaps in the world, the equivalent of $376 from the pocket of every American including your newborn.
Studie zeigt die Macht der Medien über die öffentliche Meinung auf
Ich habe immer wieder darauf hingewiesen, dass es sehr aufschlussreich ist, Medien zu lesen, die nicht zur westlichen Medienblase gehören, die außerhalb der Macht des westlichen Medienkonzern stehen. Das gilt nicht nur für die russischen Medien, aus denen ich hier viel übersetze, um aufzuzeigen, wie in Russland über die aktuellen politischen Themen berichtet wird. Das gilt für die Medien praktisch aller Länder, die nicht zum Machtbereich der USA und damit der westlichen Medien gehören.
Die Studie des European Council on Foreign Relations (ECFR) bestätigt das sehr eindrücklich. Und das ECFR steht wirklich nicht unter dem Verdacht, russische Propaganda zu verbreiten, das ECFR ist den Zielen der Transatlantiker, also den Zielen der US-Eliten, treu ergeben.
Die Studie zeigt nämlich, dass die Meinung über den Ukraine-Konflikt von Menschen, die außerhalb des Machtbereichs der westlichen Medien leben und daher auch andere Informationen bekommen, als die in der westlichen Medienblase gefangenen Menschen, den Ukraine-Konflikt ganz anders sehen. Die westlichen Medienkonzerne sind weltweit aktiv und das gilt auch für die westlichen Staatsmedien (BBC, Deutsch Welle, Radio Liberty, etc.), die Meinung und Argumente des Westens sind also weltweit bekannt.
Anders ist es im Westen, wo nicht-westliche – zum Beispiel russische – Medien immer strenger zensiert und verboten werden. Diese Zensur hat Gründe, wie das öffentliche Meinungsbild in Staaten außerhalb der westlichen Medienblase zeigt. In Ländern, in denen beide Meinungen und Standpunkte – also in diesem Fall die russischen und die westlichen – zur Ukraine-Krise frei zugänglich sind, unterscheidet sich die öffentliche Meinung stark von der öffentlichen Meinung im Westen, wo die russischen Argumente und Standpunkte zensiert werden und der Mehrheit der Menschen daher nicht einmal bekannt sind.
Lügen und eine gewaltige Niederlage
Zunächst mal ist nun klar und deutlich, dass die militärischen Optionen nicht einmal „Plan B“ sind sondern einfach nur schiere Verzweiflungs-Aktionen. *Offensichtlich* war den amis klar, dass ein Krieg gegen Russland jedenfalls verheerend ausgehen würde. Denn merke: Man wählt in so einer Situation aus den zur Verfügung stehenden Mitteln dasjenige aus, dass das Risiko-loseste ist.
Eine militärische Konfrontation aber wäre Risiko pur und höchst gefährlich gewesen. Angesichts des Nichtvorhandenseins einer wirksamen Luftabwehr (und peinlich veralteter Atom-Waffen und Zubringer) und des Gegenteils bei den Russen war mit nahezu absoluter Sicherheit davon auszugehen, dass zwar Millionen Russen umkommen würden, aber die usppa selbst im günstigsten Fall für Jahrzehnte verkrüppelt sein würde (und weitaus mehr Tote als Russland zu beklagen hätte).
*Deshalb* hat man auf einen Sanktions- und medien-Krieg gesetzt. Und deshalb hat man präventiv – und für eine vermeintliche Großmacht geradezu peinlich – wieder und wieder darauf hingewiesen, dass man keine militärische Konfrontation mit Russland will.
Nur: Wie ich schon mehrfach andeutete hatte man nicht viele Optionen, nachdem zunehmend klar, ja, offensichtlich wurde, dass sullivans „Atom-Bomben Equivalent“ ein Rohr-Krepierer war. Um genau zu sein hatte man *gar keine* Optionen mehr, keinen Plan B. Ergo wurde schnell, oberflächlich und typisch amis eine geradezu klassische Vorgehensweise gewählt: Lass andere verrecken!
Konkret, lass sie ukros verrecken und die eu-ropäer zahlen.
Und das taten wir auch und tun es immer noch. Ja, die amis haben über 100 Milliarden ausgegeben in Sachen Krieg in ukrostan. Aber: Erstens gingen die Milliarden zum allergrößten Teil ins *eigene* Land und zweitens holte und holt man die aus eu-ropa wieder herein, insbesondere über brutale Aufschläge für, oft übrigens russisches, Gas.
Kurz, wollen die eu-ropäischen politster weiter an den Trögen bleiben (und ihre Länder nicht in der Bedeutungslosigkeit absaufen sehen) so müssen sie sich aus der engen „Umarmung“ der amis lösen. Was *wir* (Bürger-Viecher) sehen und erleben ist sehr wesentlich durch den jeweiligen Stand dieses Ringens bestimmt.
Zweitens: Es ist noch viel schlimmer und die angelsachsen verlieren bereits jetzt massiv an Ansehen und Macht. Der Grund ist so einfach wie (für sie) hässlich: Die natu, sprich, der formalisierte Vasallen-Zwinger der angelsachsen wie auch sie selbst stehen zunehmend als Luft- wenn nicht gar Lachnummer da.
Auch hier gilt wieder: *Noch* haben die Bürger-Herden es nicht klar verstanden, aber zunehmend viele ahnen – z.B. angesichts des Puma Fiaskos – zumindest, dass die offizielle Darstellung der natu nicht so ganz stimmen kann. Mag ja sein (ich spreche jetzt mal aus treuherzig dämlicher werte-westen Bürger-Vieh Sicht), dass die Waffen-Systeme der Russen uralt, technologisch rückständig und verrostet sind – aber immerhin ist kein Fall bekannt, bei dem eine komplette Serie von Systemen (wie z.B. Puma) komplett unbrauchbar ist. Und noch etwas kommt auf in mir (treuherzig dämlichem werte-westen Bürger-Vieh), nämlich die Frage, wie es sein kann, dass die Russen noch immer nicht pleite sind, militärisch besiegt und vor Trümmern stehend. Immerhin hat der werte-westen doch all die „technologisch überlegenen“, nicht verrosteten, superiority supremacy Waffen-Systeme geschickt plus high-tech rund um die Uhr Aufklärung plus Berater, plus, plus, plus …
5 Gründe, warum ein Großteil des globalen Südens den Westen in der Ukraine nicht automatisch unterstützt
Im Oktober 2022, etwa acht Monate nach Beginn des Krieges in der Ukraine, hat die Universität Cambridge im Vereinigten Königreich Umfragen in 137 Ländern über deren Einstellung zum Westen sowie zu Russland und China harmonisiert.
Die Ergebnisse der Studie sind zwar nicht frei von Fehlern, aber solide genug, um sie ernst zu nehmen.
Diese sind:
- Von den 6,3 Milliarden Menschen, die außerhalb des Westens leben, haben 66 Prozent eine positive Einstellung zu Russland und 70 Prozent zu China, und,
- Von den 66 Prozent, die Russland gegenüber positiv eingestellt sind, entfallen 75 Prozent auf Südasien, 68 Prozent auf das frankofone Afrika und 62 Prozent auf Südostasien.
- In Saudi-Arabien, Malaysia, Indien, Pakistan und Vietnam ist die öffentliche Meinung über Russland weiterhin positiv.
Es gibt fünf Gründe, die in diesem kurzen Aufsatz erläutert werden.
- Der globale Süden glaubt nicht, dass der Westen seine Probleme versteht oder sich in sie einfühlt.
- Die Geschichte spielt eine Rolle: Wer stand wo während des Kolonialismus und nach der Unabhängigkeit?
- Der Krieg in der Ukraine wird vom Globalen Süden hauptsächlich als eine Frage der Zukunft Europas und nicht der Zukunft der ganzen Welt gesehen.
- Die Weltwirtschaft ist nicht mehr amerikanisch dominiert oder westlich geführt, und der globale Süden hat andere Möglichkeiten.
- Der „regelbasierten internationalen Ordnung“ mangelt es an Glaubwürdigkeit und sie befindet sich im Niedergang.
Die Kosten des Wirtschaftskriegs
Wirtschaftskrieg gegen Russland führt zur ersten Dauerstilllegung einer großen deutschen Industrieanlage. Ukraine-Krieg und Wirtschaftskrieg kosten Deutschland 2023 175 Milliarden Euro.
Eine Umfrage des Kölner Instituts der deutschen Wirtschaft (IW) ergab, dass sich 30 Prozent aller deutschen Firmen auf mittlere, weitere 30 Prozent auf schwere Beeinträchtigungen ihrer Produktion einstellen. Als eine der Hauptursachen werden die gestiegenen Energiekosten genannt. Insgesamt droht Deutschland laut IW alleine im laufenden Jahr wegen des Ukraine-Kriegs und des westlichen Wirtschaftskriegs ein Wohlstandsverlust von 175 Milliarden Euro.
„Die direkten Wohlstandsverluste lassen sich somit auf 2.000 Euro pro Einwohner beziffern“, konstatiert das IW. Dies führt freilich insofern ein wenig in die Irre, als der Wohlstand in der Bundesrepublik nicht auf alle Einwohner gleich verteilt wird. Das IW erinnert daran, dass bereits die Covid-19-Pandemie zu einem ganz erheblichen Wohlstandsverlust geführt hat – 175 Milliarden Euro im Jahr 2020, 125 Milliarden Euro im Jahr 2021. Im vergangenen Jahr verursachten Krieg und Wirtschaftskrieg dann Einbußen von ungefähr 120 Milliarden Euro. In den vier Jahren von 2020 bis 2023 zusammengenommen erreichen die Produktionsausfälle in Deutschland demnach rund 595 Milliarden Euro.
Die Lage in Donezk
Die Stadt macht überraschenderweise den Eindruck, dass wieder mehr Menschen in der Stadt sind, als im Sommer. Trotz des seit Monaten sehr heftigen Beschusses kehren anscheinend Menschen in ihre Stadt zurück, die vor dem Beginn der russischen Intervention vor einem Jahr das Angebot angenommen haben, sich nach Russland evakuieren zu lassen.
Ansonsten macht die Stadt einen ähnlichen Eindruck, wie im Sommer. Die Schäden, die durch den ukrainischen Beschuss entstehen, werden erstaunlich schnell repariert, weshalb man im Straßenbild relativ wenige Kriegsschäden sieht. Das Leben geht – das ist jedes Mal irgendwie merkwürdig, schließlich herrscht hier Krieg – weitgehend seinen normalen Gang: Busse fahren, viele Läden und Restaurants sind geöffnet und so weiter. Wobei viele der Straßencafés, in denen ich im Sommer den ganzen Tag gesessen und gearbeitet habe, geschlossen sind. Das dürfte aber natürlich an der kalten Jahreszeit liegen.
Der Beschuss ist tatsächlich wesentlich heftiger als im Sommer, man hört fast ständig das Grollen von Artillerie und manchmal ist es so laut, dass es mich nachts mehrmals geweckt hat. Das gab es im Sommer so nicht.
In Donezk gibt es Strom und Heizung, fließendes Wasser ist aktuell hingegen nur alle drei Tage von 19.00 bis 21.00 verfügbar und auch das ist nicht garantiert. Das Internet ist recht langsam und nicht stabil, aber wenn das stationäre Internet ausfällt, kann auf mobiles Internet umschalten und umgekehrt – eines von beiden funktioniert fast immer.”
Der oben erwähnte Soldat, mit dem ich lange gesprochen habe, erzählte mir außerdem, dass er in eroberten ukrainischen Stellungen geschändete Leichen russischer Soldaten gesehen habe, denen die Haut abgezogen war oder deren Köpfe an Bäume genagelt waren. Russische Kriegsgefangene, bei deren Befreiung er dabei gewesen sei, seien schwer gefoltert worden. Unter anderem ist ihnen die Haut bei lebendigen Leib vom Körper abgezogen worden. Dass ich die Bilder, die er mir gezeigt hat, hier nicht veröffentliche, ist verständlich.
Das ist das frustrierende an den Reisen in den Donbass: Es ist vollkommen offensichtlich, wer der Aggressor ist und bewusst und planmäßig gegen Zivilisten vorgeht und brutalste Kriegsverbrechen begeht, aber die westlichen Medien sind dem gegenüber vollkommen blind und berichten stattdessen das Gegenteil, indem sie die Kiewer Kriegspropaganda sogar dann zitieren, wenn sie von Stellen wie der UNO bezweifelt wird.
