Geopolitische Wochenschau 44/26 – Alles nur noch irrsinnig

Weitere Netzfunde in der wöchentlichen Zusammenstellung.

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Bundesrat ändert Strukturen im Kommando Militärpolizei

Der Schwerpunkt der vorliegenden Revision ist die Änderung der Strukturen des Kommandos Militärpolizei, bei der Neuunterstellungen und Umbenennungen vorgenommen werden. Mit der Zusammenführung der bisherigen Berufsformationen Einsatzkommando Militärpolizei und Einsatzkommando Militärpolizei Sicherheitsdienst zum neuen Kommando Gendarmerie kann die Militärpolizei ihre Ressourcen optimieren und trägt auch zur Stärkung der betrieblichen Effizienz bei. Damit wird eine einheitliche Führung und Einsatzstruktur geschaffen, welche die Zusammenarbeit innerhalb des militärischen Sicherheitsdispositivs vereinfacht.

Ergänzend wird die Berufsformation Militärische Kriminalpolizei neu direkt dem Kommandanten Militärpolizei unterstellt. Sie war zuvor Teil des Einsatzkommandos der Militärpolizei.

Die neue Bezeichnung «Kommando Gendarmerie» ist auf eine historische Bezeichnung der Militärpolizei der Schweizer Armee zurückzuführen und stärkt die Identität der Formation innerhalb der Armeeorganisation. Sie bedeutet keine Kompetenzerweiterung der Militärpolizei gegenüber der zivilen Bevölkerung. Die Militärpolizei ist die Polizei der Armee und kümmert sich im Auftrag des Oberauditors um Delikte innerhalb der Armee.

Anm. d. Red.: Das ist ja wohl die Höhe der Frechheit! Wo bleibt die weibliche Form von Gendarmerie (“gens d’armes”)? Es kann doch nicht sein, dass in der Zeit von Inklusion, gleichen Rechten für Mann, Frau und den anderen 76 Geschlechtern sowie einer politisch gewollten Frauenquote bei einer Umbenennung die Frauen vergessen werden konnten. Wir empfelen: “Madarmerie et Gendarmerie”.


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Die fehlende Standortbestimmung der SOG

Die SOG und die OG Panzer (+) zanken sich aktuell um das Rollenverständnis der SOG in der Sicherheitspolitischen Diskussion in der Schweiz. Für die einen ist die SOG zu zahm oder zu zurückhaltend, für die anderen hält sie die Balance. Dazu kommen Anschuldigungen ggü dem CdA a D im Zusammenhang mit dem F(ail)-35. Man fragt sich als Offizier unweigerlich: DQS? – Um was geht es?

Die OG Panzer fasst zusammen, die SOG verfüge “weder über eine erkennbare sicherheitspolitische Agenda noch über klar formulierte politische Kernforderungen.”

Die Kritik scheint berechtigt.

Wofür steht die SOG ein – ausser den üblichen Floskeln von “verteidigungsfähige, moderne, gut ausgerüstete Armee, …. bla bla bla…“. Diese metaphysische Ebene ist mittlerweilen so abgelutscht wie der Textbaustein Nr. 1 des VBS, das jede Massnahme, jede Reorganisation und jeden Besuch im Ausland mit dem Hinweis begründet: “Stärkt die Verteidigungsfähigkeit”.

Will die SOG also mehr Geld? Mehr Tempo? Weniger Bürokratie? Welches sind die konkreten Massnahmen? Ich wüsste aktuell nicht, was ich da aufzählen sollte. Aber hey, ich bin ja nur ein kleiner Of a D…

Vielleicht wäre es nur schon von Vorteil, wenn die SOG den Mut zu einer Standortbestimmung hätte, die nicht nach einem Abklatsch einer NDB-Mitteilung oder eine Ansprache eines Politikers aussieht. Eine Standortbestimmung aus der Ferne, im grösseren Rahmen, mit Weitblick, Mut und Offenheit für unbequeme Äusserungen. Ein solches Dokument würde die SOG zweifellos sofort ins Rampenlicht stellen und sie als auch von VBS und Rüstungsindustrie unabhängige Organisation positionieren.

Was müsste die SOG also schreiben/sagen?

Ja, wir lagen falsch. Unsere Beurteilung der längerfristigen Sicherheit im europäischen wie auch im globalen Umfeld war in den vergangenen Jahrzehnten falsch. Die kurzfristige Ausrichtung der Armee auf “wahrscheinliche” Bedrohungen und internationale Einsätze führte dazu, dass sich die Armee über Jahre von ihrem Hauptauftrag, der Verteidigungsfähigkeit entfernt hat. Fähigkeiten, Systeme, geheime Standorte wurden bewusst aufgegeben, ohne dass wir uns dagegen gewehrt haben. Im Gegenteil.

Wir hörten auf die falschen Experten und vertrauten zu sehr dem VBS und der Armeeführung. Wir haben die Vorschläge des VBS und der Armeeführung unterstützt und damit zur Zerstörung der Armee beigetragen. Wir haben Kritiker und ihre faktenbasierten und historisch abgestützten Meinungen zu weinig ernst genommen und sie in der öffentlichen Diskussion als zurückgeblieben und nicht mehr zeitgemäss diffamiert. Die heutige Situation beweist, dass sie mit ihren früheren Einschätzungen richtig lagen. Wir gestehen ein, dass sie in vielen Punkten rechtbehalten haben. Wir anerkennen unsere Fehleinschätzung und nehmen konstruktive Kritik in Zukunft stärker in unseren Beurteilungen auf.

