Geopolitische Wochenschau 32/25

Weitere Netzfunde in der wöchentlichen Zusammenstellung.

Neue Informationen bestätigen, dass Israel den Angriff der Hamas bewusst zugelassen hat

Schon kurz nach dem Angriff der Hamas auf Israel gab es reichlich Hinweise darauf, dass Israel von den Plänen wusste und den Angriff zugelassen hat. Nun bestätigen Aussagen israelischer Soldaten diesen Verdacht.

Ein israelischer Soldat gab an, dass er und seine Kameraden, die an einem Militärposten nahe des Gazastreifens stationiert waren, am Morgen des 7. Oktober 2023 den Befehl erhielten, die regelmäßigen und üblichen Patrouillen entlang des Grenzzauns nicht anzutreten, berichteten israelische Medien am vergangenen 17. Juli. Shalom Sheetrit, ein Soldat der israelischen Golani-Brigade, enthüllte diese Anweisung bei einer Anhörung des Komitees der Lobby der Reservisten in der Knesset.

Sheetrit berichtete, dass er in der Nacht vor dem Angriff am 7. Oktober zusammen mit zwei anderen Soldaten, Yotam Sror und Itamar Ben Yehuda, am Funk des Bataillons im Militärposten Pega saß, nahe des Kibbutzim Be’eri.

„Wir vertrödelten um 5:20 Uhr gerade die Zeit am Handy, als plötzlich über Funk eine merkwürdige Mitteilung von meinem Bataillonskommandeur reinkam“, so der Soldat. „Und was er am Funk sagte, klang ungefähr so: Ich weiß nicht warum, aber es wurde der Befehl erteilt, dass es bis neun Uhr morgens keine Patrouillen am Zaun entlang geben soll.“

Sheetrit erklärte weiter, dass die Soldaten des Postens gewöhnlich jeden Morgen Patrouillen entlang des Grenzzauns durchführten, „weil man Teil eines Einsatzbataillons ist, und das gehört einfach dazu“.

Die Hamas griff den Posten Pega während der Operation al-Aqsa-Flut an und tötete dort 14 israelische Soldaten.


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Russland kündigt Ende des „Moratoriums“ für Mittelstreckenwaffen an

Against the backdrop of deliberate steps by the United States, which resulted in the termination in 2019 of the validity and existence of the Intermediate-Range Nuclear Forces Treaty (INF Treaty), as well as in subsequent years, the Russian Federation has been proactively making efforts to promote restraint in this area. In particular, this was reflected in the top-level statements made in 2019-2020, which provided for the voluntary adoption by our country of unilateral self-restrictions precluding the deployment of ground-launched INF-range missiles unless similar US-made missile weapons emerge in the relevant regions of the world. In parallel, Russia directly called upon NATO countries to declare a reciprocal moratorium on deploying weapon systems formerly banned under the INF Treaty, and upon the US allies in the Asia-Pacific to support our efforts in preventing a race of such armaments in the region.

However, we have to state that Russian initiatives have not been reciprocated. The United States and its allies have not only openly declared plans to deploy US ground-launched INF-range missiles in various regions, but have also made significant progress in the practical implementation of their intentions. The increasing body of objective data reveals, in particular, the following: the testing of baseline versions of a wide range of the above-mentioned weapons developed by Washington has mostly completed or is at its final stages; serial production of some of these systems is now underway; the Pentagon is forming and locating specialized units and commands in respective regions to enable the forward deployment and employment of such weapons; the requisite infrastructure is also being prepared to suit these purposes; there is growing evidence that missile systems of the aforementioned range are transferred directly to areas of military exercises conducted jointly with allies outside the US national territory.

Specifically, since 2023, we have observed instances when US systems capable of launching INF-range missiles from land were transported to some European NATO countries for trial use in the course of exercises that clearly had anti-Russian focus. In particular, it includes drills in Denmark involving a mobile (portable) Mk70 launcher.

With regard to the Asia-Pacific, we note that under the pretext of training activities, a Typhon mid-range missile system was brought to the Philippines in April 2024 and is still stationed on the archipelago. A system of the same type was employed this July in Australia during live-fire exercises as part of the Talisman Sabre 2025 multilateral drills. In the course of these drills, the US military personnel also deployed a Dark Eagle hypersonic intermediate-range system, marking its first overseas appearance. It was openly declared that this deployment was undertaken „to project power“, as well as underscored that such systems are rapidly redeployable.

