Geopolitische Wochenschau 32/26 – Entlarvender Westen

Weitere Netzfunde in der wöchentlichen Zusammenstellung.

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The Galling Gallium Chokehold: Why the US Cannot Produce Precision Missiles and Fully-Functional F-35s

The substance of his video briefing is shocking and alarming, at least for US policymakers and weapons manufacturers. There is a single thread running from the empty nose cones of America’s newest stealth fighters to the laboratories where China is building the internet of the 2030s. That thread is gallium — a soft, silvery byproduct of aluminum refining that almost no one outside a materials-science department thinks about, and that the United States does not produce at all.

The top line from the US Geological Survey is stark: the United States has had no primary domestic gallium production for decades, and its net import reliance sits at 100 percent. China, by contrast, controls the overwhelming majority of global output — figures commonly cited run from 94 to 98 percent of raw production. The reason is structural, not incidental. Gallium is extracted as a byproduct of bauxite and zinc processing, industries China dominates. A country cannot simply decide to make gallium; it must first build the aluminum and zinc industries that yield it, then the extraction, refining, wafer, and packaging lines on top. That is a decade-plus undertaking, not a budget line.

This dependency became a weapon in December 2024, when Beijing banned exports of gallium, germanium, and antimony to the United States, explicitly prohibiting sales to US military end-users. It was retaliation for American semiconductor export controls, and it landed on a Pentagon that, by the USGS’s own accounting, had no gallium in the National Defense Stockpile to fall back on.

F-35s built from Lot 17 onward are being delivered with counterweights, literal ballast, in their nose cones where radars belong. Reporting has put the number affected in the hundreds.

The vulnerability extends well past one airframe. Gallium nitride underpins the high-power jammers on the EA-18G Growler, the F-35’s own electronic-warfare suite, and the large ground-based radar arrays of the kind destroyed during the fighting in the Persian Gulf. The Pentagon’s supply chains reportedly touch Chinese suppliers across a vast share of weapons components — the dependency is systemic, not a single point of failure.

Today, U.S. contractors cannot reliably put advanced radars on hundred-million-dollar aircraft, in part because China controls a metal America stopped producing forty years ago. Ten years from now, on current trajectory, anyone who wants the best phones, drones, or robots may find the critical components — and the standards they run on — routed through that same country. Supply chains are the whole game, and so are the researchers who turn raw materials into markets. That is the argument, and the uncomfortable part is how much of it is simply true.

Anm. d. Red.: Wir dürfen davon ausgehen, dass andere Hersteller sehr ähnliche Probleme mit ihrer Supply-Chain haben, schliesslich werden immer mehr “Seltene Erden” in High-Tech-Produkten verbraut. Dazu gehören auch Raketen, Marschflugkörper. Die Frage verschiebt sich damit fundamental: Weg von “Haben wir das Geld” zu “Können die Lieferanten überhaupt in nützlicher Zeit liefern?” (ganz abgesehen davon, ob es mit dem Zeitplan dann auch noch aufgeht)


Das taube, stumme und blinde Imperium der Piraterie

Die Art und Weise, wie der Iran mit einer äußerst disziplinierten Strategie das gesamte amerikanische Militärökosystem in Westasien demontiert, ist von bemerkenswerter Konsequenz.

Die gesamte CENTCOM-Unterstützungsinfrastruktur ist (verheerenderweise) legitimes Ziel: von kostspieligen Frühwarnradarsystemen bis hin zu vollständigen Luftverteidigungssystemen; von Hangars bis zu Logistikzentren; von Treib- und Munitionslagern bis zu vorgeschobenen Stützpunkten; von Marine- und Seeüberwachungsanlagen bis zu Geheimdienstsammel- und Kommunikationsknoten.