„Wenn Deutschland und Russland Freunde sind, herrschen Frieden und Wohlstand in Europa“
Nach dem Ende der Konferenz hatte ich noch die Gelegenheit, ein Interview mit Dmitri Rogosin zu führen. Natürlich habe ich ihn nach dem „Marker“ und gefragt, aber wir sind auch auf das deutsch-russische Verhältnis zu sprechen gekommen. Rogosin hat dabei ausführlich erklärt, warum Deutschland und Russland zusammenstehen und nicht gegeneinander arbeiten sollten.
Aussetzung von NEW-START: „Eine kalte Dusche für Amerika“
Putin: „Wir wissen mit Sicherheit, dass in diesem Zusammenhang einige Leute in Washington über mögliche Tests ihrer Atomwaffen nachdenken und dabei berücksichtigen, dass die USA neue Typen von Atomsprengköpfen entwickeln. Diese Informationen gibt es. In dieser Situation müssen das russische Verteidigungsministerium und Rosatom die Bereitschaft zum Test russischer Atomwaffen sicherstellen. Natürlich werden wir nicht die ersten sein, die das tun, aber wenn die USA sie testen, werden wir es auch tun. Niemand sollte sich der gefährlichen Illusion hingeben, dass die globale strategische Parität zerstört werden könnte.“
China has Warned US They Will Attack US Troops in Taiwan
A commentator for the Global Times, reported a threat to the United States last Thursday night, stating that China would not hesitate to engage U.S. forces stationed in Taiwan if the Chinese launched an invasion of the island nation. Indeed, Hu Xijin, formerly the editor-in-chief of the Global Times, reacted to a Wall Street Journal report about U.S. troops traveling to Taiwan. He called it “illegal” and suggested that China would treat them as enemy combatants.
“It’s illegal for these US soldiers to go to Taiwan and the Chinese mainland won’t take any responsibility for their safety,” tweeted Hu. “If we take military action when necessary, they’ll be wiped out together with the resisting Taiwan troops. They can also be eliminated first as the invading army.”
Das russische Fernsehen über die „letzte chinesische Warnung“
Ich werde mich mit der chinesischen Friedensinitiative zur Ukraine noch beschäftigen, aber dass sie interessanter ist, als man auf den ersten Blick aus dem kurzen Text herauslesen kann, ist offensichtlich. Der Westen hat die Initiative abgelehnt, obwohl sie auch Forderungen, wie die Achtung der Grenzen anderer Staaten enthält. Der Grund ist, dass die chinesische Initiative nicht nur auf die Ukraine zielt.
Die 12 chinesischen Initiativen zur Lösung des Ukraine-Konflikts, die Peking die ganze Woche über angekündigt hat, haben sich als eine Art letzte chinesische Warnung entpuppt: Jeder hat sie schon mehr als einmal gehört, aber Peking hat sie noch einmal wiederholt, jetzt in Form eines offiziellen Dokuments. (Anm. d. Übers.: Als „letzte chinesische Warnung“ bezeichnet man auf Russisch die wirklich allerletzte Warnung an einen Gegner)
„Das veröffentlichte Dokument spiegelt Chinas Engagement für eine friedliche Lösung in vollem Umfang wider. Und die Experten und Medien aus einigen Ländern, die Peking kritisieren, sollten darüber nachdenken, was sie zur Wiederherstellung des Friedens getan haben und wer tatsächlich an einer Beendigung der Feindseligkeiten interessiert ist und wer im Gegenteil Öl ins Feuer gießt und eine Eskalation anstrebt“, sagte Wang Wenbin, der Sprecher des chinesischen Außenministeriums.
Während seiner Europareise musste der Leiter des Außenamtes der Kommunistischen Partei Chinas seine Gegner immer wieder in die Schranken weisen. Die haben nämlich jedes Mal versucht, auch Peking zu beschuldigen, Waffen an Moskau zu liefern. Borrell erklärte dem chinesischen Diplomaten sogar, dies sei eine „rote Linie“ für die EU. Wang Yi fragte seinerseits: Warum ist Europa so besorgt über Waffenlieferungen an Russland, wenn es selbst die Ukraine grenzenlos mit Waffen beliefert?
Doch die Amerikaner machen weiter Druck. Allerdings musste selbst das Weiße Haus zugeben: Es hat nichts gegen Peking in der Hand.
Die Legende von der Isolierung Russlands
Die UNO-Vollversammlung hat eine Resolution angenommen, die das russische Vorgehen in der Ukraine verurteilt und auf ein Ende der Kämpfe pocht. 141 der 193 Mitgliedstaaten haben dafür gestimmt, 32 Mitgliedstaaten haben sich enthalten und es gab sieben Nein-Stimmen.
„Russland ist mit seinem Kriegskurs genauso isoliert wie vor einem Jahr“
Das Problem ist, dass das nicht der Wahrheit entspricht, obwohl das Abstimmungsergebnis das suggeriert. Die Resolution hat nämlich keinerlei bindende Wirkung, weshalb viele Länder aufgrund des Drucks des Westens zwar für die Resolution gestimmt haben, weil sie keinerlei Folgen hat, diese Länder aber, wenn es ernst wird, eine ganz andere Politik machen.
während zwar 141 für die Resolution des Westens gestimmt haben, hat kein einziges Land, das nicht zum kollektiven Westen gehört, Sanktionen gegen Russland verhängt oder der Ukraine Waffen geliefert.
Lediglich 35 Staaten haben Sanktionen gegen Russland verhängt: Die USA, die 27 EU-Staaten, die Schweiz, Australien, Japan, Norwegen, Großbritannien, Kanada und Albanien.
Die UNO hat 193 Mitgliedsstaaten, aber nur 35 davon haben Sanktionen gegen Russland verhängt. Das bedeutet, dass 158 Staaten keine Sanktionen verhängt haben. Das zeigt, wer sich tatsächlich international isoliert hat.
Man sieht, dass es nur die Vasallen der USA sind, die den Sanktionskurs – zum eigenen Schaden, aber im Interesse der USA – mittragen. Russische Offizielle haben darauf bereits mehrmals hingewiesen und die europäischen Staaten als „Kolonien“ und „Vasallen“ der USA bezeichnet. Daher, so haben sie auch gesagt, lohnt es gar nicht, sich mit den Ländern der EU, die ohnehin nur den Willen eines anderen Landes umsetzen, noch zu reden.
Exclusive Interview with Taliban Chief of Army Staff on Status and Mission of Taliban Army
On 12th of January 2023, the Swiss Institute for Global Affairs (SIGA) sat down with Qari Fasihuddin Fetrat, the Chief of Army Staff of the Taliban’s Islamic Emirate of Afghanistan, to talk with him about the status of the Taliban Army. This marked the first extensive interview given by the Chief of Army Staff of the Islamist group in which he provided exclusive insights into the Taliban Army.”
In the interview, Fasihuddin stated, amongst others,
- that the currently 150’000 men strong Taliban Army is set to further expand;
- that the inclusion of soldiers of the disintegrated army of the Afghan Republic into the new Taliban Army did not pose any problems;
- that these soldiers as well as all other recruits of the Taliban army receive lessons in «jihadi ideology»;
- that he deems the anti-Taliban resistance and the self-declare Islamic State in Afghanistan minuscule groups with no territory;
- that these groups are, thus, not seen as a threat by the Taliban Army; and
- that the Taliban Army’s main focus is to defend Afghanistan in case anyone should try to attack it from the outside.
The interview was conducted in Persian in the Afghan capital Kabul. The below transcript is a translation by the author and was slightly edited for clarity and brevity.
Von der Anti-Terror-Operation zum Krieg
Nachdem Kiew anstatt einer Verhandlungsdelegation schließlich die Armee in den Donbass geschickt hatte und der Bürgerkrieg ausgebrochen war, war das Kriegsglück 2014 wechselnd. Aber zu Jahresbeginn 2015 standen die Rebellen vor einem großen Sieg. In dieser Situation kam es Anfang Februar 2015 zu den Verhandlungen in Minsk und dem Abschluss des Minsker Abkommens, dass den Konflikt „eingefroren“ hat.
In der Folge hat Kiew keinen der 13 Punkte des Abkommens umgesetzt, während der Westen Russland beschuldigt hat, das Abkommen nicht umzusetzen. Das war absurd, denn Russland hatte das Abkommen weder unterzeichnet, noch waren in dem Abkommen Forderungen an Russland enthalten, die es hätte umsetzen können. Den Text des Abkommens finden Sie hier.
Die ukrainische Armee hat den Donbass danach noch sieben Jahre lang beschossen und selbst laut der OSZE war die ukrainische Armee für 70 Prozent der getöteten Zivilisten verantwortlich, was westliche Medien allerdings verschwiegen haben.
Inzwischen haben der damalige ukrainische Präsident Poroschenko, Bundeskanzlerin Merkel und der französische Präsident Hollande, die das Abkommen 2015 ausgehandelt haben, offen erklärt, dass das Abkommen nie umgesetzt werden sollte, sondern dass es nur den Zweck hatte, der Ukraine Zeit zu verschaffen, um sich auf einen großen Krieg gegen Russland vorzubereiten.
Im Januar 2021 wurde Joe Biden US-Präsident. Im Gegensatz zu seinem Vorgänger Trump, der keine Eskalation in der Ukraine wollte, gab Biden Selensky grünes Licht. Daraufhin begann Selensky im Februar 2021 gegen die Opposition vorzugehen, woraufhin der Chef der größten Oppositionspartei unter Hausarrest gestellt und alle oppositionellen Medien wurden verboten wurden.
Im März 2021 setzte Selensky die neue Militärdoktrin der Ukraine in Kraft, in der ein Krieg mit Russland mit dem Ziel festgeschrieben wurde, die Krim gewaltsam zurückzuerobern und den Konflikt im Donbass gewaltsam zu entscheiden.
Mitte April 2021 verkündete die Biden Regierung den Abzug aus Afghanistan bis zum 11. September.
Im April und Mai 2021 stand die Ukraine kurz vor einem Krieg mit Russland, wurde aber von den USA noch einmal zurückgepfiffen. War der Grund, dass die US-Truppen noch in Afghanistan und damit verwundbar waren, oder dass die USA die Ukraine nicht so umfänglich unterstützen konnten, solange sie noch in Afghanistan gebunden waren?
Die Russland-Sanktionen wurden, wie Politico im Oktober 2022 berichtet hat, bereits mindestens ab November 2021 in Gesprächen zwischen Washington und Brüssel vorbereitet. Das war drei Monate vor dem Beginn der russischen Intervention in der Ukraine und just zu dem Zeitpunkt, als Berlin und Paris das Minsker Abkommen beerdigt haben. Dass die Abkehr vom Minsker Abkommen zum Krieg in der Ukraine führen würde, war den Entscheidungsträgern in Washington und Brüssel (und wahrscheinlich auch in Berlin und Paris) offenbar klar, weshalb sie parallel die entsprechenden Sanktionen vorbereitet haben. Afghanistan war Vergangenheit und damit hatten die USA die Hände frei für einen neuen Konflikt.
Im Dezember 2021 forderte Russland von den USA und der NATO ultimativ gegenseitige Sicherheitsgarantien und den Abzug der NATO-Truppen aus der Ukraine und erklärte, dass es im Falle einer Ablehnung gegenseitiger Sicherheitsgarantien gezwungen sei, „militärtechnisch“ zu reagieren. Damit war klar, dass Russland auf weitere Bestrebungen, die Ukraine in die NATO zu ziehen, militärisch reagieren würde. Das war der Moment, in dem allen verantwortlichen Politikern bewusst war, dass eine Ablehnung von Verhandlungen mit Russland zu einem Krieg in der Ukraine führen würde. Der Krieg und all das Elend hätte verhindert werden können, wenn die USA bereit gewesen wären, einen neutralen Status der Ukraine dauerhaft zu akzeptieren und zu garantieren.
Am 8. Januar 2022 wurde Scott Miller zum US-Botschafter in der Schweiz berufen. In einem Interview vom November 2022 erzählte er ganz offen, dass die USA „Geheimdienstinformationen über die Invasion“ gehabt hätten und er diese sofort, also Anfang Januar 2022, der Schweizer Regierung gezeigt hätte. Da die Gespräche zwischen Russland und den USA über die Frage, ob es zu Verhandlungen über die von Russland geforderten Sicherheitsgarantien kommen würde, zu diesem Zeitpunkt noch liefen, belegt die Aussage von Miller, dass die USA bereits beschlossen hatten, nicht in Verhandlungen einzutreten und sich der Folgen, nämlich der russischen Intervention in der Ukraine, in vollem Umfang bewusst waren. Miller bestätigte damit außerdem indirekt den Bericht von Politico darüber, dass die Sanktionen schon Monate vorher ausgearbeitet wurden, was Bundeskanzler Scholz und andere westliche Politiker später auch bestätigt haben, als sie sagten, dass die Russland-Sanktionen „von langer Hand vorbereitet“ waren.