Notably, the described tests and training launches of the PrSM missile, future modifications of which are expected to be test-fired at ranges exceeding 1000 km, effectively mean that every combat unit of the M142 HIMARS and similar M270 MLRS tracked system can be regarded as a land-based launcher for INF-range missiles. And this comes while significant numbers of the US weapons of these types have already been deployed and continue to be stationed in many countries around the world, adding in multiple cases to the arsenals of US allies and partners, including Ukraine, which is employing these systems in its warfare against the Russian Federation.

Therefore, it is evident that US-made weapons falling due to their specifications into the category of ground-launched INF-range missile systems are increasingly emerging in various regions, including those of particular importance to the Russian Federation in terms of national security.

Russia has consistently made it clear that such a scenario will demand that our country take offsetting military-technical measures in order to counter newly emerging threats and maintain strategic balance. Since our repeated warnings in this regard have been ignored and the situation is developing along the path of the actual emplacement of the US-made ground-launched INF-range missiles in Europe and the Asia-Pacific, the Russian Foreign Ministry has to state that the conditions for maintaining a unilateral moratorium on the deployment of similar weapons have ceased to exist. The Ministry is authorized to declare that the Russian Federation no longer considers itself bound by the relevant previously adopted self-restrictions.


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Kreuzzug gegen Russland

Der Krieg in der Ukraine ist eine menschliche Katastrophe. Irgendjemand muss diesen Krieg gewollt haben. Es waren aber bestimmt nicht die Ukrainer. Und es waren bestimmt nicht die Russen. Wer also? Ich überlasse Ihnen die Antwort. 

Es ist wichtig zu wissen, dass Vladimir Putin und seine Berater schnell erkannten, dass es in diesem Konflikt nicht um die Ukraine geht. Es handelt sich hier um einen Stellvertreterkrieg. Die Ukrainer werden benutzt, um die Russen zu besiegen oder zumindest zu schwächen. Die ukrainische Armee wurde von der NATO zur zweitstärksten Armee in Europa aufgerüstet

Wenn Sie also erkennen, dass es sich um einen Stellvertreterkrieg handelt, dann wird auch verständlich, warum Putin so handelt wie er handelt. Russland könnte den Krieg schnell zu einem Ende bringen, aber dann wäre lediglich die Ukraine besiegt. Russland muss jedoch die NATO besiegen oder vorläufig so schwächen, dass die NATO auf Jahre hinaus nicht einmal auf die Idee kommen kann, Russland zur Schlacht zu stellen. Die NATO muss bluten und bluten und bluten. 

Wäre der Krieg in der Ukraine vorbei, dann könnte der Westen aufrüsten. Das kann er momentan aber eben nicht, da all das produzierte Kriegsmaterial in die Ukraine geliefert wird. Der Westen kann also momentan gar nicht aufrüsten. Der Westen hat nicht die Produktionskapazitäten, um gegen Russland militärisch zu bestehen. Das hat mit Geld nichts zu tun. Es wird viele Jahre brauchen bis eine Infrastruktur für einen möglichen erfolgreichen Krieg aufgebaut ist. Und es braucht natürlich auch Soldaten. Werden sich die Soldaten finden lassen? 

Russland hat zudem noch den Vorteil, dass es über Soldaten verfügt, die Kampferfahrungen haben. Diese Kampfzeit will Russland so lange wie möglich ausdehnen. Gegen einen Gegner mit Kampferfahrung hat ein Gegner ohne Kampferfahrung so gut wie keine Chance. Vor allem beim Einsatz der neuen Technik, bei der Kriegsführung mit Drohnen. Die russische Armee weiß wie das funktioniert. Es gibt momentan keine Armee auf der Welt, die der russischen Armee das Wasser reichen kann. Das muss man nüchtern anerkennen. Daran wird auch eine Billion Euro nichts ändern. Der Merz ist ein Phantast. Positiv ausgedrückt.

Wie wir aktuell in Gaza erleben, können Sanktionen tödliche Folgen haben. Sanktionen sind ein Mittel der Kriegsführung. Und obwohl bisher noch niemand offiziell den Krieg ausgerufen hat, sind die Konsequenzen des Verhaltens der westlichen Länder in der Realität einer Kriegserklärung gleichzusetzen.

Nun hat Russland allerdings beschlossen, diese Sanktionen als positive Herausforderung zu sehen und sich entweder selbst mit den verweigerten Waren zu versorgen oder diese anderweitig zu kaufen. Und das hat bisher großartig funktioniert. Der Schaden ist eher im Westen entstanden als in Russland.

Wichtig ist zu verstehen, dass der durch diese Sanktionen entstandene Verlust an Vertrauen nur sehr schwer wieder gut zu machen sein wird. Wir alle wissen aus persönlichen Beziehungen, welcher Schaden durch Vertrauensbruch entstehen kann. Meinen Sie, dass Russland je wieder dem Westen vertrauen wird?