Es gibt bereits eine Greatest-Hits-Liste quer durch das gesamte Spektrum. Mit dabei: Tower 22 – das Operationen in al-Tanf unterstützt; die Muwaffaq-Salti-Luftwaffenbasis – die US-amerikanische Flugzeuge für vielfältige Operationen beherbergt; Erbil im irakischen Kurdistan, das Geheimdienstoperationen und Spezialoperationen unterstützt; Bahrain, das bekanntlich das Hauptquartier der Fünften Flotte der US-Marine beherbergt; Kuwait – ein gewaltiges Logistik- und Aufmarschgebiet; und Katar – das das vorgeschobene Hauptquartier von CENTCOM sowie die größte amerikanische Luftwaffenbasis in Westasien beherbergt.”

Angriffe auf all diese Knoten untergraben unaufhörlich den Mythos amerikanischer Machtprojektion.

Der Iran weiß, wo sich alles befindet – auf den Millimeter genau. Es bedarf keiner aufwendigen Fototermine im Stil von Shock-and-Awe, die den Nachrichtenzyklus beherrschen. Was zählt, ist die chinesische Folter des stetigen Degradierens feindlicher Kapazitäten; die Strategie ist schmerzhaft methodisch und schmerzhaft präzise.

Kein Wunder, daß das Imperium der Piraterie in Katatonismus verfällt. Was tut man, wenn die massiv teuren und nahezu unersetzlichen Erfassungs- und Überwachungsgeräte zu Asche werden? Wenn die Bildschirme in tiefe Dunkelheit sinken? Wenn das arrogante imperiale Selbstvertrauen der gesamten Befehlskette in Echtzeit torpediert wird?

Die iranische Kriegsführung ist ein hochentwickeltes Gemisch, das möglicherweise noch an westlichen Militärakademien studiert werden wird. Alles logisch miteinander verknüpft – von der Zerstörung feindlicher Unterstützungsinfrastruktur bis zur stetigen Degradierung von Geheimdienstkapazitäten, Überwachung und Aufklärung; von der Zermürbung der Luftverteidigungsbestände und Abfangkapazitäten bis zur weitreichenden Störung der Logistik.

Und all das ist höchst kosteneffizient – freilich nicht für das angreifende Imperium, denn jeder (fehlfunktionierende) Patriot kostet Millionen von Dollar und kann schlichtweg nicht Dutzende verschiedener Standorte gleichzeitig verteidigen.

Kurz gesagt: So sieht die systematische Degradierung der gesamten regionalen Architektur aus, die es den USA und ihren Vasallen ermöglicht, in Westasien Militärmacht zu projizieren. Vor aller Augen des Globalen Südens. Das Handbuch liegt für alle offen, live, in Echtzeit.

Der Globale Süden muß nur die Satellitenbilder der sprichwörtlichen Krater quer durch Kuwait, Katar, Bahrain und die Vereinigten Arabischen Emirate betrachten. Und der Iran hat noch nicht einmal richtig angefangen. Sollte der Iran Katars verbliebene LNG-Anlagen vernichten, würde der Großteil des Planeten für mindestens ein Jahrzehnt kein LNG aus Doha mehr erhalten – ganz zu schweigen vom Helium für die Mikrochipfertigung.

Die massive Demütigung, eine jener milliardenteuren sitzenden Enten zu treffen und außer Gefecht zu setzen, wird für den geeigneten Zeitpunkt aufgespart. Und wie allgemein bekannt ist, bestimmt der Iran den Takt – und die Zeit steht auf seiner Seite.

Zur Neige gehen also nicht nur die weltweiten Ölreserven und das Strategische Erdölreservat (SPR) der USA. THAADs, Patriots, JASSMs, Tomahawks – alles geht zur Neige.

Und dann ist da noch Ansarallah und die jemenitischen Streitkräfte – nun auf vollem Vormarsch, Saudi-Arabien in eine suizidale Eskalation hineinzuziehen, nachdem die Gleichung einseitiger Luftabschreckung durchbrochen wurde.

