
Weitere Netzfunde in der wöchentlichen Zusammenstellung.
Mapping The Ocean Floor – The Next War Will Be Fought In Silence
China is now conducting one of the largest ocean mapping operations in modern history, sending dozens of research vessels across the Pacific, Indian, and Arctic Oceans to gather detailed data on the seabed, water temperature, salinity, and currents, and while this is being presented publicly as scientific research, naval experts are openly warning that this data is critical for submarine warfare against the United States and its allies.
The data being collected allows war submarines to navigate more effectively, avoid detection, and position themselves for both offensive and defensive operations, and more importantly it allows for the detection of enemy submarines because sound propagation in the ocean depends entirely on environmental conditions, which means whoever understands the ocean best controls the battlefield beneath it.
China has already deployed hundreds of sensors and is building what has been described as an underwater surveillance network, often referred to as an “Underwater Great Wall,” designed to monitor submarine movement and control access to key maritime regions. This is the same principle the United States used during the Cold War with its SOSUS system, but what we are seeing now is a far more advanced version integrated with modern technology.
The scale of this effort is what should concern policymakers. Reuters identified more than 40 research vessels operating over multiple years, systematically mapping strategic regions including waters near Taiwan, Guam, Japan, and the Malacca Strait, which is one of the most critical choke points for global trade. These are not random locations. These are future battle zones.
Submarine warfare is fundamentally different from traditional warfare. It is about stealth, detection, and control of information. The side that controls the undersea environment controls communication cables, energy pipelines, and the movement of naval forces. Roughly 95% of global data travels through undersea cables, and those cables are vulnerable targets in any conflict scenario. This is why seabed warfare has become a central focus among major powers.
China is expanding its submarine fleet, including nuclear-powered submarines that provide greater range and endurance, and is integrating mapping data with surveillance systems to create a comprehensive picture of the underwater battlespace. The nation displayed their new submarines and underwater drones last year at its historic military parade where it wowed the world with its technological advances.
The United States has historically held the advantage in submarine warfare because of decades of accumulated knowledge about the ocean. That advantage is now being challenged directly. Mapping the ocean floor does not make headlines like missile tests or troop movements. But it is far more important because it determines who controls the environment in which submarines operate.
This is why the distinction between civilian and military research is meaningless in this context. China’s strategy of civil-military fusion means that scientific data is immediately available for military use. What is being collected today under the guise of research becomes tomorrow’s combat capability. Even Chinese researchers have openly stated their intention to transform scientific achievements into military applications.
The real issue is that this is happening while Western governments remain focused on short-term political concerns rather than long-term strategic positioning. Mapping the ocean floor may seem like a technical exercise, but it is in fact the foundation of modern naval warfare. The next conflict will not be decided solely by ships or aircraft. It will be decided by who understands the ocean best.
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Kriegsbereit in drei Wochen – Wie Europa sich eine Armee baute, ohne dass es bemerkt wurde
Seit Jahren entsteht in Europa eine militärische Struktur, die alles hat, was eine Armee braucht: eine Kommandostruktur, gemeinsame Truppenübungen, eine einheitliche Ausrüstungslogik, eine zentrale Mobilitätsplanung und ein strategisches Ziel. Nur eines fehlt: die offizielle Bezeichnung „Armee“.
Die Rede ist von PESCO – der „Ständigen Strukturierten Zusammenarbeit“ der Europäischen Union. Ein harmloser Name, technokratisch, sperrig, unverdächtig. Doch unter dieser Fassade verbirgt sich nichts Geringeres als die schrittweise Entstehung einer EU-Streitmacht, einsatzbereit innerhalb von Tagen, strukturell unabhängig von der NATO, aber vollständig militärisch integrierbar.
Während die Öffentlichkeit sich mit Haushaltsdebatten, Klimaauflagen und Identitätspolitik beschäftigt, wächst im Schatten ein System heran, das im Ernstfall über den Frieden oder Krieg auf dem Kontinent mitentscheiden wird – ohne je durch ein Parlament oder eine Volksabstimmung legitimiert worden zu sein.