Am 19. Februar 2022 hat Selensky auf der Münchner Sicherheitskonferenz unter dem Applaus der hochrangigen westlichen Zuhörer die atomare Bewaffnung der Ukraine angedroht. Damit war das russische Eingreifen nicht mehr zu verhindern, denn dass sich die Ukraine, die in ihrer Militärdoktrin offen einen Krieg gegen Russland vorbereitet hat, sich dazu auch noch mit Rückendeckung des Westens nuklear bewaffnen könnte, war für Russland eine inakzeptable Bedrohung der eigenen Sicherheit.
Am 21. Februar 2022, also nur zwei Tage später, hat Putin die Donbass-Republiken anerkannt und Beistandsabkommen mit ihnen geschlossen. In seiner Rede dazu hat Putin Kiew deutlich vor den Folgen einer weiteren Eskalation gewarnt. Kiew hat den Beschuss auf zivile Ziele im Donbass danach aber noch einmal demonstrativ erhöht.
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NATO – Die haben eine lange Tradition, Russland zu provozieren
Im Jahr 1998 gab Brzezinski einer französischen Zeitung ein Interview, in dem er alles gestand. Sie können das Interview hier lesen. (Den vollständigen Kontext von Brzezinskis Geständnis finden Sie in einem Artikel auf Aljazeera mit dem Titel „Afghanistan: Das Vietnam der Sowjetunion“.) Er erklärte, dass US-Politiker begannen, extremistische muslimische Elemente in Afghanistan zu bewaffnen, die versuchten, das pro-russische Regime zu stürzen, das Afghanistan kontrollierte. Auf diese Weise hoffte man, dass die Sowjets in Afghanistan einmarschieren würden, um die russlandfeindlichen Dschihadisten niederzuschlagen.
Der Bekenner war Zbigniew Brzezinski, der 1979 als nationaler Sicherheitsberater von Präsident Jimmy Carter fungierte. Er gestand, dass die USA die Sowjets wissentlich, vorsätzlich und absichtlich zum Einmarsch in Afghanistan provoziert haben.
Index zur Kriegsbereitschaft: Die Schweiz hat nur die 44. beste Armee der Welt
Unter Viola Amherd, hat die Kampfbereitschaft des Landes grosse Defizite. Das zeigt der Global Firepower Index 2023, der das Mass der konventionellen Kriegsführungskapazität von Nationen vergleicht. Im vielbeachteten Index rangiert die Schweiz auf Rang 44 von 145 Nationen. Sie bringt es auf einen Wert von 0,712, wobei 0,0 der höchste Wert wäre.”
Die stärkste Kriegsbereitschaft attestiert der Index den USA, gefolgt von Russland und China; sie bringen es auf einen Wert unter 0,1. Dahinter folgen Indien, Grossbritannien und Südkorea. Die Ukraine schneidet auf Rang 15 ab.
Die Schweiz schneidet schlecht ab bei der Anzahl der Helikopter und Kampfjets, bei der Anzahl mobiler Artillerieeinheiten, radargesteuerter Artilleriegeschosse und Drohnen. Dazu hat sie Schwächen wegen ihrer hohen Abhängigkeit von Öl, Kohle und Gas. Überdurchschnittlich stark schneidet die Schweiz bei der Einkaufskraft, bei Finanz- und Goldreserven ab.
Wenn der Spiegel einen „Faktencheck“ zu Putins Rede macht…
Putin hat in seiner Rede kritisiert, dass die NATO immer mehr Militärbasen an der russischen Grenze erreichtet. Zu dieser Kritik schreibt der Spiegel:
„In der Tat plant und baut die Nato neue Armeestützpunkte etwa in Rumänien, Lettland, Litauen – allerdings entstehen diese auch als Reaktion auf das russische Vorgehen.“
Das Problem dabei ist, dass es ein offener Vertragsbruch der NATO ist, in diesen Ländern Armeestützpunkte aufzubauen. In der NATO-Russland-Grundakte von 1997 hat die NATO im Gegenzug für Russlands Einverständnis für die damalige NATO-Osterweiterung versprochen, keine NATO-Truppen in den neuen Mitgliedsländern zu stationieren. Der Vertrag gilt immer noch, aber die NATO bricht ihn seit 2014 vollkommen offen.
Der Spiegel begründet das mit der angeblichen Annexion der Krim durch Russland. Das Problem dabei ist, dass es trotzdem ein Vertragsbruch ist und dass die Vereinigung der Krim mit Russland, auch wenn man das als „Annexion“ bezeichnen will, nichts mit der NATO zu tun hat. Die Ukraine war und ist kein NATO-Mitglied und Russland hat keinerlei Drohungen gegen NATO-Mitglieder ausgesprochen, die 2014 und in den folgenden Jahren den Vertragsbruch der NATO gerechtfertigt hätten.
Aber der Spiegel-Leser weiß ja auch von diesem Vertragsbruch der NATO nichts, weshalb der Spiegel-Leser auch nicht verstehen kann, warum Russland der NATO und dem Westen nicht nur misstraut, sondern sich von der NATO bedroht fühlt.
In dem gleichen Absatz des Spiegel-Artikels erfahren wir auch noch:
„Das ukrainische Militär verlor Tausende Soldaten. Die schlecht ausgestattete und trainierte Armee modernisierte sich mit westlicher Hilfe und führte auch auf ukrainischem Territorium Manöver mit Nato-Ländern durch.“
Stimmt! Und genau das ist erstens ein weiterer Vertragsbruch der NATO und zweitens einer der Gründe, warum Russland sich gezwungen sah, militärisch zu reagieren: Im Minsker Abkommen, immerhin nicht nur ein internationaler Vertrag, sondern per Resolution des UNO-Sicherheitsrates in den Rang einer Bestimmung des Völkerrechts erhoben, wurde klar geregelt, dass ausländische Streitkräfte in der Ukraine nichts verloren haben. Artikel 10 des Minsker Abkommens lautet:
„Abzug aller ausländischen bewaffneten Formationen, Militärtechnik und ebenfalls von Söldnern vom Territorium der Ukraine unter Beobachtung der OSZE. Entwaffnung aller gesetzwidrigen Gruppen.“
NATO-Soldaten in der Ukraine, unter welchem Vorwand auch immer, widersprechen diesem Punkt eindeutig.
Aber auch davon weiß der Spiegel-Leser ja nichts, weshalb der Spiegel-Leser gar nicht verstehen kann, warum Russland der NATO und dem Westen inzwischen kein Wort mehr glaubt, weil die ständig nicht nur verbal gegebene Versprechen, sondern sogar rechtswirksame Verträge brechen.
Teil 14: Anti-Terror-Operation gegen Volksrepublik
Kiew reagierte umgehend und rief eine Antiterror-Operation (ATO) ins Leben, wie „Interfax“ am 7. April unter der Überschrift „Turtschynow antwortet mit Antiterror-Operation auf die Unruhen im Osten der Ukraine“ schrieb : „Gegen die Aktivisten, die Veraltungsgebäude im Lugansk, Donezk und Charkow mit Waffen in der Hand besetzten wird es Antiterror-Maßnahmen geben, erklärte der Vorsitzende der Rada und amtierende Präsident der Ukraine Alexander Turtschynow. … „Ich respektiere verschiedene Meinungen, auch die unserer Gegner. Aber Separatismus und die Benutzung von Waffen gegen den eigenen Staat … das ist keine Politik. Das ist ein schweres Verbrechen!““
Hierbei sei angemerkt, dass Turtschynow und die anderen Mitglieder der Übergangsregierung kein Problem damit hatten, dass die Selbstverteidigungskräfte des Maidan „die Benutzung von Waffen gegen den eigenen Staat“ für legitim gehalten haben. Damals war es anscheinend kein „schweres Verbrechen“.”
Es fällt generell auf, dass mit Beginn der Krim-Krise in deutschen Medien häufiger Kommentare und Artikel auftauchten, die mit den aktuellen Nachrichten nichts zu tun hatten, sondern den Lesern ein generelles Russland-Feindbild beschrieben. Immer wieder wurde dabei von „russischer Propaganda“, „Unterdrückung“, „Autokratie“ und ähnlichem gesprochen. Das mag wahr sein oder nicht wahr sein oder auch teilweise wahr sein. Aber die Häufung gibt zu denken.
Geopolitische Wochenschau 08/23
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«Putin hat verloren»: Wer die NZZ über den Verlauf des Ukraine-Kriegs konsumiert, wähnt sich seit rund einem Jahr kurz vor dem endgültigen Durchbruch der ukrainischen Streitkräfte
In der gedruckten Ausgabe der Neuen Zürcher Zeitung (NZZ) trugen die Artikel in den letzten zwölf Monaten etwa diese Titel:
- «Der Krieg läuft schlecht für Russland» (1. März 2022)
- «Drohnen sind ein Schwachpunkt der Russen» (16. März 2022)
- «Kann der Kreml die vielen Verluste verkraften?» (22. März 2022)
- «Russisches Landungsschiff versenkt: Schwerer Schlag für Putins Marine» (25. März 2022)
- «Die russische Armee sitzt fest» (30. März 2022)
- «Russland hat die Schlacht um Kiew verloren» (2. April 2022)
- «Putins Elitesoldaten werden entzaubert» (8. April 2022)
- «Kiew trotzt der russischen Bedrohung» (11. April 2022)
- «Kein rascher Sieg für Putin in Sicht» (30. April 2022)
- «Das grösste Land der Welt hat zu wenig Soldaten» (6. Mai 2022)
- «Ukraine überrascht mit Gegenoffensive» (9. Mai 2022)
- «Keine neuen Ideen an der Kremlmauer» (10. Mai 2022)
- «Die Ukrainer wehren sich erfolgreich» (20. Mai 2022)
- «Auch im Donbass kommt Putin kaum voran» (20. Mai 2022)
- «Charkiw kann für die Russen zum Problem werden» (4. Juni 2022)
- «Russland zieht sich von der Schlangeninsel zurück» (1. Juli 2022)
- «Putin hat verloren» (27. August 2022)
- «Russland versucht, Zeit zu gewinnen» (29. August 2022)
- «Ukrainer rücken im Norden vor – Putins Truppen wirken überrumpelt» (8. September 2022)
- «Russlands Besatzungsregime taumelt» (10. September 2022)
- «Wladimir Putin blendet die Realität einfach aus» (12. September 2022)
- «Russlands Militär auf dem Rückzug» (12. September 2022)
- «Russland hinterlässt ein gigantisches Waffenarsenal» (13. September 2022)
- «Russland bleibt selbst- und fremdgefährdend» (19. September 2022)
- «Der Krieg kommt nach Russland» (19. September 2022)
- «Putins Kehrtwende kommt zu spät» (22. September 2022)
- «Keine Angst vor Russland» (23. September 2022)
- «Russen auf der Flucht vor Putin» (29. September 2022)
- «Putins letzte Karte» (1. Oktober 2022)
- «Putins Landraub trügt» (1. Oktober 2022)
- «Russland verschlechtert seine Zukunftsaussichten» (3. Oktober 2022)
- «Wenn Moskau schwächelt» (6. Oktober 2022)
- «Der Angriff auf die Krim-Brücke zeigt die Schwäche der russischen Armee» (10. Oktober 2022)
- «Schlag gegen Putins Prestigebrücke» (10. Oktober 2022)
- «Russlands Frontstadt unter Beschuss» (20. Oktober 2022)
- «Die russischen Angreifer erleiden hohe Verluste» (9. November 2022)
- «Russland zieht sich aus Cherson zurück» (10. November 2022)
- «Feldzug gegen die Vernunft» (19. November 2022)
- «Putin steht am Abgrund» (21. November 2022)
- «Nur ein grosser Schlag kann Putin noch retten» (6. Dezember 2022)
- «Russlands trügerische Selbstdarstellung» (13. Dezember 2022)
- «Putin agiert hilflos» (29. Dezember 2022)
- «Russland erlebt eine der blutigsten Nächte» (3. Januar 2023)
- «Ein Desaster für Moskaus Armee» (4. Januar 2023)
- «Wie die Ukraine die russischen Luftangriffe abwehrt» (6. Januar 2023)
- «Die Kampftruppe Wagner erleidet Rückschläge fern der Front» (20. Februar 2023)
Die Entwicklung des Kriegsgeschehens, ebenfalls dokumentiert von der NZZ, zeigt, dass es sich bei vielen Titeln im besten Fall um einen Journalismus der Hoffnung handelt: Russland besetzt die ostukrainischen Gebiete inklusive Krim weiterhin erfolgreich und stabil. Dass es anders sein möge, ist Wunschdenken von Journalisten, die sich eine andere Lage herbeisehnen.