Die Kosten jeder Konfrontation zwischen Ansarallah und Riad buchstabieren für das Imperium eine Devastation Row: der toxische Doppelschlag aus turbobetriebenen Ölpreisen und die sprichwörtliche gemeinsame „Störung“ der Schiffahrt und des Handels in der Straße von Hormus und im Bab al-Mandab. Es gibt keinen Ausweg für die Saudis aus dieser strategischen Falle – die sie sich selbst bereitet haben.

Selbst leere Tanker, die den Hafen von Yanbu am Roten Meer ansteuern, werden vom Jemen durch den Bab al-Mandab nicht durchgelassen. Verbindet man das mit der de facto Strangulierung der Ost-West-Pipeline, ist Saudi-Arabien vollständig gelähmt – ungeachtet der Fluten von Propagandaspin.

Jemen hat dort getroffen, wo es wirklich schmerzt. Saudi-Arabien verfügt lediglich über vier Hauptölterminals und zehn Hauptraffinerien. Abgesehen von Jizan – dessen Treibstofftanklager bereits in Brand gesetzt wurden – sind sie in drei äußerst günstige Zielzonen gruppiert. Jemen kann den westlichen Teil mühelos in Schutt und Asche legen, der irakische Widerstand den östlichen.

Jemen verfügt über alles, was nötig ist, um den Ost-West-Pipeline-Korridor/das Ölterminal Yanbu sowie den Umweg über den Suezkanal mit lediglich einigen ballistischen Raketen lahmzulegen – und spart sein Bestes sowie seine ISR-Kapazitäten für das auf, was als nächstes kommen mag.

Im größeren Bild bleiben die ineinandergreifenden strategischen eurasischen Partnerschaften zwischen Rußland, China und dem Iran voll wirksam. Das bedeutet: Rußland und China unterstützen in der Praxis die Achse des Widerstands.

Der Iran nutzt das russische Murmansk-System – das GPS unaufhaltsam stört und amerikanische/israelische Raketen blendet.

Der Iran nutzt auch das chinesische Beidou – das GPS-Äquivalent, von den Amerikanern nicht störbar, und das iranischen Raketen und Drohnen Präzision auf den Zentimeter genau verleiht.

Und der Iran nutzt das russische Kometa: elektronische Chips, mit denen Raketen und Drohnen ausgestattet sind und die in der amerikanischen elektronischen Kriegsführung Chaos anrichten.


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Der Sommer als der Frieden starb

Neben zahlreichen Konflikten in Afrika toben zurzeit zwei grosse Konflikte, einer in Europa und einer im Nahen Osten. Beide wurden über Jahrzehnte von langer Hand vorbereitet. Das westliche Narrativ zeigt bei klügeren Menschen im Westen Haarrisse, was dazu führt, dass die westliche Propaganda immer aggressiver wird, um das Steuer der Volksmeinungen noch einmal herumzureissen.

Andererseits werden wichtige Meldungen unterschlagen, so etwa die Sanktionierung von 14 europäischen Unternehmen (Lafert S.p.A., Rheinmetall AG, Tatra Trucks, Vigo Photonics, Cavok UAS, Antraco Chemie-Handelsgesellschaft and Sindlhauser Materials u.a.), durch China. Bei ihnen handelt es sich um Rüstungsunternehmen oder -zulieferer. Diese Meldung hat es in sich und wird die Aufrüstung Deutschlands schwer behindern.

Diese beiden komplett verschiedenen Beispiele illustrieren das Wesen der westlichen Medien – sie vermitteln ihren Konsumenten das Bild, dass im Westen «der Laden läuft» und die Feinde am Untergehen sind. Dies zeitigt Wirkung: Spricht man mit Bürgern aus Europa, so scheinen Sommerhitze und Fussball Weltmeisterschaft die wichtigsten Dinge im Leben zu sein.