In diesem Artikel legen wir offen, was PESCO wirklich ist, warum es kaum jemand kennt, wie es aufgebaut wurde – und warum alles darauf hindeutet, dass es nie um Kooperation, sondern immer um Vorbereitung ging. Auf was? Das wird sich zeigen. Vielleicht bald.
Um zu verstehen, warum PESCO 2017 gegründet wurde, muss man drei Jahre zurückgehen.
Im Jahr 2014 stürzte in der Ukraine ein prowestlicher Aufstand die Regierung. Die USA hatten seit der ukrainischen Unabhängigkeit 1991 über 5 Milliarden Dollar in Programme zur Demokratieförderung investiert – wie Victoria Nuland im Dezember 2013 vor dem US-Senat bestätigte. Diese langfristige Investition trug zur politischen Transformation bei, die im Februar 2014 im Sturz der Regierung Janukowitsch mündete. Was folgte, war nicht nur die Spaltung des Landes, sondern der Beginn einer geopolitischen Neuordnung: Der Westen rückte näher an Russlands Grenze. Russland reagierte mit der Eingliederung der Krim. Und Europa stand plötzlich vor der Frage: Wie sicher sind wir eigentlich?
Der militärische und diplomatische Bruch mit Moskau war damit vollzogen – und auf europäischer Seite begann ein leiser, aber folgenreicher Wandel: Die Erkenntnis, dass Sicherheitspolitik nicht mehr delegiert werden kann. Dass die NATO zwar militärisch stark ist, aber eben nicht europäisch kontrolliert wird. Dass Europa handlungsfähig werden muss – notfalls auch ohne Washington.
Im Jahr 2017, drei Jahre nach dem geopolitischen Beben in der Ukraine, wurde PESCO offiziell gestartet – zunächst als harmloses Kooperationsprojekt zur „Effizienzsteigerung“ nationaler Streitkräfte. Doch wer die Dokumente liest und die Projekte analysiert, erkennt schnell: Hier wurde nicht einfach Kooperation organisiert – hier wurde eine Armee vorbereitet.
Die Geburtsstunde von PESCO war kein lauter Aufbruch – sondern ein leiser Systemwechsel. Von der nationalen Verteidigung zur supranationalen Einsatzbereitschaft.
Was als freiwillige Zusammenarbeit verkauft wurde, entpuppte sich als Einstieg in ein neues militärisches Machtgefüge. Inmitten wachsender Spannungen mit Russland, wachsender Abhängigkeit von den USA – und wachsender Zweifel an der NATO – begann Europa, die Voraussetzungen für eine eigene Armee zu schaffen, ohne es auszusprechen.
Wer sich mit PESCO beschäftigt, stößt schnell auf Begriffe wie „Koordination“, „Effizienz“, „Kapazitätsentwicklung“ oder „Synergien“. Technokratisch, unpolitisch, fast langweilig. Doch hinter dieser Sprache verbirgt sich ein System, das in seiner Gesamtheit nur eine logische Schlussfolgerung zulässt: PESCO ist die strukturierte Vorbereitung auf eine supranationale europäische Armee.
PESCO soll ermöglichen, dass Einheiten aus Frankreich, Deutschland und Polen wie ein einziger Verband agieren können – mit gemeinsamer Sprache (Englisch als Kommandosprache), Technik, Ausrüstung und Führung.
Die Mitgliedstaaten verpflichten sich im Rahmen von PESCO zu:
- regelmäßiger Erhöhung ihrer Verteidigungsausgaben (2% des BIP, 20% Investitionsquote)
- Bereitstellung militärischer Fähigkeiten
- Teilnahme an gemeinsamen Einsätzen
- Anpassung nationaler Strukturen an EU-Vorgaben
Das bedeutet: PESCO ist nicht freiwillig im Sinne von „wer will, kann“ – sondern: Wer mitmacht, muss liefern.
Was PESCO heute ist, lässt sich in einem Satz zusammenfassen: PESCO ist die stille Institutionalisierung einer europäischen Kriegsfähigkeit – unter dem Radar, aber mit voller Wirkung.
Was es werden soll? Eine voll einsatzfähige, koordiniert steuerbare, transnationale Streitmacht – abrufbereit auf Knopfdruck. Kein loses Bündnis. Ein Körper.