Hybride Bedrohungsformen zeichnen sich dadurch aus, dass sie sehr schlecht oder gar nicht einer Partei zuweisbar sind. Einer Agenda folgenden Interpretation der Ereignisse, ohne stichhaltige Beweise präsentieren zu müssen, sind Tür und Tor geöffnet. Wir sind gut beraten, keine vorschnellen Schlüsse zu ziehen und Gegenargumente aufmerksam Gehör zu schenken. Wir anerkennen, dass die in der Öffentlichkeit diskutierte Bedrohungsanalyse stark von den gleichen (oft staatsnahen) Gruppen und Personen geprägt wird, die in der Vergangenheit uns zu falschen Entschlüssen geleitet haben. Alternative Beurteilungen werden mit der gleichen, wenn nicht sogar grösseren Vehemmenz wie damals bekämpft. Dabei ist festzustellen: Die Lage zeigt sich nicht so eindeutig, dass die Konsequenzen einfach ableitbar sind. Es braucht verschiedene Szenarien, um alle Richtungen abzudecken.Die unipolare, westlich geprägte Welt wird von einer multinodalen Welt abgelöst. Neue Sicherheitsarchitekturen sind in Entstehnung. Politisch beeinflusste Lieferketten verändern Industrien. Die Wirtschaftliche Souveränität gewinnt an Bedeutung. Die verlässliche, physische Verfügbarkeit von Energieträgern, Neben- und Endprodukten wird wichtiger als die Energiepreise an den Börsen. Der disruptive KI-Hype rafft Tausende von Arbeitsplätzen dahin, verschlingt extreme Mengen an Energie und ist im Westen v.a. wegen fehlender Stromkapazitäten kaum noch ausbaubar.

Die Schweizer Armee ist heute nicht verteidigungsfähig. Wovor die Kritiker der “WEA” einst warnten, ist heute Realität. Die versprochenen Eckwerte der letzten Reform “WEA” wurden nicht vollständig erfüllt. So fehlt es z.B. weiterhin an einer vollständigen Ausrüstung. Wie ohne Ausrüstung erfolgreich mobilisiert werden soll, bleibt weiterhin ein Geheimnis. Auch wenn die Armee Jahr für Jahr beteuert, alle Aufgaben erfüllt zu haben, so bleibt sie den Beweis für ihre Kernaufgabe, die Verteidung, schuldig. Die seit den 90er-Jahren versprochenen höheren Mittel für Investitionen, die durch Effizienz, Zentralisierung und Verkleinerung zulasten der Betriebskosten hätten zustande kommen sollen, wurden nie erreicht. Mit der Modernisierung nahm auch die Anzahl der Fehlschläge bei den Beschaffungen zu. Zu komplexe Systeme mit vielen Schnittstellen, Interdependenzen und teuren Anpassungen brachten am Schluss mehr Frust als Wirkung im Ziel. Viele Fehler mussten und müssen noch heute korrigiert und/oder rückgängig gemacht werden (Mobilmachung, Fest Mw, ui Anl). Niemand wurde je wegen dieser Fehlentscheide zur Rechenschaft gezogen, weil sie bis jetzt niemand eingestanden hat. Diese Verantwortungslosigkeit muss beendet werden! Was die Armee-Abschaffungsinitiative einst nicht geschafft hat, hat das VBS selbst hinbekommen: Das System “Armee” mit seiner VBS-Bürokratie hat sich selbst lahmgelegt. Kurz vor dem immer wahrscheinlicher werdenden 3. Weltkrieg steht die Schweiz vor einer Armee im Abgrund. Sie ist als Gesamtsystem NICHT einsatzfähig.

Wer von Anfang an davon ausgeht, dass die Schweizer Armee eingesetzt wird, gesteht damit nur ein, dass alle anderen, zivilen “Verteidigungslinien” versagen werden. Wenn aber die Versicherung (Armee) wegfällt, darf man in der Politik keine Risiken mehr eingehen! Die (verteidigungsunfähige) Armee als letztes Mittel muss daher unter allen Umständen davor bewahrt werden, einen militärischen Konflikt austragen zu müssen, weil eine Niederlage bereits heute feststeht. Die Verantwortung, die Schweiz unversehrt durch diese Zeit zu führen, liegt aktuell einzig bei den anderen, zivilen Dimensionen. Wie wir oben ausgeführt haben, ist aber auch dieses Mittel schwach. Ein Herumwerfen des Ruders ist aber schneller machbar, als bei der Armee. Deshalb muss dort der Hebel angesetzt werden.

Der in einer Beurteilung der Lage (Auftrag, Umwelt, gegnerische und eigene Mittel, Zeit) jetzt entscheidende Punkt ist die Zeit. Wenn die Nachrichtendienste davon ausgehen, dass ein Krieg in Europa in den nächsten 3-5 Jahren (oder noch früher) stattfinden wird, so sind sämtliche jetzt getroffenen Massnahmen primär vor dem Faktor Zeit zu beurteilen. Es bringt nichts, 2040 (vielleicht) ein vollständig ausgerüstetes Fliegerabwehr Regiment (mit Technologien aus den 2010er-Jahren) in Dienst zu stellen und sich stur an diesen Plan zu halten, wenn die geforderte Leistung schon viel früher benötigt wird. Selbstverständlich müssen auch in Zukunft Systeme beschafft werden, aber dies ist angesichts der technologischen Entwicklung vorerst sekundär.


Globale Wendepunkte führen die Welt in den Zustand der Entropie

Es gab in der Geschichte viele Wendepunkte; um nur einige Beispiele zu nennen:

  • Der Westfälische Frieden von 1648
  • Die Französische Revolution von 1789
  • Der Wiener Kongress von 1815
  • Der erste Weltkrieg 1918
  • Der zweite Weltkrieg 1945

Viele dieser Wendepunkte führten zu Machtveränderungen in Europa. Das waren lediglich Stabübergaben innerhalb der Welt, die wir heute den «Kollektiven» Westen nennen. So zum Beispiel der Untergang des deutschen Kaiserreiches, des K&K-Reiches, des Osmanischen Reiches und des russischen Zarenreiches am Ende des ersten Weltkriegs.

Diese Machtverschiebungen waren erheblich, dennoch: Was zurzeit vor sich geht, ist mit den vergangenen Wendepunkten nicht zu vergleichen, da sie den ganzen Globus umfassen. Das Zepter der Macht wird nicht innerhalb des Westens übergeben, sondern es wird zu einer Verschiebung der Macht hin nach Osten und dem «Globalen Süden» kommen.