Doch an der Haltung des NZZ-Chefredaktors Eric Gujer und des NZZ-Auslandchefs Peter Rásonyi wird sich so bald wohl nichts ändern. In ihren Augen steht die Ukraine ganz offenbar kurz vor dem Sieg. Während Russland weiterhin alles falsch macht und die Niederlage nur aus Trotz nicht einräumt.
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US Hegemony and Its Perils – Ministry of Foreign Affairs of the People’s Republic of China
Since becoming the world’s most powerful country after the two world wars and the Cold War, the United States has acted more boldly to interfere in the internal affairs of other countries, pursue, maintain and abuse hegemony, advance subversion and infiltration, and willfully wage wars, bringing harm to the international community.
The United States has developed a hegemonic playbook to stage “color revolutions,” instigate regional disputes, and even directly launch wars under the guise of promoting democracy, freedom and human rights. Clinging to the Cold War mentality, the United States has ramped up bloc politics and stoked conflict and confrontation. It has overstretched the concept of national security, abused export controls and forced unilateral sanctions upon others. It has taken a selective approach to international law and rules, utilizing or discarding them as it sees fit, and has sought to impose rules that serve its own interests in the name of upholding a “rules-based international order.”
This report, by presenting the relevant facts, seeks to expose the U.S. abuse of hegemony in the political, military, economic, financial, technological and cultural fields, and to draw greater international attention to the perils of the U.S. practices to world peace and stability and the well-being of all peoples.
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Conclusion
While a just cause wins its champion wide support, an unjust one condemns its pursuer to be an outcast. The hegemonic, domineering, and bullying practices of using strength to intimidate the weak, taking from others by force and subterfuge, and playing zero-sum games are exerting grave harm. The historical trends of peace, development, cooperation, and mutual benefit are unstoppable. The United States has been overriding truth with its power and trampling justice to serve self-interest. These unilateral, egoistic and regressive hegemonic practices have drawn growing, intense criticism and opposition from the international community.
Countries need to respect each other and treat each other as equals. Big countries should behave in a manner befitting their status and take the lead in pursuing a new model of state-to-state relations featuring dialogue and partnership, not confrontation or alliance. China opposes all forms of hegemonism and power politics, and rejects interference in other countries’ internal affairs. The United States must conduct serious soul-searching. It must critically examine what it has done, let go of its arrogance and prejudice, and quit its hegemonic, domineering and bullying practices.
Teil 14: Anti-Terror-Operation gegen Volksrepublik
Kiew reagierte umgehend und rief eine Antiterror-Operation (ATO) ins Leben, wie „Interfax“ am 7. April unter der Überschrift „Turtschynow antwortet mit Antiterror-Operation auf die Unruhen im Osten der Ukraine“ schrieb : „Gegen die Aktivisten, die Veraltungsgebäude im Lugansk, Donezk und Charkow mit Waffen in der Hand besetzten wird es Antiterror-Maßnahmen geben, erklärte der Vorsitzende der Rada und amtierende Präsident der Ukraine Alexander Turtschynow. … „Ich respektiere verschiedene Meinungen, auch die unserer Gegner. Aber Separatismus und die Benutzung von Waffen gegen den eigenen Staat … das ist keine Politik. Das ist ein schweres Verbrechen!““
Hierbei sei angemerkt, dass Turtschynow und die anderen Mitglieder der Übergangsregierung kein Problem damit hatten, dass die Selbstverteidigungskräfte des Maidan „die Benutzung von Waffen gegen den eigenen Staat“ für legitim gehalten haben. Damals war es anscheinend kein „schweres Verbrechen“.”
Es fällt generell auf, dass mit Beginn der Krim-Krise in deutschen Medien häufiger Kommentare und Artikel auftauchten, die mit den aktuellen Nachrichten nichts zu tun hatten, sondern den Lesern ein generelles Russland-Feindbild beschrieben. Immer wieder wurde dabei von „russischer Propaganda“, „Unterdrückung“, „Autokratie“ und ähnlichem gesprochen. Das mag wahr sein oder nicht wahr sein oder auch teilweise wahr sein. Aber die Häufung gibt zu denken.
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The Dire Significance of Putin’s Feb 21 Speech
We would do well to remember that Mr. Putin majored in international law. His speech made a legal case against NATO.
First he listed, by my count, 30 different ways in which the Western nations have attacked Russia. These included the expansion of NATO to Russia’s borders, support of terrorists in Russia, economic war, terrorist sabotage of the Nordstream Pipeline, financing of the coup and war in Ukraine, directly assisting Ukraine to attack targets in Russia including Russia’s nuclear bombers, and plotting to destroy and partition Russia into pieces.
Nestled in the middle of these was an important statement.
“This means they plan to finish us once and for all. In other words, they plan to grow a local conflict into a global confrontation. This is how we understand it and we will respond accordingly, because this represents an existential threat to our country.”
Putin’s choice of words is extremely significant in light of Russian nuclear doctrine, which states that nuclear weapons could be used by Russia “in response to the use of nuclear and other types of weapons of mass destruction against it or its allies, and also in case of aggression against Russia with the use of conventional weapons when the very existence of the state is threatened.”
What Mr. Putin has just told us is that the Kremlin now considers nuclear use condition #2 to be true, today.
This statement was accompanied by two related actions. The day before the speech Russia tested a Sarmat II ICBM. And at the end of the speech, Mr. Putin announced that Russia shall immediately withdraw from the START II treaty, which limits the number and range of their nuclear missiles.
These three statements and events together should tell the collective West that Russia has just said “Get off my porch!”, and cocked the forty-five.
This doesn’t mean that Russia is going to strike the USA tomorrow morning. But, we are definitely now teetering on the cliff’s edge of nuclear war.
Russia has developed and deployed the S-500 and S-550 air defenses which are primarily designed to shoot down intercontinental ballistic missiles in space before they can release their multiple warheads upon re-entry. Each S-500 battery is capable of simultaneously tracking and destroying 10 ICBMs in the early to mid flight stages.
The S-300 and S-400 batteries armed with the new 77N6-N and 77N6-N1 anti-ballistic missiles are also capable of shooting down ICBM warheads after re-entry at shorter ranges than the S-500.
These systems create an onion of defensive rings around key Russian cities and military bases. In the event of a nuclear exchange the S-500 would target the incoming ICBMs while still in space at a range of 600 kilometers, and outside the borders of Russia; and the S-400 and S-300 batteries would target any deployed warheads that managed to get through. Obviously, preventing as many enemy missiles as possible from being launched would improve the chances of successful defense.
The S-500 was deployed in 2021 to protect Moscow and went into mass production in 2022. So it is very possible that Russia has quietly installed a comprehensive missile defense shield. However, we don’t have enough information to know whether it could be perfectly effective against hundreds of ICBMs at once. Given the maximum launch of 640 ICBMs by NATO, a total of sixty-four S-500 batteries would be required in order to intercept them all.
Due to missile reduction treaties since 1990, NATO’s nuclear triad consists of about 400 Minuteman III ICBMs, 240 submarine-launched Trident II ICBM’s, plus a few hundred B61 nuclear bombs carried by the sixty B1 and B2 heavy bombers in NATO’s air force.
If Russia’s ICBM defenses could take out 90% of 640 incoming missiles, it could survive a nuclear exchange at the cost of absorbing hits from about 50 warheads that got through. Given the smaller modern warheads in NATO’s missile forces, it would do terrible but localized damage. Moscow would probably experience massive damage, but the rest of Russian territory would be fine.
In balance to the effort to perfect defenses against ICBMs, Mr. Putin announced that Russia’s nuclear forces have been 91% modernized. That means that the ICBMs that Russia would fire all have maneuverable hypersonic warheads. US air defenses are currently unable to defend against these.
The spacing of American Minuteman silos was designed for the majority to survive a first strike and launch retaliation. However, Russian maneuverable hypersonic multiple re-entry vehicles nullify this defense if the targeting data is accurate. Russia has to accurately hit 400 ground targets in the first strike to nullify a response.
Thus, if Russia strikes first, it may be able to eliminate the majority of incoming missiles by destroying them on the ground. The 240 submarine launched Trident missiles would be the primary threat to defend against. Thus a first strike could reduce the number of expected retaliation missiles by 62%.
The world is now on the threshold of nuclear war. Russia keeps warning the West. The West keeps ignoring the warnings and doubling down.
It seems likely to me that in the coming weeks Russia’s ally, China, will offer a peace deal which freezes the Ukraine conflict within the current lines of contact, i.e. Ukraine conceding lost territory to Russia.
If the West rejects the offered peace, which seems fairly likely, then all of the conditions for a nuclear war will be in place. All it will take is a new provocation by NATO to trigger a first strike by Russia. Or worse, if both parties realize this is the case, both will have the incentive to strike first.
Putin’s ‘civilizational’ speech frames conflict between east and west
Cool, calm, collected, without a hint of aggression, Putin’s speech painted Russia as an ancient, independent, and quite distinct civilization – sometimes following a path in concert with other civilizations, sometimes in divergence.
Ukraine, part of Russian civilization, now happens to be occupied by western civilization, which Putin said “became hostile to us,” like in a few instances in the past. So the acute phase of what is essentially a war by proxy of the west against Russia takes place over the body of Russian civilization.
Putin made it clear, once again, that the element of trust between Russia and the west, especially the US, is gone. So it’s a natural decision for Russia to “withdraw from the treaty on strategic offensive weapons, but we don’t do it officially. For now we are only halting our participation to the START treaty. No US inspections in our nuclear sites can be allowed.”
Putin remarked on how “our relations with the west have degraded, and this is entirely the fault of the United States;” how NATO’s goal is to inflict a “strategic defeat” on Russia; and how the warmongering frenzy had forced him, a week ago, to sign a decree “putting new ground-based strategic complexes on combat duty.”
So it’s no accident that the US ambassador was immediately summoned to the Ministry of Foreign Affairs right after Putin’s address.
Russian Foreign Minister Sergey Lavrov told Ambassador Lynne Tracey in no uncertain terms that Washington must take concrete measures: among them, to remove all US and NATO military forces and equipment away from Ukraine. In a stunning move, he demanded a detailed explanation of the destruction of the Nord Stream 1 and 2 pipelines, as well as a halt to US interference in an independent inquiry to identify the responsible parties.
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Putin im O-Ton über die Politik des Westens und die Gründe für den Ukraine-Konflikt (Ausschnitte)
Die USA und die NATO haben ihre Armeestützpunkte und geheimen Biolabors schnell in die Nähe der Grenzen unseres Landes aufgebaut; im Rahmen von Manövern haben sie sich mit dem Schauplatz künftiger Militäroperationen vertraut gemacht und das Regime in Kiew, das sie versklavt hatten, und die Ukraine auf einen großen Krieg vorbereitet.
Und heute geben sie es zu – sie geben es öffentlich, offen und schamlos zu. Sie sind stolz darauf, schwelgen in ihrer Perfidie und bezeichnen sowohl das Minsker Abkommen als auch das Normandie-Format als diplomatische Show, als Bluff. Das bedeutet, dass sie die ganze Zeit, während der Donbass brannte, während Blut vergossen wurde, während Russland aufrichtig – ich möchte das betonen – aufrichtig nach einer friedlichen Lösung suchte, mit dem Leben der Menschen, ja, wie man in diesen Kreisen sagt, mit gezinkten Karten gespielt haben.
Diese ekelhafte Methode des Betruges haben sie schon viele Male zuvor ausprobiert. Es ist dieselbe schamlose, verlogene Art und Weise, mit der sie Jugoslawien, den Irak, Libyen und Syrien zerstört haben. Sie werden sich niemals von dieser Schande reinwaschen können. Ehre, Vertrauen und Anstand sind nichts für sie.”
Wir waren offen und aufrichtig zu einem konstruktiven Dialog mit dem Westen bereit, wir haben gesagt und darauf bestanden, dass sowohl Europa als auch die ganze Welt ein unteilbares, gleichberechtigtes Sicherheitssystem für alle Staaten brauchen, und wir haben unseren Partnern seit vielen Jahren angeboten, diese Idee gemeinsam zu diskutieren und auf ihre Umsetzung hinzuarbeiten. Doch als Antwort bekamen wir entweder ausweichende oder heuchlerische Reaktionen. Das zu den Worten.