Man kann die größte Veränderung unbemerkt durchführen, wenn man sie in kleine Schritte aufteilt, kompliziert benennt und in technische Sprache kleidet. Das ist keine Theorie – das ist die politische Praxis der Europäischen Union. Und PESCO ist ihr militärisches Meisterstück.
Während die meisten Bürger unter einer „europäischen Armee“ große Debatten, Flaggen, Truppenparaden und Fernsehduelle erwarten würden, hat die EU längst begonnen, genau diese Armee aufzubauen – nur eben ohne den Namen, ohne den Lärm, ohne den Widerstand.
Das Mittel: Technokratische Salamitaktik.
- Kein großer Masterplan mit Pressekonferenz.
- Kein „Wir gründen jetzt eine Armee“-Moment.
- Sondern: ein Dutzend Projekte hier, ein Infrastrukturabkommen dort, eine Normierung da.
Statt politische Zustimmung einzuholen, wurden vollendete Tatsachen geschaffen.
Die wenigen Diskussionen, die es gab, fanden innerhalb sicherheitspolitischer Zirkel statt – nicht im Bundestag, nicht in Talkshows, nicht auf der Straße. PESCO wurde nicht verschwiegen, es wurde unsichtbar gemacht, indem man es im Verwaltungsnebel verschwinden ließ.
Dazu kommt die mediale Gleichgültigkeit. Während PESCO wuchs, beschäftigten sich Leitmedien mit anderen Themen: Pandemie, Klima, Genderdebatten, Energiepreise. Die Architektur der Macht wuchs im Schatten – und niemand schaute hin.
Der Clou: Es wurde nichts versteckt – und genau deshalb wurde nichts hinterfragt.
PESCO ist nicht die Idee einer Armee – PESCO ist die Infrastruktur einer Armee. Und genau deshalb ist fast alles vorbereitet: Kommandostrukturen, Truppenmobilität, Versorgungslinien, Kommunikationsnetzwerke.
Es fehlt nur noch der Befehl.
Der Spruch „Europa hat keine Armee“ ist längst falsch. Die treffendere Formulierung lautet: Europa hat keine beschlossene Armee – aber eine einsatzfähige.
Und wenn der politische Moment kommt – ob bewusst herbeigeführt oder „plötzlich“ eingetreten – dann wird diese Armee nicht erst gebaut, sondern nur noch aktiviert.
Die Frage ist nicht mehr, ob Europa marschieren kann – sondern nur noch, wann und unter welchem Vorwand.
Was fehlt, ist nicht die Fähigkeit, sondern der Anlass. Ein Angriff. Ein Zwischenfall. Ein Beistandsappell. Ein Spannungsfall. Ein Moment, in dem niemand mehr fragt – sondern nur noch gehorcht.
Der Körper steht. Er ist stark, organisiert, einsatzfähig. Und er wartet.
Der Iran-Krieg läutet den Niedergang der Golfstaaten ein
Der amerikanisch-israelische Krieg hat eine sehr wichtige Erkenntnis gebracht. Hierbei ist es wichtig, dass Russland und der Iran Freunde sind, was Putin in seinem Glückwunschtelegram zum iranischen Fest Nawrus ausgedrückt hat: „Wladimir Putin wünschte dem iranischen Volk, die harten Prüfungen würdig zu überstehen, und unterstrich, dass Moskau in diesen schweren Zeiten ein treuer Freund und verlässlicher Partner Teherans bleibt.“
Somit sind die Länder des Persischen Golfs in Geiselhaft. Es ist nicht einmal klar, wessen Geisel, des Iran oder der USA. Jedenfalls haben sie sich diese Situation nicht ausgesucht, und nun ist die gesamte Region in einer Phase des strategischen Niedergangs. Die geopolitische Rolle der Monarchien im Nahen Osten schwindet vor unseren Augen. Was Jahrzehnte zum Aufbau benötigte, zerfällt und brennt, und der Wiederaufbau könnte Jahre dauern, wenn überhaupt Investoren bereit sind, die plötzlich offensichtlichen Risiken einzugehen.