Ich habe mich jahrzehntelang gefragt, wie es möglich war, dass die betroffenen Bevölkerungen nichts von den herannahenden Katastrophen von 1914 und 1939 gemerkt haben; das aktuelle Geschehen eröffnet mir einen Blick in die Geschichte in einer Klarheit wie nie zuvor.  Die Medien dienen dazu, die Menschen «bei Laune» zu halten, mehr nicht. Die pechschwarzen Wolken, die sich über Europa auftürmen, sind jedoch echt und die Destabilisierung ist erkennbar.

Die Katastrophe, der wir gegenwärtig ins Auge sehen, ist das Ergebnis von zahlreichen Faktoren und Einflüssen, die von den Wenigsten als das erkannt werden, was sie sind: Katalysatoren für die Zersetzung der Welt, wie wir sie bis heute kannten. Seit geraumer Zeit macht sich unter Analysten eine grosse Überforderung breit. Ich spüre sie täglich, denn die destabilisierenden Faktoren sind zahlreich und beeinflussen sich gegenseitig.

Dazu kommt, dass die westlichen Parteien nachvollziehbarerweise nur jene Faktoren zur Sprache und ins Spiel bringen, welche ihre Position stärker aussehen lassen. Hinzu kommt, dass sie gegeneinander agieren, sie sich also zunehmend machtpolitisch gegenüberstehen.

Das gesamte herrschende Chaos nur Trump in die Schuhe zu schieben, wäre jedoch ein Fehler. Vielmehr hatte er nach Joe Biden eine geschichtsträchtige Chance, vieles richtig zu machen und Druck aus dem Dampfkochtopf der Geopolitik zu nehmen. Diese Chance hat er vertan, da er der Meinung war, durch Chaos das Blatt für die USA als Hegemon noch einmal wenden zu können. Dazu kommt, dass amerikanische Präsidenten kaum Einfluss auf die Aussenpolitik der USA haben.

Trump ist schlussendlich nur eine Marionette. Und als solche ist er aufgrund seines Charakters und seiner vielen Leichen im Keller gut führ- und formbar. Seine Kollegen in Europa stehen ihm diesbezüglich in nichts nach.

Was ich vor über einem Jahr befürchtete, ist eingetreten. Inzwischen haben die USA den Iran zum dritten Mal überfallen, im Juni 2025 sowie im Februar 2026 gemeinsam mit Israel während diplomatischer Verhandlungspausen – ein Bruch diplomatischer Gepflogenheiten von nicht zu überblickender Tragweite – und jetzt im Sommer zum dritten Mal. Wohlgemerkt nach Unterzeichnung eines MOU, eines Memorandum of Understanding, das als Fachwerk für einen Frieden dienen sollte; siehe auch «Iran ringt die USA nieder – Gedanken». Israel als treibende Kraft neben den USA wird erst dann wieder einen diplomatischen Wert haben, wenn es in der gegenwärtigen Form nicht mehr existiert; mehr ist zu diesen genozidalen Psychopathen nicht zu sagen.

Daneben scheinen die USA nicht das geringste Interesse daran zu haben, eine Einigung zwischen Russland und Europa zu erreichen. Nachdem es im August 2025 schien, zwischen Trump und Putin in Anchorage einen «Spirit», ein grundsätzliches Verständnis zwischen den Parteien erreicht zu haben, befeuert Trump gegenwärtig nach Kräften den direkten Krieg gegen Russland. Seine Unterstützung der Ukraine mit Satellitendaten zum Angriff von tief in Russland gelegenen zivilen Zielen, erfolgt nicht mehr versteckt, sondern offen.

Europa seinerseits besteht aus einer Diktatur von zwei Blondinen in Brüssel, welche einen pathologischen Hass gegenüber Russland hegen und den Genozid Israels offen unterstützen, einem Westentaschen-Hitler in Berlin, der Deutschland aufrüsten will, obwohl nur 0.17% der befragten Bevölkerung dazu bereit ist, Militärdienst zu leisten, einem geschundenen Ehemann mit Grossreichkomplex französischer Art und einer Londoner City, die seit Jahrhunderten ihren Traum vom Untergang Russland träumt.