Erstaunlich sind die Dimensionen, die Anzahl der beteiligten Nationen, die geographische Ausdehnung und die Geschwindigkeit, wie sich die gegenwärtigen geopolitischen Krisen entwickeln.

Betrachtet man die militärischen Frontberichte, so wird jedem Beobachter klar, dass Russland seine militärischen Ziele erreichen wird.

Man sieht Tausende von Videos, wie junge Männer in der gesamten Ukraine auf den Straßen wie Tiere gejagt werden, um sie durch Zwang zu rekrutieren. Seit Neuestem kursieren jedoch auch Videos, die zeigen, dass die Zwangsrekrutierten teilweise ohne Uniformen und sogar in Handschellen an die Frontlinien transportiert werden wie Verbrecher – damit sie nicht flüchten. Ich überlasse es den Lesern, über die Kampfkraft dieser Männer gegen kampferprobte und motivierte russische Soldaten zu sinnieren.

Der neueste Schritt der ukrainischen Militärführung besteht darin, Frauen zwangszurekrutieren. Betrachtet man diese Situation, so verwundert die Aussage von Scott Ritter nicht, dass die Ukrainer 30-mal mehr Soldaten verlieren als Russland. Über diese menschenverachtende Behandlung der eigenen Soldaten in der Ukraine hört man im Westen nichts.

Ukrainische Freiwillige, die später spurlos verschwanden, sollen Drohnen und künstliche Intelligenz eingesetzt haben, um die Zahl der Soldatengräber in der ganzen Ukraine zu erfassen. Sie zählten 2’000’054 Gräber. Dazu kommen die von den eigenen Leuten in Massengräbern verscharrten Toten und die Verwundeten – die Verluste der Ukrainer scheinen tatsächlich astronomisch zu sein. Dennoch behauptet Selenskyj, dass nur 50’000 ukrainische Soldaten getötet worden seien.

Was immer militärisch erreicht werden muss, wird von Russland erreicht werden, aber damit ist das geopolitische Problem für Russland an seiner Westgrenze nicht gelöst, denn das Ziel sind nicht neue Territorien, sondern Ruhe im Westen. Ein Ziel, das Russland buchstäblich seit Jahrhunderten anstrebt und bis jetzt nie umsetzen konnte. Immer wieder wurde Russland aus dem Westen angegriffen und zahlte regelmässig einen hohen Preis in Blut, Geld, industriellen Kapazitäten, die für Rüstung statt für zivile Zwecke verwendet werden. Damit wurde Russland in seiner gesellschaftlichen Entwicklung immer wieder zurückgeworfen.

Die Unglaubwürdigkeit der USA gegenüber Russland ist mehrschichtig.

Gentlemen agreements sollte man jedoch nur mit Gentlemen abschliessen. Die Russen wurden von den Amerikanern eines Besseren belehrt. Die Russen sind über diesen Vorfall mehr als verschnupft und mussten sich eingestehen, dass mit der amerikanischen Regierung keine Vereinbarungen möglich sind. Ich persönlich bin über diese Einsicht dahingehend überrascht, dass sie reichlich spät kam. Auch schriftliche Vereinbarungen mit der amerikanischen Regierung sind nicht werthaltig. Dies zeigte sich im Bruch des Memorandum of Understanding, das die Amerikaner im Juni mit dem Iran schlossen. Somit muss man zum Schluss kommen, dass dieser Konflikt bzw. jeder Konflikt, in welchem die USA mittelbar oder unmittelbar beteiligt sind, bis zum Ende ausgefochten werden muss. Eine bittere Lektion für jeden Vertragspartner der USA.

Die Ukraine versucht verzweifelt, die NATO offiziell in diesen militärischen Konflikt zu treiben. Dabei ist erstaunlich, dass europäische Länder – allen voran Deutschland und Grossbritannien – nicht nur ihre Bereitschaft signalisieren, sondern tatsächlich alles tun, um ihre Völker auf einen Krieg mit Russland vorzubereiten.

Es ist unverständlich, was diese europäischen Länder außer Propaganda im Schild führen. Die europäischen Länder verfügen auch gemeinsam nicht über militärische Kräfte, mit denen sie auch nur den Hauch einer Chance hätten, gegen die russischen Streitkräfte bestehen zu können. Die Russen sind von diesem Kasperl-Theater in Europa auf keinen Fall beeindruckt, jedoch angewidert. Ich gehe davon aus, dass diese Kriegspropaganda in Europa lediglich den Zweck hat, das antirussische Narrativ aufrecht zu erhalten.

Sowohl Präsident Putin als auch Außenminister Lavrov weisen immer wieder darauf hin, dass sie kein Interesse daran haben, Nato-Ziele außerhalb der Ukraine anzugreifen. Falls die europäischen Staaten jedoch dumm genug sind, auch nur kleinere europäische Truppenverbände in die Ukraine zu senden, könnte sich die Situation schlagartig ändern.

Das derzeit größte Eskalationsrisiko liegt darin, dass die Europäer wohl gemeinsam mit den Amerikanern eine sogenannte false flag attack in Europa planen, um irgendwie Artikel 5 der NATO-Charta ins Spiel zu bringen. Gemäss dem geopolitischen Analysten Warren Thornton, laufen die Vorbereitungen für false flag attacks auf Hochtouren.

Der unmittelbare Startschuss zu den Projekten Genozid und Grossisrael fiel am 7. Oktober 2023, eine militärische Aktion der Hamas wurde zur false flag attack, um den Genozid gegen Frauen, Kinder und sonstige Zivilisten in Gaza und später in der Westbank und Libanon zu rechtfertigen. Dies war wiederum der Startschuss zur Weiterführung des Projekts Grossisrael; vorerst wurden Syrien und der Libanon angegriffen. Obwohl die westliche Presse das genozidale und imperialistische Handeln Israels nicht nur runterspielt, sondern vollumfänglich unterstützt und befeuert – auch durch die Medien der «neutralen» Schweiz – wird Israel in der westlichen Welt von den Bevölkerungen immer kritischer betrachtet.