Vereinfacht gesagt, wollen die USA die Kontrolle über den Großteil der weltweiten Energieressourcen erlangen. Konkret haben sie sich zum Ziel gesetzt, das gesamte angereicherte Uran des Irans zu sichern, wozu Außenminister Lawrow sagte: „Es zeigt sich, dass die USA diese Energieressource einfach für sich beanspruchen wollen, genau wie sie praktisch alle Öl- und Gas-Vorkommen an sich reißen wollen, ob in Lateinamerika, der Karibik, dem Persischen Golf oder anderswo auf unserem riesigen Planeten.“
Das Offensichtlichste der Woche war, dass niemand weiß, wie ein Sieg der amerikanisch-israelischen Koalition aussehen soll. Das ist das eine. Zweitens hat die Aggression diese Woche ihren Zweck vollkommen verloren. Sie haben angegriffen, um den Iran am Bau einer Atombombe zu hindern. Angeblich stand er kurz davor, eine zu bauen. Doch dann verkündete der amerikanische Geheimdienst, dass der Iran nach den US-Angriffen im Sommer nicht mehr in der Lage gewesen sei, eine Atombombe zu bauen.
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Aufrüsten gegen ein bedrohliches Russland ist Geldverschwendung
Die verbreitete Darstellung, Russland könne in wenigen Jahren einen Nato-Staat angreifen, falls der Westen nicht massiv aufrüste, erscheint als Propaganda des militärisch-industriellen Komplexes. Dahinter stehen lukrative Milliardengeschäfte. Neben der Rüstungsindustrie profitieren auch viele Investoren.
Rüstungskonzerne und das Pentagon finanzieren Think‑Tanks mit harmlos klingenden Namen, die Feindbilder zeichnen, Ängste schüren und die militärische Stärke von Gegnern übertreiben. Sie beliefern Nachrichtenagenturen und grosse Medien mit passenden Informationen. Sie kümmern sich wenig um reale Risiken. Jedes Bedrohungsszenario ist ihnen recht – egal, wie unrealistisch es ist, solange die Kassen klingeln und die Aktienkurse steigen.
Es gilt die alte PR-Regel: Wiederholt man eine Behauptung oft genug – oft gestützt auf «Geheimdienstinformationen» –, wird sie irgendwann als Wahrheit empfunden.”
Manchmal räumen selbst Rüstungs- und Nato-Lobbyisten ein, dass ein konventioneller Angriff Russlands auf ein Nato-Land in absehbarer Zeit höchst unwahrscheinlich sei. Trotzdem beharren sie darauf, mit Raketen, Kampflugzeugen, Panzern und Drohnen massiv aufzurüsten.
Ihr Argument: Russland bedrohe die Nato und Europa schon heute mit hybriden Aktivitäten im Cyberraum.
Was dem militärisch-industriellen Komplex weniger gefällt: Raketen, Kampfflugzeuge, Panzer und Drohnen sind gegen hybride Aktivitäten nutzlos. In der aktualisierten Strategie zur Abwehr hybrider Bedrohungen, welche die Nato am 29. Januar 2026 vorstellte, spielen schwere Waffen keine Rolle. Im Fokus stehen Informationsbeschaffung durch Geheimdienste und Polizei, Abwehr von Desinformation, der Schutz vor Angriffen auf Datenbanken und Infrastrukturen.
Nur wenn hybride Aktionen – was äusserst unwahrscheinlich ist – die «Schwelle eines bewaffneten Angriffs» überschreiten, etwa durch das Zerstören der Militärinfrastruktur, der Stromversorgung oder der Kommunikationssysteme, käme militärisches Eingreifen in Frage. Eine starke Cyberabwehr soll jedoch sicherstellen, dass es nie so weit kommt.
Ist die schweizerische Neutralität unmoralisch?
Nach dem Einmarsch russischer Truppen in die Ukraine waren viele der Ansicht: «Wir müssen Partei ergreifen für den Schwachen und die Neutralität vergessen. Das ist unsere moralische Pflicht.» Dieses Urteil entsprach der Gesinnungsethik. Sie orientiert das Handeln an den eigenen Werten und Prinzipien, lässt aber dessen Folgen ausser Acht. Bei der Neutralitätspolitik führt sie in die Irre.