Die weltweite Verschuldung lag 2008 bei 164 Billionen US-Dollar und wurde als Urheberin der Finanzkrise identifiziert. Man arbeitete an diesem Problem, doch nicht sehr erfolgreich: Heute beträgt die Verschuldung 363 Billionen US-Dollar und hat sich damit verdoppelt statt halbiert. Schliesslich beruhen die Werte in den Märkten – Aktien, Obligationen und Rohstoffe – auf der Prämisse, dass Frieden herrscht; ein Blick auf die Welt lässt anderes vermuten. In der gesamten Geschichte der Finanzmärkte war noch nie so viel warme Luft im System, in einem System, das von Gier und der damit verbundenen Dummheit getrieben ist.

Kriegsverbrechen gab es schon immer – auch Genozide. Was die heutige von früheren Situationen unterscheidet ist der Umstand, dass Kriegsverbrechen und Genozid in aller Öffentlichkeit begangen, beschwiegen und somit stillschweigend akzeptiert und unterstützt werden – sowohl von der Politik als auch von den grossen Medien. Als Schweizer wische ich vor der eigenen Tür und habe mehrmals nachgewiesen, dass das Wochenmagazin «Weltwoche» in Sachen Genozidförderung in der Schweiz an erster Stelle steht. Diese vollkommen unkritische Pro-Israel-Haltung kostete ihm viele Abonnements. Mit seiner derzeitigen Konzentration auf Russland mit vielen Interviews versucht es diese Verluste auszugleichen.

Im Gegensatz zu 1945 werden sich die betroffenen Personen und auch die Bevölkerungen nicht darauf berufen können, sie hätten davon nichts gewusst.

Die Kriegsverbrechen des Westens sind unzählig: Gaza, Libanon, Westbank (Genozid); Iran, Kursk, zivile Ziele in Russland zuhauf. Die Liste ist endlos. Dazu kommt, dass jeder tote Russe in den westlichen Medien abgefeiert wird, selbst der Tod von Kindern, Frauen und alten Menschen.

Wie reagieren die Bevölkerungen auf diese unsägliche Haltung von Politikern und Medien? Man schaut weg, sehr wahrscheinlich, um den eigenen, inneren Frieden nicht zu stören. Ein Phänomen, das man bereits vor 90 Jahren in Deutschland beobachten konnte. Smartphones sind allerdings überall verfügbar, so dass diese Verbrechen minutiös festgehalten werden. Es wird der Tag kommen, an dem sich die Menschen im Westen mit der Frage konfrontiert sehen werden: Warum habt Ihr geschwiegen – so wie damals? Das wird für die betroffenen Gesellschaften, die alle im Westen liegen, katastrophale Folgen haben.

Beurteilt man die Parteien faktisch-objektiv, so führen gemäss dem Ukraine Support Tracker 41 Länder Krieg gegen Russland oder unterstützen sie in verschiedenen Ausprägungen in ihrem Kampf gegen Russland, auch die Schweiz. Parteien im Krieg gegen Russland sind unter anderen: Ukraine (als Plattform), Grossbritannien, Deutschland, Frankreich, Italien, Polen, Belgien, Bulgarien, Dänemark, Finnland, Schweden, Kroatien, Luxemburg, Malta, Niederlande, Portugal, Slowakei Tschechien, Slowenien, Ungarn, Zypern, Litauen, Estland, Lettland und die USA.

Im Nahen Osten sind folgende 11 Länder am Krieg beteiligt: Israel, USA, Iran, Iraq, VAE, Kuwait, Syrien, Qatar, Oman, Saudi-Arabien, Yemen.