Aber es gab auch konkrete Taten: die Erweiterung der NATO bis an unsere Grenzen, die Errichtung neuer Raketenabwehrstellungen in Europa und Asien – sie wollten sich vor uns mit einem Schutzschirm abschirmen -, die Stationierung von Militärkontingenten, und zwar nicht nur an den Grenzen Russlands.
Ich möchte betonen, was ja allen gut bekannt ist: Kein Land der Welt hat so viele Militärstützpunkte im Ausland wie die USA. Es sind Hunderte, ich möchte das betonen, hunderte von Stützpunkten auf der ganzen Welt, auf dem ganzen Planeten, man braucht nur auf eine Karte zu schauen.
Wir schützen das Leben der Menschen, unsere eigene Heimat. Aber das Ziel des Westens ist unbegrenzte Macht. Er hat bereits mehr als 150 Milliarden Dollar für die Unterstützung und Aufrüstung des Kiewer Regimes ausgegeben. Zum Vergleich: Nach Angaben der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung haben die G7-Länder in den Jahren 2020 und 2021 rund 60 Milliarden Dollar für die Unterstützung der ärmsten Länder der Welt bereitgestellt. Verstehen Sie? Für den Krieg 150 Milliarden, aber die ärmsten Länder, um die sie sich angeblich immer sorgen, bekommen 60 Milliarden, die auch noch mit gewissen Forderungen nach Gehorsam an die Länder, die das Geld erhalten, verbunden sind. Und was ist mit dem ganzen Gerede über Armutsbekämpfung, nachhaltige Entwicklung und Ökologie? Wo ist das alles hin? Wo? Währenddessen reißt der Geldfluss für den Krieg nicht ab. Es werden keine Kosten und Mühen gescheut, um Unruhen und Putsche in anderen Ländern zu fördern, und zwar ebenfalls auf der ganzen Welt.
Auf der Konferenz in München gab es kürzlich endlose Anschuldigungen gegen Russland. Man hatte den Eindruck, dass das nur geschah, um vergessen zu machen, was der so genannte Westen in den letzten Jahrzehnten angerichtet hat. Sie waren es, die den Geist aus der Flasche gelassen und ganze Regionen ins Chaos gestürzt haben.
Nach Angaben amerikanischer Experten, haben die Kriege – ich möchte darauf hinweisen, dass nicht wir diese Zahlen erfunden haben, es sind Angaben der Amerikaner selbst – haben die von den USA nach 2001 entfesselten Kriege fast 900.000 Menschen getötet und mehr als 38 Millionen zu Flüchtlingen gemacht. Das alles wollen sie aus dem Gedächtnis der Menschheit löschen und so tun, als sei es nie geschehen. Aber niemand auf der Welt hat es vergessen und wird es auch nicht vergessen.
Die Neonazis verheimlichen nicht, als wessen Erben sie sich sehen. Erstaunlich ist, dass das im Westen niemandem auffällt. Warum? Weil es ihnen egal ist, weil sie – entschuldigen Sie – darauf spucken. Es ist ihnen egal, auf wen sie im Kampf gegen uns, gegen Russland, setzen. Die Hauptsache ist, gegen uns, gegen unser Land zu kämpfen, das bedeutet, man kann jeden benutzen. Und wir haben es gesehen: Sogar Terroristen und Neonazis, sogar ein glatzköpfiger Teufel kann benutzt werden, solange sie deren Willen umsetzen und als Waffen gegen Russland dienen.
Die westlichen Eliten machen keinen Hehl aus ihrem Ziel: Russland eine – wie sie sagen, das ist ein Zitat – „strategische Niederlage“ zuzufügen. Was bedeutet das? Was bedeutet es für uns? Es bedeutet, uns ein für alle Mal zu vernichten, das heißt, sie wollen einen lokalen Konflikt in eine Phase der globalen Konfrontation verwandeln. So verstehen wir das und wir werden entsprechend reagieren, denn in diesem Fall geht es bereits um die Existenz unseres Landes.
Teil 13: Der Weg zum Bürgerkrieg
Die russische „Vesti“ berichtete ebenfalls am 13. März: „In der ukrainischen Armee laufen großangelegte Säuberungen. Es werden nicht-ukrainische Kommandanten entlassen und alle, an deren Loyalität die Maidan-Regierung zweifelt. Im Austausch kommt eine neue Machtstruktur: die Nationalgarde, zu der sich Kämpfer von ultranationalistischen Gruppen melden. Es geht schon ein Witz herum: Was für eine Garde die Westler auch gründen, es wird sowieso die SS-Division Galizien. Obwohl das eigentlich nicht lustig ist: Im Grunde ist das die Legalisierung der Extremisten, die sich nach dem Blutbad des Maidan nicht von ihren gestohlenen Waffen trennen wollen. … Es wäre richtiger, sie nicht Nationalgarde, sondern Nationalistengarde zu nennen. Die heutige Abstimmung kann man als endgültigen Sieg der Kämpfer des Maidan bezeichnen”
In Deutschland muss die Bundeswehr – völlig zu Recht – aktive rechtsradikale Soldaten aus dem Dienst entlassen, trotzdem gab es von den westlichen Medien nur leise Kritik an der Nationalgarde und von der deutschen Regierung gar keine Kritik. Auch die Kommandeure der Nationalgarde rekrutierten sich aus den Reihen der rechtsnationalen und zum Teil sogar neonazistischen Bewegungen. Dass dies keine Übertreibung ist, werden wir später noch sehen, wenn wir einige Bataillone der Nationalgarde und ihre Kommandeure näher betrachten. Die Rolle der Nationalgarde in dem späteren Bürgerkrieg wird uns zwingen, uns dies genauer anzuschauen.
Die Gründung der Nationalgarde war möglicherweise noch aus einem anderen Grunde als den genannten für die Regierung notwendig. Punkt 5 des Abkommens zwischen Janukowytsch und der Opposition sah vor, dass alle illegalen Waffen innerhalb von 24 Stunden abgegeben werden mussten und dass die Amnestie nach Ablauf der Frist nicht mehr galt. Die illegal Bewaffneten patrouillierten jedoch auch noch Tage und Wochen später im Kiewer Regierungsviertel, da die nationalistischen Kräfte um „Swoboda“ und Rechten Sektor die Abgabe der Waffen verweigerten. Die Regierung hatte also entweder kein Interesse an deren Entwaffnung oder konnte die Entwaffnung dieser Kräfte nicht gegen deren Widerstand durchsetzen. Somit war deren Aufnahme in die Nationalgarde ein möglicher Weg, diesen Punkt des Abkommens doch noch – wenn auch verspätet – einzuhalten und die illegale Bewaffnung auf diesem Wege zu legalisieren.
Zur gleichen Zeit machten mögliche Sanktionen gegen Russland der deutschen Wirtschaft Sorgen, wie an vielen Stellen berichtet wurde, unter anderem am 15. März im Newsticker des „Focus“: „Samstag, 15. März, 08.23 Uhr: Der Vorsitzende des Bundestagswirtschaftsausschusses Peter Ramsauer (CSU) hat die Bundesregierung vor Strafaktionen gegen Russland gewarnt. „Wirtschaftssanktionen sind ein völlig ungeeignetes Element in der Außenpolitik“, sagte Ramsauer laut FOCUS-Informationen. Sanktionen des Westens und Gegenmaßnahmen Moskaus würden beide Seiten treffen. Zudem werde sich China an Wirtschaftssanktionen nicht beteiligen. „Insofern bleiben die Handelswege für Russland zum Weltmarkt offen“, sagte er. „Die Gelackmeiertsten wären wieder einmal wir Deutschen.“
Teil 1 von Alina Lipps Film „Donbass – Auf der Suche nach der Wahrheit“
Der Terror, den die ukrainische Armee mit ihrem ständigen Beschuss ziviler Ziele im Donbass seit 2014 ausgeübt hat, wurde von den westlichen Medien ignoriert, weshalb kaum jemandem im Westen bewusst war, dass seit 2014 ein grausamer Krieg mitten in Europa stattfand. Bundeskanzler Scholz bezeichnete die russischen Vorwürfe, Kiew würde im Donbass einen Genozid an der russischen Bevölkerung verüben, auf der Münchner Sicherheitskonferenz im Februar 2022 noch als „lächerlich“.
Der nun veröffentlichte erste Teil von Alinas Doku zeigt, dass Scholz falsch lag. Die Menschen wurden seit 2014 von der ukrainischen Armee mit Panzern, Artillerie und Luftwaffe beschossen sie standen seit Januar 2015 unter einer Hungerblockade durch Kiew. Sie konnten die acht Jahre lang nur überleben, weil Lebensmittel und andere lebensnotwendige Güter aus Russland gekommen sind. Die Auszahlung von Renten und anderen Sozialleistungen an die – laut Kiew – eigenen Bürger im Donbass hatte Kiew schon im Sommer 2014 eingestellt. Hinzu kam der ständige Beschuss durch die ukrainische Armee, der in den acht Jahren tausende Zivilisten – Frauen, Kinder und alte Menschen – das Leben gekostet hat.
Der Westen hatte an all dem nichts zu kritisieren. Westliche Medien haben das Leid ignoriert.
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Putins Rede zur Lage der Nation: «Der Westen hat gegen Russland nicht nur eine militärische, informationelle, sondern auch eine wirtschaftliche Front eröffnet. Aber er hat nichts erreicht und wird auch nichts erreichen»
Die Weltwoche steht für eine möglichst transparente und breite Meinungsbildung unter Berücksichtigung aller relevanten Standpunkte. Die Welt steht einem Atomkrieg so nahe wie nie zuvor. Die Zeichen deuten auf Eskalation, nicht auf Verständigung. Die Kunst des Zuhörens tritt in den Hintergrund, vor allem im Westen. Deshalb dokumentieren wir im Folgenden diese wichtige Rede des russischen Präsidenten Wladimir Putin vom 21. Februar. Wie sieht der Kreml die Welt und den Krieg? Interessanterweise sind unsere Medien, auch in der Schweiz, nicht bereit, sich mit Putins Argumenten auseinanderzusetzen. Wir sind da anderer Ansicht. Man muss sich auch mit der anderen Seite befassen, ihr wenigstens zuhören, andernfalls kann keine ausgewogene und fundierte Meinung entstehen. Mit dieser Absicht geben wir hier Putins Rede im Wortlaut und übersetzt wieder, ohne jedes Werturteil zum Inhalt, ein zeitgeschichtliches Dokument.
Die Niederlage der Ukraine bedeutet nicht das Ende des Krieges
Die NATO hat eine lange Geschichte ihren Bürgern gegenüber zu lügen. Es handelt sich hier nicht um Übertreibungen, sondern tatsächlich um unverschämte Lügen.
Der US-Verteidigungsminister, General Lloyd Austin, stellt seine Verbündeten weiterhin unter Druck, ihre Waffen und Munition zu spenden, bis sie ausgeblutet sind (und daher noch mehr seinen Schutz suchen).
Kasperle-Theater und Gemächlichkeit
General milley, der Oberhonzo des ami Militärs äusserte, es sei kein Gewinner im ukro-Konflikt wahrscheinlich, der Konflikt werde in Verhandlungen in der Zukunft enden.
„kein Gewinner“ ist politsprech und meint, dass ukrostan verlieren wird (dass Russland gewinnt ist unaussprechbar). Und, was für ein schlauer Fuchs, der erkennt, dass der Konflikt in Verhandlungen enden werde,
Tja, in Verhandlungen enden Kriege fast immer, nur, das hat milley wohl lieber unausgesprochen gelassen, sind das in aller Regel *unausgewogene* „Verhandlungen. Wobei der Begriff „Verhandlungen“ darin gründet, dass naturgemäß Diplomaten die „Verhandlungen“ führen – nur dass in Wahrheit etwas Anderes stattfindet, nämlich dass der Gewinner dem Verlierer Bedingungen diktiert.
Und noch etwas ließ milley unausgesprochen: Der Sieger könnte womöglich – und wird sehr wahrscheinlich – im Lauf eines „Nürnberg 2“ offiziell Erkenntnisse gewinnen, die klar belegen, dass ukrostan nur ein Kampfköter war; der Schuldige aber ist am anderen Ende der Leine zu finden – und er wird sich zwar nicht so nennen, aber auch er wird ein Verlierer sein. Wie sonst sollte man jemanden nennen, der alles, wirklich alles in seiner Macht Stehende unternahm, um Russland zu besiegen, ja, zu unterwerfen … und bei dem es einfach nicht reichte. Und schon sind wir wieder bei dem Angst-Geruch, den ich mittlerweile bei den angelsachsen rieche …
Zweitens, stoltenberg, der beharrliche terrier, äusserte überraschend, Zitat „Ich will noch etwas sagen. Der Krieg begann nicht im Februar letztes Jahr. Der Krieg begann 2014. Und seit 2014 haben natu ‚Mitglieder‘ ukrostan unterstützt mit Ausbildung und Ausrüstung, so dass die ukro Streitkräfte 2022 viel stärker waren als 2020 und 2014. Und natürlich machte das einen riesigen Unterschied als Präsident Putin sich entschied, ukrostan anzugreifen“.