Das eindrücklichste Beispiel dafür ist der Erste Weltkrieg. Damals sympathisierten die Deutschschweizer mit dem deutschen Kaiserreich, die Romands dagegen mit der «Grande Nation» der Franzosen. Hätte unser Land Partei bezogen, wären wir wohl in den Strudel des Kriegs hineingezogen worden. Vielleicht hätte die innerlich gespaltene Schweiz gar ihre Unabhängigkeit verloren. Die Neutralität hat uns davor bewahrt.
Das hiess sowohl für Deutschschweizer als auch für Romands, ihre persönlichen Sympathien zurückzustellen und sich stattdessen auf den Sinn und das Ziel der Neutralität zu konzentrieren: die Unabhängigkeit des Landes auf friedliche Weise zu wahren und im Krieg der Nachbarländer auf eine Parteinahme zu verzichten. Dieser aussenpolitische Grundsatz für Gewaltlosigkeit und Frieden folgt der Verantwortungsethik: Es geht nicht um Sympathiekundgebungen, sondern die Folgen des Handelns sollen verantwortet werden, politisch vertretbar und nach bestem Wissen vernünftig sein. Die Idee des Friedens nach innen und aussen ist das verantwortungsethische Fundament der Neutralität.
Dass sich politische Vernunft und persönliche Sympathie in der Neutralitätspolitik widersprechen können, zeigte auch der Zweite Weltkrieg. Damals lagen die Sympathien der Bevölkerungsmehrheit bei den Alliierten. Trotzdem versuchte die Schweizer Regierung, neutral zu bleiben. Dasselbe galt im Kalten Krieg: Die meisten fühlten sich dem Westen zugehörig, doch die offizielle Aussenpolitik folgte damals dem Grundsatz der Neutralität – auch gegenüber der Sowjetunion.
Ungeachtet aller persönlicher Sympathien und Antipathien unterscheidet die neutrale Schweiz staatspolitisch nicht zwischen «guten» und «schlechten» Staaten. Ähnliches gilt für das Internationale Rote Kreuz: Nur die Unparteilichkeit gegenüber allen Staaten erlaubt ihm, seine humanitäre Aufgabe zu erfüllen.
Unser Land hat sich an keinem der vielen europäischen Kriege der letzten 200 Jahre beteiligt. Das hiess freilich nicht, dem Geschehen passiv zuzuschauen. Die Schweiz versuchte stets, in zwischenstaatlichen Konflikten zu vermitteln. Ihre glaubwürdige Neutralität war die Voraussetzung dafür.
Neutralität gilt heute gegenüber allen Staaten. Das Friedensverhalten und die Vermittlungsangebote der Neutralen haben in einer kriegerischen Welt, in der jeder Freund von heute zum Feind von morgen werden kann, eine verantwortungsethische Bedeutung. Neben dem Anschluss an einen der grossen Machtblöcke mit ihrem Gewaltpotenzial gibt es einen anderen Weg: jenen der friedlichen Vermittlung. Nachhaltige Sicherheit und Frieden haben nur dann eine Chance, wenn die Staaten auch die Sicherheitsbedürfnisse der potenziellen Gegner ernst nehmen und beachten.
Ist es vertretbar, mit autoritären Regimes Handel zu treiben? «Nein. Kein Verraten der westlichen Werte», lautet die Antwort des Gesinnungsmoralisten, der sich freilich über die Folgen keine Gedanken macht.
Wer sich verantwortungsethisch orientiert, fragt anders: Handel treiben oder nicht – was hat für beide Teile die besseren Folgen?
Neutralität schränkt einerseits unsere Exporte ein, etwa im Waffengeschäft. Andererseits begünstigt sie die Schweizer Handelsbeziehungen dort, wo andere Länder sich aus politischen Gründen zurückhalten.
In der heutigen Blockpolitik zwischen den USA/EU, Russland, China, Indien und weiteren Staaten streben alle nach politisch-wirtschaftlichem Einfluss auf «ihre» Region. Davon ist auch die Schweiz betroffen: Sie wird sich über die Annäherung an die EU und die Nato zu entscheiden haben. Das bringt die Neutralität unter massiven Druck.