In Afrika herrscht in folgenden Ländern Krieg: Sudan, Südsudan, Demokratische Republik Kongo, Somalia, Äthiopien, Mali, Burkina Faso, Niger, Nigeria, Kamerun, Mosambik, Zentralafrikanische Republik, Libyen, also insgesamt in 13 Ländern.

Ich bin mir bewusst, dass diese Aufzählung Ungenauigkeiten aufweist und die Beteiligung einzelner Länder diskutierbar ist. Dennoch, man kann mit Fug behaupten, dass der Dritte Weltkrieg Realität ist, wenn man als Massstab die beteiligten Länder nimmt.

Was auch einem weniger geübten Auge auffällt: an praktisch allen aufgeführten Konflikten sind NATO-Staaten beteiligt. Kann es vielleicht sein, dass es die allermeisten, möglicherweise sogar alle diese Konflikte ohne die westliche Hegemonialpolitik gar nicht gäbe?

In meinem letzten Artikel habe ich die Aussagen von Präsident Putin und Aussenminister Lawrow zitiert: Im Gegensatz zu den Amerikanern und Europäern spielen die Russen nicht mit Worten. Wenn sie sagen, das Vertrauen ist endgültig weg, dann ist es weg. Nach dem 2+4-Vertrag, Minsk 1 + 2, Istanbul 2022 und dem Anchorage-Format ist den Russen bewusst, dass eine einseitige Vorbereitung einer vertraglichen Lösung reine Zeitverschwendung wäre. Die russische Führung wird selbstverständlich weiter mit den Gegenparteien sprechen, aber mehr als eine diplomatische Gepflogenheit wird das nicht sein.

Speziell «am Herzen» liegen den Russen die Deutschen. Das letzte Mal kostete der deutsche Irrsinn die Sowjets 27 Millionen Menschen, weit mehr als 50% davon Zivilisten, abgeschlachtet wie Vieh, da die Deutschen mit dem Generalplan Ost für die Arier reinen Tisch machen wollten. Dass Friedrich Merz in Kommunikation und Aufrüstung Adolf Hitler in nichts nachsteht, hat René Zittlau in «Die Manifestation eines politischen und geistig-moralischen Rückfalls» mit Fakten belegt. Die Absichten der beiden russophoben, hasserfüllten und mit diktatorischer Macht ausgestatteten Blondinen in Brüssel – nicht nur gegen Russland, sondern auch gegen die eigene Bevölkerung – sind offensichtlich.

Deckungsgleich präsentiert sich die Situation mit dem Iran, der von den USA und Israel als Aggressor behandelt wird. Wir sind heute bei Krieg Nummer 3, jedes Mal von Trump und Netanjahu vom Zaun gerissen. Die Frage, ob Trump von Netanjahu kontrolliert wird oder die USA Israel kontrollieren, ist eine rein akademische, amerikanische. Fakt ist, dass diese beiden Länder seit 2023 gemeinschaftlich in Gaza Genozid begehen, Syrien, den Libanon und dreimal den Iran angegriffen haben. Der letzte Angriff, unter Verletzung des MOU, hat den Iranern klar gemacht, dass Verhandeln nichts bringt, denn jede Vereinbarung wird von den USA gebrochen werden.

Da keine Einigung erfolgen kann und Russland das Problem an seiner Westgrenze nach vielen Kriegen im Verlauf von Jahrhunderten endgültig einer nachhaltigen Lösung zuführen wird, kann man sich darauf einstellen, dass Russland seine militärische Kontrolle nicht auf die vier Regionen beschränken wird, die neben der Krim bereits zu Russland gehören. Ich gehe davon aus, dass die russische Führung den gesamten oder einen grossen Teil der russischsprachigen Ukraine einnehmen werden und dann das Volk entscheiden lassen wird.

Da heisst jedoch nicht zwingend, dass die Menschen in allen diesen russischsprachigen Gebieten zu Russland gehören wollen Das wird sich in der Zukunft zeigen.