Eine weitere Beschleunigung der Ereignisse erfuhr die Welt ab Februar 2026. Seither geht für den Westen und Israel im Nahen Osten alles schief. Der Globale Süden hat dem Westen die Initiativhoheit bereits entrissen. Beschränkte sich der Iran anfangs darauf, auf die amerikanisch-israelischen Aggressionen zu reagieren, sind es jetzt die Iraner und die jemenitische Ansar-Allah-Bewegung, welche den Takt vorgeben.

Ansar-Allah gelang es innert kürzester Zeit, die gesamte Westküste Jemens unter seine Kontrolle zu bringen und kontrolliert damit nicht nur die Meerenge Bab-al Mandab, sondern auch die vor der Küste liegende Insel Perim Mayyun. Komplett ohne westliche Berichterstattung geht der Vormarsch weiter und es könnte durchaus sein, dass Aden bald genommen wird.

Arabien heisst Saudi-Arabien, da dieses Land von einer Familie – einem Stamm – den Sauds beherrscht wird. Ein Stamm, der durch die Amerikaner beschützt wird. Es gibt jedoch noch weitere ca. 100 Stämme auf dem Gebiet von Saudi-Arabien. Es ist sehr gut möglich, dass diese sich mit Ansar-Allah zusammentun und das Haus Saud stürzen könnten. Die Familie Saud hat kein Einkommen mehr und scheint ausserstande, so wie bisher mit Zahlungen alle jene ruhig zu stellen, die ihnen gefährlich werden könnten. Es ist möglich, dass das Kartenhaus Saud in sich zusammenbricht, und dann würde ich keinen Pfifferling mehr auf die restlichen Golfstaaten geben.

Alastair Crooke wies weiters mehrmals darauf hin, dass diese Dynamik auf den Irak, neben dem Iran eine weitere jahrtausendalte Zivilisation, überschwappen könnte. Falls dies geschieht, wird wohl auch Kuwait untergehen. Ein weiterer Schwelbrand ist ebenfalls in Jordanien auszumachen. Es ist somit gut möglich, dass die gesamte von den Briten vor gut 100 Jahren aufgestellte Architektur im Nahen Osten innert weniger Monate fallen könnte, ohne dass die Amerikaner in irgendeiner Form diesen Tsunami aufhalten können. Arabien den Arabern, Persien den Persern und die Amerikaner endgültig raus. Passiert dies, wird Israel vom Täter zum Ziel, von Opfer kann man in diesem Zusammenhang ganz sicher nicht sprechen. Wie die kommenden Großmächte des Nahen Ostens mit den genozidalen Zionisten verfahren werden, sollte man jenen überlassen, welche die grössten Opfer gebracht haben, denn Palästinenser sind Araber.

In Europa herrscht das nächste Chaos. Deutschland ist das erste Land – früher Exportweltmeister und die grosse Macht der EU – das Gefahr läuft, politisch unregierbar zu werden. Die Alternative für Deutschland (AfD), welche von den bisher führenden Parteien als rechtsextrem und hitlermässig bezeichnet und durch eine sogenannte Brandmauervon der Regierungsbeteiligung ausgeschlossen wurde, siegte nicht nur in zwei ostdeutschen Landtagswahlen erdrutschmässig, sondern führt in Umfragen auf Bundesebene klar vor der CDU (30% zu 20%). Die Zustimmungsrate von Bundeskanzler Merz liegt bei 10%, ein Gradmesser, der die Unzufriedenheit des Volkes offenbart und jeden echten demokratischen Kanzler zum Rücktritt getrieben hätte. Ob die Deutschen angesichts dieser politischen Situation wie in der Vergangenheit die Faust im Sack machen und nichts tun, ist ungewiss. Ein Kanzlersturz täte Deutschland gut. Die AFD ist die einzige große Partei, welche das Gespräch und Frieden mit Russland sucht, was für dieses einst blühende Industrieland nicht nur bitter nötig, sondern eine Bedingung ist, ohne die es wirtschaftlich nicht überleben kann. Die Alternative zu tatsächlichen und grundsätzlichen politischen Veränderungen in Deutschland ist der durch Kanzler Merz und die herrschenden politischen Eliten angestrebte Krieg gegen Russland. Das letzte Mal, als Deutschland gegen Russland 1941 in den Krieg zog, sandte Adolf Hitler 3,7 Millionen Soldaten gen Osten und scheiterte trotz genozidalem Verhalten der Deutschen, das ca. 17 Millionen Zivilisten das Leben kostete. Wie oben bereits ausgeführt  sieht sich die Bundesrepublik Deutschland heute ausserstande, eine Brigade von 5’000 freiwilligen Soldaten für das Baltikum zusammenzustellen. Das scheint den Kanzler nicht zu kümmern, was ein klares Zeichen des Irrsinns ist, der sich seiner bemächtigt hat. Dies ist ein starkes Indiz dafür, dass er im Interesse einer ausserhalb Deutschlands liegenden Kraft handelt. Ein Schelm, der glaubt, dass dies etwas mit seiner BlackRock-Vergangenheit zu tun hat. Jene Leute, die ihn als Kanzler zu installieren vermochten, können sich auf die Schulter klopfen, da sie sich eine Marionette zum Schnäppchenpreis von ein paar Millionen geangelt haben.