Die BRICS Staaten haben daher durch das Verhalten des Westens enorm Aufwind erhalten. EU und NATO sind letztendlich ein Kriegsbündnis. BRICS ist eine Wirtschaftsvereinigung, bei der es nur um Wirtschaft geht, ohne dass jemand die Bedingungen diktiert, ohne dass sich Staaten anderen Staaten unterwerfen müssen. Die Auswirkungen dieser Entwicklungen sind für den Westen verheerend.

Wenn man nur einmal den letzten Stand der Waffentechnik in Betracht zieht, dann gelangt man doch wohl zu der unvermeidbaren Schlussfolgerung: Da kann niemand mehr gewinnen. Es geht nur noch um Untergang.

Russland produziert momentan etwa 1.000 Drohnen pro Tag. Angeblich sollen es demnächst 2.000 sein. Pro Tag. Es wird Ihnen nicht schwer fallen, sich vorzustellen, was passiert, würden die Russen einen Schwarm von hunderttausend oder Millionen von Drohnen gen Westen schicken. Wie wir in Israel kürzlich sahen, ist selbst das hervorragendste Verteidigungssystem irgendwann am Ende mit seiner Kunst und wird überwältigt.

Das Geld, das die Bundesregierung jetzt für Rüstung ausgeben will, wird völlig sinnlos verschwendet werden. Die Zeiten sind vorbei, in denen man mit konventionellen Mitteln einen Gegner beeindrucken kann. Russland ist uns so weit voraus, dass es viele Jahre brauchen wird, um auch nur annähernd gleichzuziehen. Und leisten kann sich das ohnehin niemand. Welche Länder in Europa werden da also mitmachen? Viele haben schon abgewunken. Es sieht mal wieder so aus, als ob die Deutschen aufgefordert sind, die Hauptlast zu tragen und sich bitteschön brav verheizen zu lassen. Und die Chancen dafür stehen gut.

Zum Schluss muss man nochmals an die wirklich simple Einsicht erinnern: Russland ist eine Atommacht. Die stärkste Atommacht der Welt. Eine Atommacht kann man nicht besiegen. Soll ich das hundertmal wiederholen?

Jeder Pfennig, den der Merz da für Rüstung ausgeben will, jeder Pfennig ist  verschwendet und müsste für Zwecke verwendet werden, die den Menschen im Lande dienen. Krieg ist keine Lösung. War nicht, ist nicht, und wird niemals sein.

Ergo: So unrealistisch das momentan auch klingen mag: Die Russen müssen wieder zu unseren Freunden werden. So einfach.


Wie die Parlamentswahlen in Moldawien manipuliert werden sollen

Die pro-westliche Sandu-Regierung in Moldawien hat das ohnehin bettelarme Land seit ihrer Machtübernahme 2021 heruntergewirtschaftet, indem sie die traditionell engen Wirtschaftsbeziehungen zu Russland faktisch gekappt und vor allem, indem sie billige russische Energieträger abgelehnt hat. Zwischenzeitlich steig die Inflation deswegen auf über 30 Prozent, die Wohnnebenkosten sind um das Siebenfache gestiegen und im Land gab es Proteste, gegen die die Regierung lange Zeit den Notstand ausgerufen hat, was sie damit begründete, Russland stehe hinter den Protesten gegen die Wirtschaftspolitik der moldawischen Regierung.

Ende September stehen in Moldawien Parlamentswahlen an, die die pro-westliche Regierungspartei allen Umfragen zufolge verlieren wird, weshalb die moldawische Regierung gegen die Opposition vorgeht und Manipulationen der Wahl vorbereitet.

Damit hat die Sandu-Regierung Erfahrung. Bei den Kommunalwahlen im Herbst 2023 hat die Regierung zwei Tage vor der Wahl 8.605 Kandidaten der Opposition von den Wahllistengestrichen streichen lassen, die Wahlen aber trotzdem verloren.

Bei der Präsidentschaftswahl im Herbst 2024 hat Präsidentin Sandu die Wahl im Inland verloren und konnte nur im Amt bleiben, weil sie dank der Stimmen der Exilmoldawier in Europa doch noch mit einigen Zehntelprozent Vorsprung einen knappen Sieg einfahren konnte. Das war jedoch nur möglich, weil sie für die etwa 400.000 Exilmoldawier in Europa über 230 Wahllokale öffnen ließ, für die ebenfalls etwa 400.000 Exilmoldawier in Russland, die gegen die Regierung gestimmt hätten, jedoch nur zwei Wahllokale öffnen ließ.