Es ist durchaus möglich, dass sich in diesem Szenario Polen, Rumänien und Ungarn ihre alten Gebiete zurückholen werden. Alle diese territorialen Entscheidungen werden mit Sicherheit nicht ohne Russland entschieden werden.

Die Ukraine ist nach Russland das zweitgrösste Land Europas, mehr als zweimal so gross wie Deutschland. Die Zeiten grosser Panzerkolonnen, die 30 und mehr Kilometer pro Tag vorrückten, sind endgültig vorbei. So wie in den letzten beiden grossen Kriegen sich die Waffentechnik komplett revolutionierte, können wir auch heute eine totale Neuausrichtung beobachten.

Die «Experten» im Westen scheinen von den neuen Realitäten in der Kriegsführung überrollt zu sein oder lügen ihr Publikum an, wenn sie die Geschwindigkeit des heutigen Landkriegs als Schwäche der russischen Streitkräfte auslegen.

Wer denkt, dass es den Russen schlussendlich an der Ausdauer fehlt, ihre Kriegsziele zu erreichen, sollte die Geschichtsbücher zu Rate ziehen. Die Sowjetunion war bei Kriegsbeginn 1941 in einer viel schwächeren Lage als Russland 2022 es war und stand 1945 in Berlin, trotz astronomischer Verluste. Die russische Führung hat bisher eine Militärstrategie verfolgt, die Verluste auf russischer Seite zu minimieren, was dazu geführt hat, dass das Verlustverhältnis Russland-Ukraine bis zu ca. 1:10 betrug.

Die Angriffe Europas in die Tiefen Russlands halten weiter an. Die russische Regierung bezeichnet diese zu Recht als Terroranschläge, welche zwar Opfer unter der Zivilbevölkerung verursachen, aber kaum Einfluss auf den Vormarsch der russischen Truppen in der Ukraine haben. Präsident Putin sah bis jetzt davon ab, gegenüber Europa militärisch zu reagieren, obwohl er dazu berechtigt wäre.

Neben Russland ist der Iran das vom Westen meistunterschätzte Land der Welt. Die Perser sind den Israelis und den Amerikanern mit ihren Hyperschallraketen nicht nur militärtechnisch, sondern auch mental überlegen.

Die Iraner sind einig; ein klarer Hinweis darauf, dass das Volk hinter der Regierung steht, zeigte sich schon allein dadurch, dass über 15 Millionen, einige Quellen sprechen von bis zu 40 Milllionen, Personen den Feierlichkeiten zur Beisetzung des ermordeten früheren Führers Khamenei beiwohnten. Die westliche Propaganda, die behauptet, der Rückhalt der Regierung sei schwach, ist in sich zusammengebrochen.

Nach dem Bruch des MOU durch Trump, sind die Iraner zurzeit nicht verhandlungsbereit. Wie auch, mit einer Gegenpartei, die sich nicht an Vereinbarungen hält.

Die Amerikaner sind in einem riesigen Dilemma. Gemäss Larry Johnson gehen den Amerikanern nicht nur die Luftabwehrraketen, sondern auch die Offensivmunition aus. Dazu kommt, dass sich die Öl- und Gassituation durch die Sperrung von Bab al-Mandab durch die Huthis weiter verschärft hat. Eine Landinvasion durch die USA ist reines Geschwätz von Trump und würde für die Amerikaner in einem Blutbad enden. Das wird wohl auch der Grund sein, warum die Amerikaner seit ein paar Tagen die Angriffe gegen den Iran eingestellt haben.

Die Amerikaner haben auch den dritten Versuch, nach Juni 2025 und Februar 2026, in keiner Weise für sich entscheiden können – sie haben den Krieg verloren, das Prestige der stärksten Militärstreitkräfte ist dahin. Weiter haben sie der Welt gezeigt, dass sie als Verhandlungs- und Vertragspartner wertlos sind. Das wird kolossale, nachhaltige Konsequenzen für die USA haben.