Meine Bemerkungen zur Instabilität der Finanzmärkte waren bereits zahlreich. Jetzt scheinen sich meine Unkenrufe zu bewahrheiten. Neben den Überbewertungen in den Aktienmärkten verwies ich immer wieder auf die nicht nachhaltige Situation in den Obligationenmärkten. Bei den intelligenteren Marktteilnehmern beginnt sich die Angst zu artikulieren. Herr Bessent hat die Kontrolle über die Zinsen verloren. Am 28. August 2026 schaute ich den Zins an, welchen die USA für ihre Schulden durchschnittlich bezahlen muss; dieser betrug damals 3.35% (Mai), was eine Zinslast von 1’340 Milliarden pro Jahr ergab. Heute liegt dieser Durchschnittszins bei 3,49% (August); der Schuldenberg liegt per heute auf 40’070 Milliarden, hat sich somit bereits wieder um 70 Milliarden erhöht. Die Zinszahlungen pro Jahr haben sich in dieser kurzen Zeit somit um 56 Milliarden auf 1’396 Milliarden pro Jahr erhöht.

In den letzten 28 Tagen hat sich der Zins der 10-jährigen US-Obligation von 4.722% auf 5.185% erhöht, das sind 0.46%. Es sieht nicht so aus, dass dieser Trend sich ändert. Hält dieses Tempo an, so wird nicht nur der Obligationenmarkt von Staatsobligationen kollabieren, sondern auch die aufgetürmten Schuldenberge im KI-Bereich. Das gleiche Bild zeigt sich in Europa und auch Japan. Man muss nicht Wetten abschliessen, ob der Kollaps kommt, sondern wann und wem die USA den Vortritt geben – den Japanern oder den Europäern. Das ist meine persönliche Meinung. Bezüglich timing liege ich regelmässig falsch, was mich gelehrt hat, in diesen Märkten nicht tätig zu sein. Ich habe das grosse Privileg, mich mit einem der erfolgreichsten Investoren weltweit regelmässig zu treffen. An unserem letzten Treffen stimmte er mir grundsätzlich zu, äusserte jedoch, dass ich mir nicht vorstellen könne, welche Tricks und Mittel den Amerikanern noch zur Verfügung stünden, das Unvermeidliche hinauszuzögern.

Das Ausmass dieser Krise wird alles in den Schatten stellen, was die Menschheit je gesehen hat. Verglichen mit heute, war die 2008-Krise ein Spaziergang im sonnigen Park mit schmackhaftem Picknick. Ein solcher Kollaps im Westen wird sich auch auf die geopolitische Bewegungsfreiheit der betroffenen Länder auswirken; man ist dann auf einmal sehr mit sich selbst beschäftigt. Ob dies zur Eskalation in der geopolitischen Arena führen wird, weiss niemand. Mit Sicherheit werden jedoch die «Experten», welche die Märkte mit ihrem Hurrageschrei immer noch vor sich hertreiben, mit ernstem Gesicht ausführen, dass man damit einfach nicht hätte rechnen können – wie immer.

Alle diese tektonischen Einzelbewegungen führen zu einer regelrechten Entropie, einem Begriff aus der Thermodynamik. Übersetzt in die Geopolitik beschreibe ich die Situation als eine gewaltige irreversible Unordnung und Ungewissheit der verschiedenen internationalen Systeme. Bestehende Machtstrukturen, Regeln, Institutionen und Hierarchien verlieren an Bindungskraft, und eine neue Ordnung, die Stabilität versprechen würde, ist nicht absehbar.

Denn der Kollektive Westen, der das Zepter bis vor kurzem fest in den Händen hielt, ist nicht gewillt, Kompromisse einzugehen, um seine Stellung als Hegemon nicht zu gefährden.

Der Globale Süden, von der Geschwindigkeit der Ereignisse selbst überrascht, hat noch keine kohärente gemeinsame zielführende Politik gefunden, um dem Westen das Zepter zu entreissen.

Es scheint so, dass der Globale Süden unter der militärischen Vorherrschaft von Russland, China und – neu dem Iran als vierte Militärgrossmacht – der Welt, daran ist, sich auf die neuen Situationen einzustellen und zu koordinieren, was dazu führen wird, dass er schlussendlich obsiegen wird.


America Is Borrowing $3 Billion A Day Just To Pay Interest

The United States has reached a point where the government is spending more than $1 trillion annually simply to pay interest on money it has already borrowed. The Treasury Department reported that the federal deficit reached $1.99 trillion for fiscal year 2026, an increase of $217 billion from the previous year. Total government spending climbed to $7.4 trillion while revenues amounted to only $5.4 trillion. Yet the most alarming figure is buried within that enormous spending bill. Net interest payments reached $1.05 trillion, while gross interest costs climbed to $1.36 trillion. Washington is now spending approximately $2.9 billion EVERY DAY in net interest, and that money does absolutely nothing to reduce the outstanding principal.

The interest expense alone has surpassed the entire national defense budget. Net interest is now the third-largest federal expenditure behind Social Security and Medicare, exceeding spending on Medicaid, veterans’ benefits, and numerous other government programs. Interest costs increased 8% over the previous fiscal year, while federal revenue increased only 3%. Washington collected more money from taxpayers, yet the cost of servicing its accumulated debt rose nearly three times as fast. Approximately 19 cents of every dollar collected by the federal government is now consumed by net interest payments. That money cannot build infrastructure, improve education, or provide additional services because it is being transferred to creditors for debts incurred by previous administrations and Congresses.

The United States is now borrowing trillions annually while paying nearly $3 billion every day in net interest on its existing debt. That is an extraordinary financial burden for a government that continually promises the public more spending, more programs, and more benefits without explaining how any of it will ultimately be financed. The politicians have created a system where yesterday’s borrowing demands today’s taxes, and today’s borrowing guarantees an even larger interest bill tomorrow. They are not solving the debt problem. They are financing the cost of refusing to solve it.


Die deutlichen Hinweise dafür, dass “ukrainische” Drohnen für Angriffe auf Russland im Baltikum gestartet werden

Ich habe in Tacheles-Sendungen und auch Artikeln immer wieder berichtet, dass es den Verdacht gibt, dass zumindest ein Teil der angeblich ukrainischen Drohnen, die das russische St. Petersburg und den Nordosten Russlands angreifen, nicht etwa in der Ukraine, sondern in den baltischen Staaten gestartet werden.