Hört, hört! Der natu „Chef“ (Plapperer) legt also im Grunde ein Geständnis ab.
Warum? Und warum so deutlich, ja grobschlächtig? Und, Pardon, strunzdumm. Denn genau das ist seine Aussage. Die natu hat ukrostan also sozusagen auf Verdacht massiv „unterstützt“, falls Präsident Putin sich je „plötzlich und überraschend“ dazu entschließen sollte, das herzensgute nazi-Land ukrostan mal eben anzugreifen? Aha.
Nein, andersherum wird ein Schuh daraus. Man hat ukrostan nicht für den Fall des Falles „unterstützt“. Zur Erinnerung: Russland knurrte 2014 zwar und rettete seine Krim vor dem gierigen Zugriff der angelsachsen (zur Erinnerung: Der Flugzeugträger-Verband war schon unterwegs, drehte aber ängstlich um, als Putin ostentativ Bastion Systeme auffahren ließ), aber Russland fiel *nicht* in ukrostan ein. Sehr zum Leidwesen der Donbas-Bevölkerung, von denen nicht nur wenige sich verraten und ausverkauft fühlten und von denen Abertausende den ukro Nazi-Banden zum Opfer fielen. *Das* war das Problem der natu. Man *wollte* und rechnete damit, dass Russland angreifen würde und hätte dann hehre Reden schwingen und sein schmutziges und mörderisches Agieren hübsch verkleiden können. Aber Russland griff *nicht* an. *Deshalb* rüstete man die ukro-nazis immer weiter auf und trieb sie zu immer schamloseren und verbrecherischeren Aktionen. Das Ziel war, die Russen solange zu terrorisieren und drangsalieren, bis sie nicht mehr länger stillhalten konnten … und dann endlich zu haben, was man schon die ganze Zeit wollte: Einen Krieg gegen Russland, in den man dem Anschein nach nicht involviert war, bei dem man aber seinen hoch gerüsteten und in Blutrausch getriebenen Kampfköter „unterstützen“ und sich dafür auch noch als heldenhaft darstellen konnte.”
Fast könnte man meinen, ein weiser Berater flüstere Putin ins Ohr „Man muss gar nicht den großen Angriff machen. Die wackeln doch schon und ihre Herren sind schon ganz unruhig. Einfach in Ruhe klein-klein weitermachen – bis *die* kommen und um Verhandlungen betteln“.
Und überhaupt: Warum denn in großen Zügen voran rücken? Die ukros schicken doch sowieso alles nach vorne zum Schre, äh, ich meine zur Front. Und die natu schickt immer wieder frisches (na ja, gut altes) Material nach. Ist doch praktisch. Wobei, na ja, in letzter Zeit hört man zunehmend Stöhnen aus dem goldenen werte-westen. So richtig voll scheinen die Waffen Lager nicht mehr zu sein. Die amis sind sogar schon so weit, dass sie den ukros Sparsamkeit mit Munition antrainieren wollen.
Russland setzt NEW-START-Vertrag aus
Früher gab es eine Reihe von Abrüstungsverträgen zwischen Russland und den USA, die die USA fast alle einseitig gekündigt haben. Da war als erstes der ABM-Vertrag über das Verbot von Raketenabwehrsystemen, der von US-Präsident Bush junior gekündigt wurde, um eine „Raketenabwehr“ in Europa aufzustellen, die in Wahrheit kein defensives, sondern ein offensives System ist, weil die Abschussvorrichtungen vom Typ Mk-41 sowohl die Abwehrraketen als auch potenziell nuklear bestückte Marschflugkörper abfeuern können, Details dazu finden Sie hier.
Der zweite wichtige Abrüstungsvertrag war der INF-Vertrag, der das Verbot von landgestützten atomaren Kurz- und Mittelstreckenraketen geregelt hat. Der INF-Vertrag war vor allem für Europa extrem wichtig, weil Kurz- und Mittelstreckenraketen keine Gefahr für die USA darstellen, die weit genug entfernt sind, wohl aber für die europäischen Länder. Diese Raketen erreichen ihre Ziele innerhalb von Minuten und es gibt praktisch keine Vorwarnzeit. Diesen Vertrag haben die USA 2018 unter Präsident Trump gekündigt.
Lediglich der NEW-START-Vertrag zwischen Russland und den USA zur Begrenzung der einsatzfähigen strategischen Atomwaffen besteht noch, nachdem US-Präsident Biden als eine seiner ersten Amtshandlungen nach seiner Amtseinführung in letzter Minute und kurz vor dem Auslaufen des Vertrages einer Verlängerung zugestimmt hat. Danach hätten Verhandlungen über einen Nachfolgevertrag beginnen sollen, die jedoch auf der Stelle treten.”
Nach der Verlängerung des NEW-START-Vertrags im Jahre 2021 gab es monatelang keine Konsultationen über dessen Umsetzung und vor allem über einen Nachfolgevertrag, dabei war der Sinn der Verlängerung des Vertrages, Zeit zu gewinnen, um einen neuen Vertrag auszuhandeln. Schließlich bot das US-Außenministerium ein Treffen an, um die Fragen zu erörtern. Unmittelbar vor dem Treffen stellten die USA jedoch Vorbedingungen im Zusammenhang mit den Ereignissen in der Ukraine. Mit dem Thema des Treffens hatten die Vorbedingungen nichts zu tun und natürlich waren die Forderungen für Russland inakzeptabel, was man in Washington auch gewusst hat. Also hat das Treffen nicht stattgefunden.
Das größte Problem ist, dass die im NEW-START-Vertrag vereinbarten gegenseitigen Kontrollen der strategischen Atomwaffen nicht mehr stattfinden, denn die USA verweigern den russischen Kontrolleuren seit einiger Zeit die nötigen Einreisevisa und lassen auch russische Flugzeuge, mit denen die russischen Delegationen einreisen könnten, als Folge der Russland-Sanktionen nicht mehr ins Land. Damit verhindern die USA seit langem die russischen Inspektionen ihrer Standorte. Russland hat darauf im Augst 2022 reagiert und den US-Spezialisten ebenfalls die Kontrollen russische Standorte untersagt.
Nun hat der russische Präsident Putin in seiner Rede an die Nation angekündigt, dass Russland die Umsetzung des NEW-START-Vertrages aussetzen wird. Als Grund gab er an, dass es für Russland in der jetzigen Situation inakzeptabel sei, amerikanische Kontrolleure auf seine Standorte für strategische Atomwaffen zu lassen, während die USA die Ukraine offen dabei unterstützen, eben diese Standorte anzugreifen. Dabei erwähnte er konkret die russischen Flughäfen für strategische Bomber, die von Kiew bereits angegriffen wurden.
Putin unterstrich in seiner Rede, dass Russland aus dem NEW-START-Vertrag nicht aussteigt und ihn nicht kündigt, sondern nur seine Umsetzung aussetzt. Putin sagte wörtlich:
„Ich bin gezwungen, heute zu verkünden, dass Russland seine Teilnahme am Vertrag zur Verringerung der strategischen Nuklearwaffen aussetzen wird. Ich wiederhole: Russland zieht sich nicht aus dem Vertrag zurück, nein, es setzt seine Teilnahme aus
Teil 12: Die Ereignisse in der Südostukraine nach dem Referendum
28 Februar
Wiederum über 4.000 Demonstranten in Odessa. An diesem Tag stellten sie ihre konkreten Forderungen schriftlich: Föderalisierung der Ukraine, Schutz von Denkmälern und Einführung eines Straftatbestandes für die Beschädigung von Denkmälern, 70% der regionalen Einnahmen im Haushalt der Stadt belassen, Einführung von Volksentscheiden, direkte Wahl der Gouverneure und Richter, Neuwahlen des Regional- und Stadtparlamentes. Die ukrainische Zeitung „Timer“ sprach vom „russischen Frühling“, ein Begriff, der seit dem in Russland für die Ereignisse dieser Zeit gebraucht wird.”
3 März
In Donezk versammelten sich ca. 1.500 Demonstranten, um gegen die Ernennung von Sergey Taruta zum Gouverneur zu demonstrieren. Außerdem begann eine Unterschriftensammlung für ein Referendum.
In der kleinen Stadt Gorlovka demonstrierten über 5.000 Menschen gegen Kiew.
9 März
In Odessa kam es zu Demonstrationen beider Seiten. Bis zu 10.000 Menschen protestierten für ein Referendum, Russisch als Amtssprache und gegen Kiew. Die Anhänger des Maidan demonstrierten an anderer Stelle mit „einigen tausend“ Teilnehmern für die Einheit der Ukraine und riefen „Odessa ist nicht Russland“.
Auch in Lugansk versammelten sich bis zu 10.000 pro-russische Demonstranten. Sie stürmten das Gebäude der Gebietsverwaltung und hissten die russische Flagge.
4 April
Das Innenministerium in Donezk teilte mit, dass es seit März in 33 Städten des Donezker Verwaltungsgebietes insgesamt über 200 Protestaktionen mit insgesamt über 130.000 Teilnehmern gegeben habe.
Armeechef Thomas Süssli prüft den Kauf von bewaffneten Drohnen
Auffallend ist, wie stark die Ukrainer konventionelle Waffen digital weiterentwickeln. Fast alle Soldaten haben Tablets und können damit GPS-gesteuerte Feuerleitstellen bedienen.
Diese Kombination von alten Waffensystemen mit neuen Technologien ist tatsächlich interessant. Es gibt verschiedene Tendenzen. Soldaten und Soldatinnen, Bürgerinnen und Bürger können etwa über Smartphones Bilder posten, die das aktuelle Lagebild vervollständigen.
Dazu gibt es eine App.
Es heisst, die IT-Armee der Ukraine habe eine solche mit westlicher Unterstützung entwickelt. Eine andere App dient der Feuerführung. Im Gefecht kann jeder Soldat per Tablet oder per Smartphone Feuer anfordern. Das Feuer wird dann zentral verteilt. Diese Vernetzung bis auf unterste Stufe ist ein neuer Trend.
[Anm. Red. und Erfinder von iOf: Genau das war das Ziel von iOf, als wir die App 2011 lanciert haben… ]
«Washington DC ist ein Kriegsverbrecherstaat par excellence, zusammen mit seinen europäischen Quislings»
Es ist schlicht unglaublich: Da werden über Jahre neue Unterwasser-Pipelines zwischen Russland und Deutschland gebaut, um Erdgas aus Russland nach Deutschland zu bringen. Die Baukosten werden auf 10 Milliarden Euros geschätzt. Involviert sind sowohl staatliche als auch privatwirtschaftliche Firmen. Aber die Inbetriebnahme der neuen Pipelines Nord Stream II wird von Deutschland untersagt und die Pipelines selbst werden wenige Monate später von unbekannter Seite mit Unterwasser-Sprengungen zerstört. Der Schaden in Milliardenhöhe kann in seiner Grössenordnung nur noch mit dem Terrorakt 9/11 verglichen werden. Aber kein westlicher Staat und keine westlichen Medien kümmern sich um die Frage, wer für den grandiosen Terrorakt verantwortlich ist. Es herrscht das große Schweigen! Selbst die Recherchen des prominenten US-amerikanischen Journalisten Seymour Hersh werden weitestgehend totgeschwiegen. Und warum dieses große Schweigen? Weil alle Indizien und Recherchen zum gleichen Schluss kommen: Es waren die USA, die dieses Zerstörungswerk – notabene im eigenen geopolitischen und Wirtschafts-Interesse – organisiert haben, so, wie es Joe Biden ja eigentlich auch angekündigt hat. Jetzt hat die US-amerikanische Organisation «Strategic Culture Foundation» die folgende Analyse dazu veröffentlicht.