Viele aussenpolitische Statements des Bundesrats sind längst nicht mehr neutralitätspolitisch zu lesen, sondern als Bekenntnisse der Zugehörigkeit zum atlantischen Bündnis. Der Bundesrat beurteilt zudem die aktuellen Vorgänge etwa in Russland oder der Ukraine, im Iran oder in Israel mit sehr unterschiedlichen Massstäben – nicht mehr mit jenen der Neutralität. Das ist legitim, falls die Regierung die Schweiz tatsächlich in die geopolitische Machtsphäre der USA, der EU und der Nato führen will: eine realpolitisch denkbare Option, falls die Stimmbürgerschaft das ebenfalls will.
Weiterhin zu behaupten, die Schweiz sei neutral, ist jedoch unredlich. Der Widerspruch zwischen Worten und Taten hat Folgen für die Neutralität: Diese verliert an Glaubwürdigkeit. Meine Antwort auf die Frage, ob die schweizerische Neutralität amoralisch ist, heisst: Nein. Aber sicher ist: Sie wird derzeit zunehmend unglaubwürdig.
TRUMP BEZEICHNET DIE NATO ALS „PAPIERTIGER“
US-Präsident Donald Trump bezeichnete die NATO in einem Truth-Social-Post als „paper tiger“ – ein Papiertiger –, weil die Alliierten sich weigern, militärisch einzugreifen, um die Straße von Hormus wieder zu öffnen.
Escobar malt ein Bild eines globalen Systems am Rande des Zusammenbruchs – und warnt vor einem langen Krieg mit unabsehbaren Folgen.
Der Auslöser der aktuellen Eskalation war der israelische Angriff auf das South-Pars-Gasfeld im Süden Irans – das größte der Welt, das sich geologisch nahtlos in das North-Dome-Feld Katars fortsetzt.
Iran reagierte symmetrisch: Raketen trafen Kompressoren und LNG-Anlagen in Ras Laffan (Katar), wodurch laut Qatar Energy zwei von 14 LNG-Zügen ausfielen.
Der CEO von Qatar Energy schätzt, dass es mindestens fünf Jahre dauern wird, bis die Kapazität wiederhergestellt ist. Dies entspricht einem Verlust von etwa 17 % der globalen LNG-Exportkapazität aus Katar – ein Schlag, der nicht schnell kompensiert werden kann.
In Thailand und Vietnam gibt es bereits Treibstoffrationierungen, Tankstellen stehen leer. Singapur und Thailand bereiten sich auf einen Tsunami von Kapitalflucht aus dem Golf vor – Schätzungen gehen von 200 bis 300 Milliarden US-Dollar aus, die in die Region umgeleitet werden.
Europa hingegen versinkt in Verzweiflung: Deutsche, italienische und französische Unternehmer sehen keinen Plan B, da russisches Gas sabotiert wurde und Alternativen wie Norwegen, Algerien oder Turkmenistan nicht ausreichen.
Besonders brisant ist die iranische Kontrolle über die Straße von Hormus.
Iran hat de facto ein „Tollbooth-System“ eingeführt: Tanker dürfen passieren, wenn sie in Petro-Yuan (chinesischer Yuan) bezahlen und nah an iranischen Gewässern navigieren – oft mit visueller Überprüfung durch die IRGC.
Schiffe aus USA, Israel oder NATO-Ländern werden blockiert.
Ausnahmen gelten für China (dank 25-Jahres-Abkommen mit 400 Milliarden US-Dollar Investitionen), Indien, Pakistan oder Bangladesch – fallweise.
Dies ist ein direkter Schlag gegen den Petrodollar: Iran hat ohne Schuss einen alternativen Zahlungsmechanismus installiert, der BRICS-Ideen in die Praxis umsetzt.
Trump wirft der NATO vor, feige zu sein: Die Allianz habe den Kampf gegen ein „nuklear bewaffnetes Iran“ nicht mitgetragen, beklage nun hohe Ölpreise, wolle aber die Straße nicht mit „einfachen militärischen Manövern“ öffnen.
Escobar stimmt teilweise zu – die NATO sei tatsächlich feige –, betont aber: Es ist unmöglich, die Straße militärisch zurückzuerobern.