Dafür gibt es mehrere Gründe. Zum einen habe ich aus informierten Kreisen gehört, dass zumindest ein Teil der Drohnen im Baltikum gestartet werden, aber das können natürlich auch unwahre Gerüchte sein. Wichtiger ist hingegen das Argument, dass die Reichweite zumindest eines Teils der dafür eingesetzten ukrainischen Drohnen gar nicht ausreicht, um die Strecke von der Ukraine bis nach Petersburg mit dem zusätzlichen Gewicht eines scharfen Sprengkopfes zurückzulegen.

Litauen behauptete, dass eine mit Sprengstoff beladene ukrainische Drohne, die genau an dem Tag, an dem der groß angelegte ukrainische Angriff auf Sankt Petersburg stattfand, auf seinem Staatsgebiet abgestürzt ist, aus Polen in das Land eingedrungen sei, während Polen erklärte, es werde die Ukraine nach Bekanntwerden dieser Nachricht um eine Erklärung bitten. In Russland hegen einige seit langem den Verdacht, dass die Ukraine Drohnen über den Luftraum der NATO fliegen lässt, um Angriffe auf die zweitgrößte Stadt des Landes zu ermöglichen. Dieser jüngste Vorfall untermauert diese Vermutung.

Es gibt drei Gründe für die Vermutung, dass dies der Fall ist. Erstens sind die polnisch-ukrainischen Beziehungen nach wie vor angespannt, nachdem Selensky im späten Frühjahr die Verantwortlichen der OUN-UPA für den Völkermord im polnischen Wolhynien mit staatlichen Zeremonien bedacht hatte. Daher könnte es sein, dass Polen es nicht riskieren möchte, wegen ukrainischer Drohnen, die seinen Luftraum überfliegen, einen schwerwiegenden Sicherheitsvorfall mit Russland zu provozieren – selbst wenn es ihnen den Überflug zuvor erlaubt hat.

Zweitens: Auch wenn ich hier argumentiert habe, dass ukrainische Drohnen gelegentlich den Luftraum des neutralen Weißrusslands überfliegen, können sie dennoch von Russland verfolgt und später abgefangen werden.

Und schließlich umgeht die Ukraine durch die Nutzung Litauens als Startplatz für Drohnen gegen Russland die oben genannten Hindernisse für ihre Pläne, und dank der geografischen Lage können alle Beteiligten, falls etwas schiefgeht und das aufgedeckt wird, wie es gerade geschehen ist, entspannt bleiben und so tun, als wären die ukrainischen Drohnen über Polen nach Litauen geflogen. Wie dem auch sei, diese mögliche Vereinbarung ist für Litauen dennoch unglaublich riskant, wenn man bedenkt, dass das Land sowohl an die russische Exklave Kaliningrad als auch an den Verbündeten Weißrussland grenzt und somit sehr anfällig für Vergeltungsmaßnahmen ist.


Relax, It’s Only an Exxon Valdez on Steroids

Good news from the Persian Gulf: the war is going so well that the sea itself has joined the fight. While Washington’s experts debate missile counts and the price of oil (around $115 for Brent on Friday, in case anyone in the White House is still checking), Karl Miller, who is actually on the ground in the Gulf, sent me a note this week that nobody in the briefing rooms seems to have read. Don’t underestimate the damage to the world’s crude tanker fleet, he wrote, and don’t underestimate the pollution now spreading through the Gulf and down the coast of Oman. “It’s an Exxon Valdez on steroids,” he told me. “This is a catastrophe in its own right.””

Meanwhile, the world has discovered that you can’t actually move oil without ships. Who knew? In early January, chartering a VLCC on the benchmark Middle East to Far East route cost about $30,000 a day. By early October, according to Poten, it cost $1.3 million a day, a modest 43-fold increase. On October 8 it hit a record $1.4 million a day. For a few days this month, Bloomberg noted, renting a supertanker cost more than launching a rocket into space. Freight alone now adds about $33 to the delivered price of a barrel. In January it added $1.73.

Why? Partly because ships keep getting sunk, burned and sent to the repair yard from a fleet that had zero spare capacity to begin with. Partly because, with Hormuz restricted, tankers are stuck shuttling and pumping oil from ship to ship in the Gulf of Oman, a process the head of Vitol called “very inefficient” before observing that “there is really not quite enough shipping to go around.” And partly because shipowners have developed an irrational reluctance to sail a $100 million ship full of two million barrels of crude into waters where Iran keeps a target list. Cowards, all of them.

Now for the punch line, courtesy of Miller. When the smoke clears, the country sitting prettiest on the water will be Russia. For years, while Washington and Brussels were busy sanctioning Russian oil, Moscow and its friends were quietly buying up tankers, mostly older midsize ships, to build the so-called shadow fleet. Ukraine’s government counted 1,337 of them as of February. Western capitals called it a sanctions-evasion network. In a world that suddenly can’t find enough tankers, it is called a fleet.

And the West has already come crawling. In March, the U.S. Treasury temporarily lifted restrictions on selling Russian oil sitting on detained tankers, for the sake of “stability in global energy markets.” This month, the President of the United States personally negotiated a deal to buy Russian diesel. Four years of sanctions, followed by asking Putin for fuel. Bravo.

To be fair, the shadow fleet has its own charms. The tanker leaking all over Oman’s nature reserve, the Caroline Bezengi, is believed to be one of Russia’s: old, opaquely owned and, by most accounts, insured by somebody’s cousin. So the shadow fleet is both Russia’s trump card and a floating environmental time bomb that nobody is accountable for. Naturally, the bill for that lands on the beaches of Oman and the UAE, not in Moscow.

So let’s review. We have shot up the world’s supertanker fleet. We have turned the Gulf and the coast of Oman into an oil-slicked bathtub. We have put the drinking water of tens of millions of people at the mercy of the wind and a few seawater intakes. And we have handed the biggest stock of spare tankers to the one country Washington spent four years trying to sanction into oblivion. Miller summed up the outcome for the rest of the world in a word I can’t print in a family publication. I’ll paraphrase: when this settles, Russia comes out on top, and the rest of us are in very deep kimche. Mission accomplished.