Es ist zu befürchten, dass die USA, Europa und Afrika mit katastrophalen Energiekrisen konfrontiert sein werden und wir spätestens nächstes Jahr mit Hungersnöten in Afrika rechnen müssen. Weiter wird die Chipindustrie leiden. Neben den vielen Toten in Afrika wird die Inflation im Westen grassieren – dank den USA.

Russland wird nichts anderes übrigbleiben, als den Grossteil der Ukraine zu besetzen, um das Problem an seiner Westgrenze nachhaltig zu lösen. Wie lange das geht, weiss niemand. Europa und Amerika werden alles versuchen, um dies zu verhindern und es bleibt abzuwarten, ob und wann Präsident Putin zum Schluss kommt, dass er nur durch einen Schlag gegen die NATO-Länder selbst zum Ziel kommen kann. Durch die neuen Realitäten auf dem Schlachtfeld, das von Drohnen beherrscht wird, ist anzunehmen, dass sich das Tempo des russischen Vormarsches erst dann erhöht, wenn die ukrainischen Streitkräfte kollabieren.

Im Nahen Osten wird es keine Ruhe geben, solange die Forderungen der Iraner nicht erfüllt werden. Doch Israel wird sich dem widersetzen. Es ist denkbar, dass infolgedessen der Staat Israel in der heutigen Form nicht überleben wird, denn Israel in der heutigen Form ist nicht friedensfähig.

Weiter ist denkbar, dass viele Länder bilaterale Abkommen mit dem Iran und den Huthis eingehen werden, um ihre katastrophale Energiesituation abzudämpfen.

Die Amerikaner und die Israelis haben es somit geschafft, den Iran zur grössten geopolitischen Macht im Nahen Osten zu machen.

Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die westlichen Finanzmärkte kollabieren werden; die Zusatzbelastungen aus dem Nahen Osten könnten durchaus zum Auslöser werden. Es kann fünf, zehn oder mehr Jahre dauern, bis wieder Stabilität einkehren wird. Denn die westlichen Zentralbanken werden zuverlässig ihr Allheilmittel einsetzen und solange Geld drucken, bis die FIAT-Währungen komplett kollabieren werden. Die Geschichte zeigt, dass solche wirtschaftlichen Katastrophen zu militärischer Aggression führen. Da wir bereits heute mit Fug von einem Weltkrieg sprechen können, kann man nur erahnen, was passieren wird: Möglicherweise ein Aufbrechen der EU und ein innereuropäischer Krieg, ein Bürgerkrieg in den USA? – Alles ist möglich.

Man muss sich bewusst sein, dass diese Kriege, die sich vorerst direkt gegen Russland und den Iran wenden, schlussendlich China zum Ziel haben werden. Die militärischen Konflikte in Afrika sind nichts anderes als Kämpfe der ehemaligen Kolonialherren, welche diesen reichen Kontinent seit Jahrhunderten ausgesaugt haben, gegen die Chinesen, welche seit Jahrzehnten in Afrika investieren. Die Chinesen sind sich dessen bewusst und bereiten sich militärisch vor – seit Jahrzehnten.

Ich gehe davon aus, dass Kriegsverbrechertribunale in der Zukunft an verschiedensten Orten, wohl an den Tatorten, abgehalten werden, Gaza, Westbank, Libanon, Teheran, Moskau, Kiew, Kursk etc. Professor Mearsheimer sagte vor ein paar Tagen, dass sowohl Netanjahu als auch Trump am Galgen hängen würden, falls man ihr Verhalten nach den Grundsätzen von Nürnberg beurteilen würde. Die Damen und Herren der westlichen Medien sollten bald Fluchtpläne schmieden. Selbst in Nürnberg wurden diese nicht verschont.

Fazit

Der Weltkrieg ist da, der Wirtschaftskollaps wird kommen und die Menschheit sieht einer grausigen und langen Leidenszeit entgegen.