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Eine Beschaffungsstrategie für das VBS
Bundesrätin Viola Amherd, Chefin VBS, hat eine Beschaffungsstrategie für das VBS erlassen. Auf die Qualität der Bedarfsdefinition wird ein noch höheres Gewicht gelegt, Kriterien wie Nachhaltigkeit oder Innovation werden hervorgehoben, die konstruktive Vergabekultur im Departement wird gefördert. Die Strategie nimmt die Vorgaben des totalrevidierten Beschaffungsrechtes sowie der Beschaffungsstrategie der Bundesverwaltung auf und bietet einen Leitfaden für eine kohärente und weiterhin korrekte Umsetzung aller zivilen und militärischen Beschaffungsvorhaben im Departement.
Diese Änderungen sehen für die gesamte Bundesverwaltung neu vor, dass nicht mehr die «günstigste», sondern die insgesamt «vorteilhafteste» Leistung zu beschaffen ist. Dabei können beim Zuschlag neben den Preisen auch Faktoren wie die Qualität, die volkswirtschaftliche, ökologische oder soziale Nachhaltigkeit oder Innovationen berücksichtigt werden. Damit wurde der Handlungsspielraum für die Auswahl der Leistungen vergrössert, gleichzeitig wurde das Auswahlverfahren anspruchsvoller.
Wie die USA von der Nord-Stream-Sprengung ablenken
Es ist bereits absolut offensichtlich, dass die USA, die das abscheuliche Verbrechen begangen haben, die transkontinentalen Pipelines Nord Stream 1 und Nord Stream 2 zu sprengen, die Welt darüber belügen, dass sie es nicht getan hätten. Amerika glaubt an die Macht seiner globalen Propagandamaschine – an seine Fähigkeit, mit einem vielstimmigem Chor zu lügen, und an seine Fähigkeit, stumpfsinnig zu schweigen, als ob nichts geschehen wäre. Die Fakten über das Jahrhundertverbrechen, das Präsident Biden angeordnet hat, sind bereits bekannt. Die USA leugnen es unbeholfen. Dabei ist es Wirklichkeit schon allen klar.
Der Moment der Wahrheit innerhalb der NATO?
Das russische Fernsehen hat in einem Kommentar festgestellt, dass die Sprengung der Nord Streams für die NATO der Tag der Wahrheit werden könnte. Das ist tatsächlich so, denn wenn die Wahrheit über die Sprengung der Pipelines durch die USA und auch über Gründe dafür allgemein bekannt werden sollten, wird sich die Öffentlichkeit in vielen europäischen NATO-Staaten die Frage stellen, was ein „Verteidigungsbündnis“ für einen Sinn hat, wenn einer der „Verbündeten“ kriegerische Handlungen gegen andere „Verbündete“ durchführt.
Ich bin zwar skeptisch, dass es so kommen wird, weil die Macht der US-hörigen Medien die schon bekannt gewordenen und wohl noch bekannt werdenden Fakten verschweigen oder die Überbringer dieser Wahrheiten nach Kräften diskreditieren.
Natürlich muss alles noch einmal überprüft werden. Warum sollte man Hersh aufs Wort glauben? Obwohl er 85 Jahre alt ist, ist Seymour Hersh intellektuell in bester Verfassung. Er ist ein professioneller Enthüllungsjournalist, vielleicht der beste seines Genres in den USA. Seine aufsehenerregenden Veröffentlichungen über amerikanische Verbrechen in Vietnam und im Irak wurden stets mit Ablehnung und Skepsis aufgenommen.
Man warf ihm vor, dass er seine Quellen anonym hält und sie nicht offenbart. Aber Verzeihung, hätte irgendeine der hochrangigen und informierten Quellen Hersh vertraut, wenn er jemals eine Quelle offengelegt hätte? Dann hätte Hersh den Beruf wechseln müssen. So aber hat er seit einem halben Jahrhundert und bis heute das Privileg, in das einzudringen, was geheim bleiben sollte. Und bis jetzt wurden Hershs Recherchen immer früher oder später von der Gesellschaft akzeptiert. Aber warum sollte man es einfach glauben? Das ist zu wenig. Überprüft es! Schließlich geht es um das Ansehen der USA. Es geht auch um die Treue zu den Bündnisbeziehungen innerhalb der NATO und sogar um die Existenzberechtigung des Blocks selbst.
Man könnte darüber lachen, aber das Weiße Haus hat nicht einmal eine eigene Version der Ereignisse.
Schließlich handelt es sich bei den Bombenanschlägen auf die Gaspipelines um eine Kriegshandlung, einen bewaffneten Angriff auf Deutschland. Wenn das so ist, wo bleibt dann die NATO mit ihrem Artikel 5 der Charta, in der ein Angriff auf einen ein Angriff auf alle ist?
Auch die Norweger verstecken sich jetzt…. Wir verstehen das. Sie haben Angst. Aber wissen Sie, egal, wie viele Fäden man knüpft, das Ende wird kommen. Jede Woche werden wir mehr und mehr Informationen über das Verbrechen des Jahrhunderts erhalten. Nicht nur den Opfern gefällt es nicht mehr, sondern auch vielen der Täter.
Jetzt ist, wenn Sie so wollen, die Stunde der Wahrheit innerhalb der atlantischen Gemeinschaft. Die Stunde der Wahrheit innerhalb der NATO. Wenn die NATO, wie man uns sagt, ein auf Werten basierendes Bündnis ist, ist dann Aufrichtigkeit – zumindest innerhalb des Bündnisses – ein Wert oder nicht? Oder wird sie gerade durch „diplomatische Imitation“ ersetzt? Und haben die Verbündeten das Recht, sich gegenseitig Fragen zu stellen? Nun, einfach zu fragen? Und können sie eine aufrichtige Antwort erwarten? Oder ist Aufrichtigkeit dort ein längst vergessenes Konzept? Aber was ist dann das Wesen dieses Bündnisses? Was ist seine Grundlage? Und braucht das überhaupt jeder? Schließlich war das, was passiert ist, um ehrlich zu sein, echter Verrat. Das Wort wurde in Deutschland einfach noch nicht ausgesprochen, aber der innere Aufruhr wird bald einsetzen. Und was passiert dann?
Das sind die Phasen, die die Deutschen durchlaufen werden, wenn man sie nicht daran hindert. Amerika, das jede innere Beschränkung verloren hat, wird Deutschland, bildlich gesprochen, tot treten. Wir werden sehen, wer in der neuen Situation wozu fähig ist. Es bleibt spannend. Und jetzt ist die Stunde der Wahrheit.
Teil 11: Nach dem Referendum
Am 22. April veröffentlichte der Menschenrechtsrat des russischen Präsidenten eine Einschätzung über die Lage auf der Krim. Bevor wir auf die Details eingehen, eines vorweg: Eine Passage daraus wurde von westlichen Medien als Eingeständnis von Wahlfälschungen zitiert. Der Bericht gab die Einschätzung einiger Mitglieder wieder, die sich einige Tage auf der Krim aufgehalten hatten und die entsprechende Passage lautet: „Die Einschätzung von befragten Spezialisten und Bürgern zum Referendum ist: In Sewastopol hat eine Mehrheit für die Vereinigung mit Russland gestimmt (Wahlbeteiligung 50-80%), auf der Krim haben nach verschiedenen Angaben 50-60% für die Vereinigung mit Russland gestimmt, bei einer Wahlbeteiligung von 30-50%.“
Wie man sieht handelte es sich hier entgegen einigen Meldungen der westlichen Presse nicht um ein Eingeständnis von Wahlfälschung sondern um die subjektiven Einschätzungen von einigen „befragten Spezialisten und Bürgern“ auf der Krim, die einigen Mitgliedern des Rates bei Gesprächen auf der Krim kommuniziert wurden.
Dennoch griff die westliche Presse diese Meldung dankbar auf. Die „Neue Züricher Zeitung“ schrieb z.B. am 5. Mai unter dem Titel „Krim-Referendum stark gefälscht“ darüber: „Dass etwas nicht stimmen kann, war nach der Verkündung der offiziellen Resultate sofort klar: Knapp 97 Prozent der Wahlberechtigten auf der Krim sollen am 16. März für den Anschluss an Russland gestimmt haben, bei einer Stimmbeteiligung von 83 Prozent. Diese Zahlen sind kaum zu glauben. Schon deshalb, weil die Krimtataren das Referendum boykottiert hatten – immerhin 13 Prozent der Krim-Bevölkerung. Auch die 25 Prozent ethnische Ukrainer dürften kaum geschlossen für einen Anschluss an Russland gestimmt haben. Diese Zweifel am offiziellen Wahlresultat werden nun auch von unerwarteter Seite bestärkt. Im Auftrag von Wladimir Putins Menschenrechtsrat reiste Mitte April eine kleine Delegation für drei Tage auf die Krim, um einen Bericht über «die Probleme der Krim-Bewohner» anzufertigen. Der Bericht wurde nun auch auf der offiziellen Website des Menschenrechtsrates veröffentlicht. Die heiklen Fakten verstecken sich weit unten, im letzten Abschnitt. Darin heißt es: «Nach unterschiedlichen Angaben haben 50 bis 60 Prozent der Stimmbürger für den Anschluss gestimmt, bei einer Wahlbeteiligung von 30 bis 50 Prozent.»
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Ein Musterbeispiel westlicher Propaganda im Blick: Die Rückkehr der deutschen Arroganz
Bellizismus bedeutet Kriegsbegeisterung, die aber ist bislang einzig und allein bei der russischen Führung und ihren Lakaien auszumachen. Wer die Hilfsbereitschaft des Westens für die Ukraine bellizistisch nennt, spielt der Kreml-Propaganda in die Hände.”
Nicht weniger abenteuerlich ist die Aussage, dass die westlichen Regierungen «eine moralische Mitverantwortung für Opfer und Zerstörungen» tragen, «die mit Waffen aus dem Westen verursacht werden». Man braucht kein Ethikseminar besucht zu haben, um zu wissen, wer am Tod russischer Soldaten im Gefecht schuld ist: Es sind Putin und seine Mittäter, die ihre Truppen völkerrechtswidrig an die Front geschickt haben, und niemand sonst.
Solche Ausführungen laufen auf ein perfides Denkmuster hinaus, nämlich auf eine Umdeutung dieses nun schon ein Jahr dauernden brutalen russischen Überfalls zu einer 1:1 geteilten Verantwortung zweier Parteien. Das ist angesichts der ukrainischen Opfer von Massakern, Vergewaltigungen und Verschleppungen genauso infam wie jene saloppe Bemerkung eines österreichischen Rechtspopulisten, wonach es zum Streiten eben immer zwei brauche.
Ukraine-Krieg spaltet die Schweiz
Am kommenden Freitag jährt sich Russlands Angriff auf die Ukraine. Die Invasion bringt Tod und Schrecken, wirbelt Europa durcheinander und stellt damit auch die Schweiz vor schwierige Fragen. Wie stark soll sich der Bundesrat für die Ukraine engagieren? Darf die Schweiz Waffenexporte zulassen? Und: braucht es eine Anpassung der Neutralitätspolitik?
Antworten liefert eine Umfrage des Forschungsinstituts Sotomo im Auftrag von SonntagsBlick. Sie zeigt grosse Einigkeit darin, Wladimir Putin (70) zur Verantwortung zu ziehen. 70 Prozent der Befragten wollen Russlands Präsident vor ein Kriegsverbrechertribunal gestellt sehen. Und eine Mehrheit geht davon aus, dass der Krieg über das laufende Jahr hinaus andauern wird.
«SRF» kehrt Seymour Hershs Recherche zur Nord-Stream-Sabotage unter den Teppich
Zuschauer und Zuhörer des Schweizer Radios und Fernsehens «SRF» sollen offenbar nichts darüber erfahren, dass mit aller Wahrscheinlichkeit die USA den Sabotageakt zur Zerstörung der Nord Stream Pipelines – mit gigantischen negativen Auswirkungen auf die künftige deutsche Wirtschaft – vollführt haben, wie die Recherchen des prominenten US-amerikanischen Publizisten Seymour Hersh ergeben haben. «SRF» widmete diesem geopolitisch höchst gefährlichen Terrorakt, der vor allem die europäische Wirtschaft massiv schädigen und die Energiepreise weiter steigen lassen wird, ganze dreieinhalb Minuten.”
Angesprochen auf die Glaubwürdigkeit von Hersh verwies SRF-Journalistin Martina Koch in dem erwähnten Radiobeitrag auf die Plattform Watson. [sic!!!] Dieses Medienportal habe festgestellt, dass Hershs Glaubwürdigkeit in den vergangenen Jahren massiv unter Beschuss geraten sei. Der Grund: Er berief sich bei seinen Recherchen wiederholt nur auf eine oder wenige Quellen. Das habe für Stirnrunzeln gesorgt. Warum gerade Watson dazu befähigt sein soll, die Glaubwürdigkeit von Hersh einordnen zu können, bleibt für die SRF-4-News-Hörer ein Rätsel. Koch macht auch darauf aufmerksam, dass der US-Auslandsgeheimdienst CIA Hershs Bericht als reine Fiktion betrachtet und alles dementiert habe. Und fertig ist damit die Geschichte für SRF.