⭐️⭐️
Vollziehen die USA eine Richtungsänderung?

Sun Tse nicht gelesen oder nicht verstanden
Die Chancen, dass die Amerikaner ihre Position im Nahen Osten auch nur halten können, erachte ich als gering. Die Amerikaner haben die Iraner, Ansarallah, Hamas und Hisbollah komplett unterschätzt und die Israelis überschätzt. Das Leben und die Geschichte zeigen immer wieder, dass die Unterschätzung des Gegners zum Untergang führen kann; einer der Belege dafür war Deutschland, als es die Sowjetunion überfiel. Trump sprach über den Iran, wie Hitler über die Sowjetunion.

Der 2’500 Jahre alte Standartwerk der Kriegskunst – die Kunst des Kriegs von Sun Tse – wird viel zitiert, an den amerikanischen Militärakademien gelehrt, aber offensichtlich nicht verstanden oder umgesetzt. Das Kennen des Gegners und seine eigenen Stärken und vor allem Schwächen ist die wohl wichtigste Voraussetzung, einen militärischen Konflikt zu gewinnen.

Israel wird als Nazi-Staat den Persern, Arabern und Türken gegenüberstehen – allein.

Die Israelis, die von sich behaupten das Volk der Juden zu sein – wobei ich dieser Behauptung widerspreche – haben sich seit 1948 in Genozid geübt, ab 2023 diese Gemetzel zu einer perversen Kunst erhoben und stehen den Nazis darin in nichts nach. Wobei ich anfügen möchte, dass die Nazis diese Verbrechen im Verborgenen, die Israelis jedoch diese horrenden Taten in aller Öffentlichkeit begehen und darauf noch stolz sind. Die zionistische, mit Milliarden gespeiste Propagandamaschinerie kommt selbst im Westen ins Stocken, obwohl praktisch jedes Medium im Westen diesen Genozid unterstützt. Selbst die Schweizer Weltwoche, deren Verleger Roger Köppel immer wieder betont, dass er immer die Gegenposition des Mainstreams ergreift, tut dies in diesem Fall nicht – er fördert mit Inbrunst den Völkermord, indem er ihn verneint und das Projekt Grossisrael als Friedens- und Demokratieprojekt verkauft.

Abgesehen von diesen unappetitlichen, den Genozid fördern Menschen, mag niemand die Israelis. Wie auch, wenn die grosse Mehrheit der israelischen Bevölkerung den Genozid unterstützt. Vom Westen verschwiegen, verweigern folgende Staaten die Einreise israelischer Bürger: Afghanistan, Algerien, Bangladesch, Brunei, Iran, Irak, Kuwait, Libanon, Libyen, Syrien, Jemen, Malediven. Erschwert wurde die Einreise von Malaysia, Pakistan, Oman und Saudi-Arabien. Das hat nicht nur mit Israel als Staat zu tun; vielmehr kursieren tausende von Videos über israelische Touristen, die sich als “Herrenmenschen” unmöglich aufführen  – so etwa in Thailand, wo viele Restaurants keine Israelis mehr bedienen. Da die meisten Menschen zu ignorant sind, zwischen Zionisten und Juden zu unterscheiden, kommen die Juden einmal mehr unter die Räder und werden für das unmögliche Verhalten Israels, eines zionistischen Projekts, verantwortlich gemacht; dazu mein Artikel “Anti-Zionismus ist nicht Antisemitismus”.

Ich gehe davon aus, dass das Problem Israel von den Opfern selbst gelöst wird. Falls sie Gegenrecht bei der Wahl der Mittel anwenden, so kann man sich auf etwas gefasst machen.

Eine neue Strategie der USA – Russland als Fürsprecher im Nahen Osten

Es ist immer dumm, den Gegner zu unterschätzen und es wäre naiv, gefährlich und falsch, die strategischen Überlegungen der Amerikaner am dummen Geschwätz von Trump zu messen. Eine intelligente Strategie der USA in dieser schwierigen Situation könnte es tatsächlich sein, dass sie den Russen – in naher Zukunft – durch den Entzug von Unterstützung für die Ukraine und die sie unterstützenden Europäer in der Ukraine freie Hand geben, was zu einem zeitnahen Frontzusammenbruch der Ukrainer führen würde und die Russen zeitnah militärisch obsiegen liess.

Aufgrund der gegenwärtigen Lage und der Kräfteverhältnisse im Nahen Osten ist es wahrscheinlich, dass die Amerikaner die Vorherrschaft über eine der reichsten Regionen in der Welt verlieren werden: Nach dem Fall des Hauses Saud und der Golfsaaten, werden die USA ihre Militärbasen in dieser Region verlieren und sie werden versuchen ihren geschäftlichen Einfluss – etwa durch Förderungslizenzen, beizubehalten, welche sie dann wohl von den Nachfolgern erwerben wollen. Ohne den Einfluss eines mächtigen Fürsprechers wird dies nicht möglich sein. Als Fürsprecher kämen im neuen Nahen Osten die Türken, die Iraner, die Chinesen oder die Russen in Frage. Präsident Erdogan ist keine weise Wahl – er ist etwa so zuverlässig wie Trump; die Iraner, die die USA mehrmals angegriffen haben, ebenfalls nicht. Die Chinesen sind zweite Wahl, da sie in amerikanischen Augen der Hauptgegner der USA sind. Die Russen bieten gute Gewähr, schon aufgrund der Tatsache, dass sie bei internationalen Verträgen immer Wort halten. Das mag so gar nicht zur westlichen Propaganda passen, aber Präsident Clinton sagte am 25. September 2013: „He kept his word in all the deals we made.“ Auf die Frage, ob Putin jemals eine persönliche Vereinbarung mit ihm gebrochen habe, antwortete Clinton: „No, he did not.“

Die Amerikaner haben somit gute Gründe, mit den Russen auf gut Wetter umzuschalten.