Der Rechtsstaat wurde in Moldawien ausgehebelt, denn die Regierung hat im Juni erklärt, 21 führende Oppositionspolitiker mit Sanktionen belegt zu haben. Sanktionen bedeuten, dass diesen Oppositionellen keine Gesetzesverstöße vorgeworfen werden und dass sie auch nicht von einem Gericht verurteilt wurden. Die Sanktionen wurden einfach per Dekret der Regierung verhängt.

Letzte Woche hat die moldawische Wahlkommission dem Oppositionsbündnis „Sieg“ die Teilnahme an den Wahlen untersagt. Die darin vereinten Parteien denken nun darüber nach, ob sie als einzelne Parteien zur Wahl antreten sollen.

In Moldawien gibt es ein Gebiet namens Gagausien, das einen besonderen Autonomiestatus besitzt. Die Gagausen sind ein kleines Turkvolk, das aber der russisch-orthodoxen Kirche angehört. Die Gagausen sind die wohl heftigsten Kritiker der moldawischen Regierung, im Herbst haben sie bei den Präsidentschaftswahlen zu fast hundert Prozent für die Opposition und damit gegen Sandu gestimmt.

Dafür wird die Region von Sandu bestraft. So wurde die Regierungschefin von Gagausien, Ewgenia Gutsul, bereits im März verhaftet, weil ihr Unregelmäßigkeiten bei ihrer Wahlkampffinanzierung vorgeworfen werden, und obwohl die Staatsanwaltschaft bisher keine Beweise für ihre Vorwürfe präsentieren konnte, ist Gutsul immer noch in Gewahrsam.

Außerdem hat das von der Sandu-Regierung kontrollierte moldawische Verfassungsgericht im April beschlossen, dass das autonome Gagausien seinen Generalstaatsanwalt nicht mehr selbst ernennen darf. Offenbar will die Regierung in Gagausien noch mehr Strafverfahren gegen Oppositionelle eröffnen, wozu sie die Kontrolle über die gagausische Staatsanwaltschaft braucht.

Das kleine Moldawien ist für den Westen in seinem Kampf gegen Russland sehr wichtig, weshalb die EU Sandu massiv unterstützt. Im Juli hat die EU die Überweisung einer ersten Tranche eines „Hilfspaketes“ verkündet. Insgesamt will die EU Moldawien 1,9 Milliarden Euro geben, die erste Tranche soll 270 Millionen umfassen.

Für das kleine Moldawien mit seinen etwas mehr als 2,5 Millionen Einwohnern ist das sehr viel Geld. Umgerechnet auf die Einwohnerzahl wäre das so, als wenn Deutschland etwa 70 Milliarden bekommen würde. Und natürlich sind das keine Geschenke der EU, sondern Kredite. Die EU macht Moldawien mit diesen „Hilfen“ also von sich abhängig.

Während die Sandu-Regierung der Opposition vorwirft, aus dem Ausland finanziert zu werden und Oppositionelle unter diesem Vorwand sogar verhaften lässt, lässt sich die Regierungspartei offen aus der EU finanzieren.

Auch die direkte Finanzierung von Parteien durch die EU werde nicht als Korruption, sondern als Demokratieförderung durch befreundete Nachbarländer betrachtet, fügte sie hinzu.

Ein Hinweis auf die Stimmung in Moldawien war übrigens das Referendum über den EU-Beitritt, das Sandu im Herbst parallel zur ersten Runde der Präsidentschaftswahl abhalten ließ. Dabei haben sich fast 54 Prozent der Moldawier gegen den Beitritt ihres Landes zur EU ausgesprochen.

Die moldawische Regierung setzt bei der Parlamentswahl, wie schon bei der Präsidentschaftswahl letzten Herbst, auf die etwa 400.000 Exilmoldawier in der EU, die mehrheitlich für Sandu stimmen. Im Land selbst dürfte Sandu die Wahl deutlich verlieren und auch die ebenfalls etwa 400.000 Exilmoldawier in Russland stimmen mehrheitlich gegen Sandu.

Am 22. Juli hat die Zentrale Wahlkommission mitgeteilt, sie plane zur Parlamentswahlen die Eröffnung von 293 Wahllokalen in 40 Ländern. Die meisten sollen in Italien (73 Wahllokale), Deutschland (36 Wahllokale), Frankreich (26 Wahllokale), Großbritannien und Rumänien (je 23 Wahllokale) geöffnet werden. Auch in der Ukraine und Israel sollen jeweils zwei Wahllokale öffnen.

In Russland hingegen sollen, wie schon bei den Präsidentschaftswahlen im Herbst, für die etwa 400.000 Exilmoldawier wieder nur zwei Wahllokale geöffnet werden. Beide Wahllokale sollen sich in der moldawischen Botschaft in Moskau befinden.

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