Man stelle sich einmal vor, Hersh käme zum Schluss, dass die Russen hinter der Zerstörung der Pipelines stünden. Dann gäbe es seit mehr als einer Woche wohl keinen Tag, an dem SRF nicht über die Ereignisse berichten würde.
Thunder, FUD and Faces… or why they are all really doomed!
I will simply look at the small details, the “crumbs under the table” in order to discern what kind of bread they come from. Let’s say observing the samples to predict the population trends. These samples loosely grouped as:
- 1st Group of Small Data: lots of Videos of Ukrainian losses, both of material and personal. Lots of videos of graveyards, obituaries of soldiers, lots of videos of women asking about their sons, husbands, brothers that are missing. Lots of video of soldiers complaining about their superiors and their competence, and about the meatgrinder they are in. Lots of dead and destruction on the 404 side, orders of magnitude bigger than in the RF side
- 2nd GSD: lots of complaints about conscription in Ukraine, which is running rampant. Any sane person is in hiding, or left the country long ago (The most intelligent to the Russian world, the wealthiest to the Western Countries US vassal satrapies) Videos and news about men of all ages being forcibly conscripted, sometimes at gunpoint. The Ukrogestapo is in full swing, looking for any abled body.
- 3rd GOC: looks like to be a significant increase in the average age of soldiers in the VSU. is going up quite a lot. The typical video of Ukie soldiers shows now a lot of mature men, in their forties and up. Sometimes you see men of clearly retirement age in soldiers gear… where are the youngsters?
- 4th GOC: the clown circus in charge of Ukraine is in begging mode, doing a World Tour in order to get money, weapons, cannon fodder, supplies, ammo, tanks, antiair systems, artillery, fighter aircraft, just… everything! to keep the show going
- 5th GOC: in the zone A, it is interesting to see the faces of the (so called) elites in power. Look at their faces! An image is worth a thousand words. Surely these are not the faces of winning people, centered and sure of their victory over adversity. If the face of a person is a reflection of their thoughts… in them there is only FUD!
- 6th GOC: there is a lot of “Headless Chicken Running” in the West going on now. Just switch on your TV lying mirror (if you still have one, and have not thrown it away in the dumpster) and watch it for five minutes.
Two articles by Pepe Escobar about China and Iran
Little wonder that President Raeisi, welcomed by a standing ovation at Peking University before receiving an honorary academic title, stressed “a new world order is forming and taking the place of the older one”, characterized by “real multilateralism, maximum synergy, solidarity and dissociation from unilateralisms”.
And the epicenter of the new world order, he asserted, is Asia.
When it comes to infrastructure building, Iran is a key BRI partner. The geostrategy of course is hard to match: a 2,250 km coastline encompassing the Persian Gulf, Strait of Hormuz, Sea of Oman and the Caspian Sea – and huge land borders with Iraq, Turkey, Armenia, Azerbaijan, Turkmenistan, Afghanistan and Pakistan. Every think tank in China sees how Iran is irreplaceable, not only in terms of BRI land corridors, but also the Maritime Silk Road.
During the 1980s Tehran was ruled by a “Neither East nor West” strategy – faithful to the tenets of the Islamic Revolution. That has now evolved, pragmatically, into “Look East.” Tehran did try to “Look West” in good faith, but what the US government did with the JCPOA – from its murder to “maximum pressure” to its aborted resuscitation – was quite a historical lesson.
What Raisi and Xi have just demonstrated in Beijing is the Sovereign way forward. The three leaders of Eurasia integration – China, Russia and Iran – are fast on their way to consolidate the core of multipolarity.
Die MSC-Finanziers: Wer bezahlt, bestellt die Musik
Als Partnerorganisationen von Regierungen wird nur die deutsche Regierung aufgeführt, die die MSC über mehrere Ministerien, Institutionen und die bayrische Landesregierung unterstützt.
Als „institutionelle Partner“ werden Stiftungen aufgeführt, also Lobbyorganisationen. Darunter sind transatlantische Thinktanks wie das Atlantic Councel, die Atlantikbrücke, das Chatham House, das Center for Strategic and International Studies CSIS (eine der mächtigsten Lobbyorganisationen der US-Rüstungsindustrie, der ich in „Inside Corona“ ein eigenes Kapitel gewidmet habe), oder das European Council on Foreign Relations. Auch hier sehen wir eine eindeutige Ausrichtung der MSC, die zeigt, dass die MSC eben keine „unabhängige“ Organisation ist, sondern eine Trommlerin für die Interessen der Transatlantiker, also die Interessen der US-Regierung. Das ist allerdings ohnehin offensichtlich.
Interessant sind weitere „institutionelle Partner“ der MSC, denn darunter sind auch die Stiftungen der mächtigsten Oligarchen des Westens: Die Bill & Melinda Gates Foundation, der Rockefeller Brothers Fund und der Wellcome Trust (eine auf „Gesundheitsthemen“ spezialisierte und sehr einflussreiche britische Stiftung, die in der Öffentlichkeit jedoch weitgehend unbekannt ist, die aber in meinem Buch „Inside Corona“ eine Schlüsselrolle einnimmt). Die Open Society Foundation von George Soros wird als einer der „Hauptsponsoren“ der MSC genannt wird. Die MSC setzt sich also für die Ziele der mächtigsten westlichen Oligarchen ein.
Eine Zusammenfassung des ersten Tages von München
Bundeskanzler Scholz ist der Ansicht, dass Waffenlieferungen an Kiew den Konflikt in der Ukraine nicht verlängern, sondern im Gegenteil zu seinem baldigen Ende beitragen: „Es sind nicht unsere Waffenlieferungen, die den Krieg verlängern. Das Gegenteil ist richtig.“ Er versprach erneut, einen direkten Konflikt zwischen der NATO und Russland zu vermeiden. „Die Balance zwischen der Unterstützung der Ukraine und der Vermeidung einer Eskalation müsse weiterhin gewahrt bleiben“.
Macron vertrat die Ansicht, dass die Zeit für einen Dialog mit Russland über die Situation in der Ukraine noch nicht gekommen sei, und wies darauf hin, dass ein dauerhafter Frieden in Europa nur mit russischer Beteiligung möglich sei.
Die Länder des globalen Südens verlieren zunehmend das Vertrauen in den Westen und der Grund dafür ist die weit verbreitete Doppelmoral der westlichen Staaten, sagte Macron. Seiner Meinung nach sei der Konflikt in der Ukraine „eine Folge der Tatsache, dass fast niemand in Europa die Ergebnisse des Kalten Krieges berücksichtigt hat“.
NATO-Generalsekretär Jens Stoltenberg erklärte, dass die Fortsetzung der militärischen Unterstützung für Kiew der einzige Weg zu einem „langfristigen und gerechten Frieden“ in der Ukraine sei. Der deutsche Verteidigungsminister Boris Pistorius bestätigte seinerseits, dass die deutschen Leopard-Panzer „spätestens in der letzten Märzwoche“ an die Ukraine geliefert würden.
Munitionsmangel im Westen und weniger Panzer für Kiew
Das könnte bedeuten, dass der Westen in naher Zukunft ernsthafte Probleme bekommt, die Mengen an Waffen und Munition zu liefern, die die ukrainische Armee braucht. Sollte die Ukraine ein wirkliches Problem bei Artilleriemunition bekommen, würde die russische Armee sie schnell überrennen, denn die Kampfhandlungen in der Ukraine werden in erster Linie mit Artillerie geführt. Ohne Artillerie- und Luftunterstützung wären die ukrainischen Soldaten, so brutal es klingt, für die russische Armee schutzlose Schießbudenfiguren.
Da werden auch die 14 modernen Leopard-2-Panzer keinen Unterschied machen, sie wären wahrscheinlich schnell ausgeschaltet.
Wenn es tatsächlich so ist, wie westliche Medien melden, dass der Westen die Höhe der Waffen- und Munitionslieferungen an die Ukraine demnächst senken (oder sogar einstellen) muss, weil die eigenen Lager gefährlich leer werden und die Produktion nicht nachkommt, dann könnte der Krieg in den nächsten Monaten enden und selbst die Leopard-1-Panzer, die erst für nächstes Jahr versprochen werden, würden vielleicht gar nicht mehr zum Einsatz kommen.
Victoria Nuland redet Klartext über Europas Autonomie
Es ist immer wieder faszinierend, wie offen in den USA geredet wird. Victoria Nuland, die 2014 als Kekseverteilerin auf dem Maidan und parallel mit ihrem „Fuck the EU“ zu Bekanntheit gekommen ist, hat an einem Gespräch der einflussreichen NGO Carnegie Endowment for International Peace teilgenommen. Dabei wurde sie unter anderem danach gefragt, was sie von den Ideen des französischen Präsidenten Macron hält, der für eine „strategische Autonomie“ der EU plädiert hat.”
Alleine die Fragestellung ist interessant, denn sie zeigt, dass man die EU und ihre Mitgliedstaaten in Washington nicht als souveräne Staaten ansieht, denn von Souveränität ist gar nicht die Rede. Die Rede ist von Autonomie.
Es geht in den USA also nicht um die Frage, ob Europa souverän ist. Das ist es nicht. Es geht bestenfalls um die Frage, wie autonom Europa sein darf. Und da hat Nuland eine einfache Antwort: Solange Europa für seine „militärische Macht“ genug bezahlt, also so viele US-amerikanische Waffen kauft, wie die USA wollen, darf Europa gerne ein bisschen autonom sein und auch eigene „Missionen“ – also Kriege – führen. Aber eben nur mit Einverständnis der USA.
Im Klartext sagt Nuland, dass Europa gerne ein bisschen autonom sein und auch mal selbst einen Krieg führen darf, wenn es den USA genug Geld in Form von Waffenkäufen dafür bezahlt.
Die USA freuen sich explizit über die deutschen Leopard-Lieferungen. Nicht darüber, dass Polen Leoparden liefern will, oder dass auch Portugal drei moderne Leopard-2 zugesagt hat. Die Freude bezieht sich ausdrücklich auf Deutschland, weil die USA es geschafft haben, mit den Leopard-Lieferungen ausgerechnet Deutschland in die erste Reihe der europäischen Länder zu schieben, die besonders tödliche Waffen für den Kampf gegen Russland liefern.
Lukaschenkos wichtigste Aussagen
Der weißrussische Präsident Lukaschenko trifft sich einmal pro Jahr zu einer stundenlangen Pressekonferenz mit nationalen und internationalen Journalisten. Die russische Nachrichtenagentur TASS hat die wichtigsten Aussagen von Lukaschenko zusammengefasst.
Selensky ist nicht in der Lage, eine unabhängige Politik zu betreiben und sein Handeln schadet in erster Linie seinem Land: „Wolodja Zelensky vernichtet die Ukraine.“
Er sollte nicht über westliche Militärhilfe nachdenken, sondern darüber, „wie man den Krieg beenden kann, damit nicht weitere 100.000, 200.000, 300.000 Ukrainer sterben“. Allerdings sollten nicht Selensky und die Politiker, sondern das ukrainische Militär in einen Dialog über den Frieden einbezogen werden.
Weißrussland hat Kampfflugzeuge für taktische Atomwaffen vorbereitet, braucht aber keine strategischen Atomwaffen: „Wir haben nicht vor, Amerikaner zu töten.“
Früher hat die Republik ihre Atomwaffen im Austausch gegen Garantien für Immunität und die Nichtanwendung von Sanktionen abgegeben, aber der Westen hat die Vereinbarungen verletzt: „Sie spucken darauf, trampeln darauf herum, verhängen Sanktionen gegen uns. Sie erdrosseln uns, wo immer es möglich ist, und verletzen damit diesen Vertrag.“ (Anm. d. Übers.: Die Rede ist vom Budapester Memorandum, von dem die USA schon vor etwa zehn Jahren verkündet haben, es sei kein „rechtlich bindender“ Vertrag, als es um die Frage von US-Sanktionen gegen Weißrussland ging, die gegen das Memorandum verstoßen haben)
„Die beste Option für die Europäer ist es, sich mit Russland zu vereinen. Rohstoffe hier, Hochtechnologie dort. Und das wäre dann der wichtigste Pol des Planeten. Bisher haben die USA „Europa auf die Knie gestellt, es in Pose gebracht, und nehmen es, wie sie wollen.