Die Konsequenzen für die europäischen Staaten, die NATO und die EU werden bitter sein

Die Amerikaner würden damit Europa im Stich lassen, die NATO aushöhlen und die EU als Machtzentrum ausschalten. Verlassen die USA Europa, so wird Europa die Kosten gegen einen (Fantasie-)Feind nicht finanzieren können, von der Bereitstellung von Truppen ganz zu schweigen.

Der bellikoseste Vertreter in Europa ist Friedrich Merz, der im wirtschaftlich am Abgrund stehenden Deutschland die russische Gefahr zur Priorität Deutschlands erhebt.

«Meine grösste Sorge gilt NICHT unserer Wirtschaft. Meine grösste Sorge gilt dem Einfluss, den Russland auf unsere Gesellschaft ausübt.»

Das grenzt an Irrsinn, da die Deutschen ganz und gar nicht gegen die Russen in den Krieg ziehen wollen. Oder kein Irrsinn?

Möglicherweise folgt Merz Hermann Göhring, der sagte:

„Natürlich will das einfache Volk keinen Krieg – weder in Russland noch in England noch in Amerika und auch nicht in Deutschland. Das versteht sich. Aber schließlich sind es die Führer eines Landes, die die Politik bestimmen, und es ist immer leicht, das Volk mitzuziehen … Man braucht ihm nur zu sagen, es werde angegriffen, und die Pazifisten wegen mangelnden Patriotismus und wegen Gefährdung des Landes anzuprangern. Das funktioniert in jedem Land gleich.“ – Hermann Göhring, 18. April 1946

Das Blut in den Adern der europäischen Völker beginnt zu kochen: Niemand hat ihnen gesagt, dass sie wegen der aggressiven Haltung gegen Russland untergehen würden. Zeugnis davon sind die Unruhen in Frankreich, Italien und Albanien – sie werden sich geographisch und in ihrer Intensität ausbreiten.

Das sind keine Voraussetzungen, um zu überleben, geschweige denn zu gedeihen. Dank der Propaganda der westlichen Medien, riechen die meisten Europäer dennoch den Geruch des Untergangs noch nicht.

Geschieht kein Wunder, wird Europa zum Armenhaus und dann werden die Amerikaner mit Firmen wie BlackRock zurückkommen und Europa für 10 Cents pro Dollar aufkaufen – und gleichzeitig die Freundschaft ausrufen. Wie war das noch mal mit dem Zweiten Weltkrieg und der freundlichen Rettung Europas durch die USA?


🇨🇭🤡
30 Jahre Partnerschaft für den Frieden: Reise der Botschafterinnen und Botschafter von NATO-Staaten in die Schweiz

Seit 30 Jahren beteiligt sich die Schweiz an der Partnerschaft für den Frieden (Partnership for Peace, PfP) der NATO. Die 1996 begründete Partnerschaft hat sich als wertvoller Rahmen für die internationale sicherheitspolitische Zusammenarbeit bewährt. Sie ermöglicht der Schweiz einen regelmässigen Austausch mit der NATO und den NATO-Staaten und bildet die Grundlage für eine Zusammenarbeit in beidseitigem Interesse.

Anm. d. Red.: “…für den Frieden” – während die gleiche NATO zum grossen Hallali gegen Russland blässt. Ironie sollte man beherrschen…

Anlässlich dieses Jubiläums reisten die Ständigen Vertreterinnen und Vertreter von 27 der 32 NATO-Mitglieder in Brüssel in die Schweiz. Das Besuchsprogramm gab ihnen Einblick in zentrale Bereiche der Schweizer Sicherheitspolitik. Im Fokus standen das Thema Innovation mit einem Besuch des Innovationscampus der ETH, der Schutz kritischer Infrastrukturen, das Kompetenzzentrum der Schweizer Armee für die internationale militärische Friedensförderung, Resilienz und Bevölkerungsschutz sowie die Rüstungsindustrie anhand eines Austauschs mit mehreren Schweizer Firmen und Start-Ups. Weitere Programmpunkte widmeten sich der Armee und dem Schweizer Milizsystem. Die Delegation besuchte eine Armeeübung, das Cyberkommando sowie das Drohnen- und Robotikzentrum von armasuisse. Durch den Besuch konnte die Schweiz aufzeigen, wie sie als neutrales Land konkrete Beiträge zur internationalen Sicherheit leistet und zugleich ihre eigenen Fähigkeiten weiterentwickelt.

Anm. d. Red.: Oh Schweiz, du bist aber ein ganz braves Kerlchen! Lass’ dir etwas auf den Kopf klopfen und die Wangen streicheln… Gib’ Pfötchen…!

Der sicherheitspolitische Kontext der Schweiz hat sich in den vergangenen Jahren grundlegend verändert. Der Krieg Russlands gegen die Ukraine stellt eine Zäsur dar und hat die Bedrohungslage in Europa nachhaltig verschärft. Mit der Sicherheitspolitischen Strategie 2026 trägt der Bundesrat dieser Entwicklung Rechnung. Sie setzt auf eine stärkere Widerstandsfähigkeit der Schweiz, verbesserte Schutz- und Präventionsmassnahmen, die Weiterentwicklung ihrer Verteidigungsfähigkeiten sowie eine stärkere internationale Zusammenarbeit im Bereich der Verteidigung. Die Programmpunkte der Reise verdeutlichen, wie diese Bereiche ineinandergreifen und wie die Schweiz zur eigenen Sicherheit und zugleich zu den Prioritäten der NATO beitragen.

Anm. d. Red.: …wo bleibt eigentlich die Diplomatie in der Aufzählung? Und wie konkret wurden wir in den vergangenen Jahren “widerstandsfähiger”? Ich dachte, wir sind nicht verteidigungsfähig? Wie passt das mit der “Weiterentwicklung der Verteidigungsfähigkeiten” zusammen? Ist das eine negative Weiterentwicklung?