Die iranische Küste ist mit Anti-Schiff-Raketen übersät, US-Flugzeugträger flohen bereits nach iranischen Testraketen in den südlichen Indischen Ozean.
Ein Eingreifen wäre suizidal.
Iran verfolgt eine chirurgische Attritionsstrategie, die Escobar als „große Konstriktion“ beschreibt: Ziel ist die strukturelle Lähmung Israels durch Angriffe auf vier vitale Organe:
- Hydrologische Asphyxie → Entsalzungsanlagen
- Blackout-Protokoll → Rabin-Kraftwerk (Zentrum des Stromnetzes)
- Lebensmittelbelagerung → Häfen Haifa und Aschdod (85 % des Weizenimports)
- Energie-Enthauptung → Haifa-Raffinerien (bereits getroffen)
Escobar sieht Iran in einer Zugzwang-Position für die USA: Jeder Zug verschlechtert die Lage.
Die USA sind Netto-Exporteur von Gas, aber Verbündete wie Japan, Südkorea, Indien und Europa leiden am stärksten.
China bleibt weitgehend unberührt – dank Pipelines (Power of Siberia, Myanmar), Reserven (mindestens vier Monate) und Diversifikation.
Nordkorea bot sogar nukleare Unterstützung an, falls Iran atomar angegriffen wird.
Der lange Krieg soll den Gegner wirtschaftlich und politisch zermürben – während Iran (durch Sanktionen isoliert) weniger abhängig vom globalen System ist.
Die Eskalation könnte in Wochen zu struktureller Lähmung führen – oder zu einem verzweifelten Einsatz taktischer Nuklearwaffen durch Israel.
Die Welt steht vor einem mega-kollabierenden globalen Wirtschaftssystem, dessen Bruchlinien gerade im Persischen Golf sichtbar werden.
Anti-Zionism is not Anti-Semitism
This strategy of the West is not only malicious, but it ultimately leads to precisely what the “anti-Semitism” label purports to want to prevent with all political and, increasingly, legal power: namely, the perception of Israeli policy as a crime of Judaism.
Anyone who perceives Israel’s policies in this way and is unable to separate the wheat from the chaff is almost inevitably drawn toward anti-Semitic attitudes in the uncritical political debate taking place in the West. This tendency is fueled by the deliberately vague definitions of anti-Semitism, Judaism, and Zionism, as well as the distinctions between them. These definitions, which blur the boundaries of the concepts, form the very basis upon which the West acts with all its might and passes judgment, particularly in Germany.
And so the circle closes. The Zionists need anti-Semitism so they can portray themselves as its victims and use it to promote and achieve their criminal goals.
Not only does the West give the criminal Zionists carte blanche to commit genocide and wage illegal wars—acts that, under the Nuremberg criteria, would all be punishable by death—but it also finances these malicious deeds at the expense of taxpayers, who are driven into poverty as a result of these wars.
Anyone who speaks up against this is labeled an anti-Semite and ostracized—by people who don’t even realize that anti-Semitism is the very lifeblood of the Zionists.
«Unser Bild vom Iran ist das Ergebnis von über vierzig Jahren amerikanischer Desinformation»: Ex-Nachrichtendienstoffizier Jacques Baud über verdeckte Motive im Iran-Krieg
Das iranische Atomprogramm bewertet Baud als längst beendet. Teheran habe 2003 entschieden, «dass der Nutzen einer Atombombe kleiner wäre als die Probleme», und das Projekt eingestellt. Spätere Einschätzungen hätten bestätigt, «dass der Iran seit der Einstellung des Programms im Jahr 2003 kein neues Atomwaffenprogramm gestartet hat». Dennoch halte sich die gegenteilige Darstellung. Baud spricht von «Desinformation aus unseren Medien, die ihren Ursprung in Israel hat».
Auch bei den Unruhen im Iran sieht er äussere Einflussnahme. Die Proteste seien «vollständig von den USA gesteuert worden», unter anderem durch Unterstützung oppositioneller Gruppen und wirtschaftlichen Druck. Offizielle Opferzahlen seien zudem überhöht dargestellt worden.
Militärisch unterschätze der Westen die Widerstandsfähigkeit des Landes. Die iranische Verteidigung funktioniere als «Mosaikverteidigung» mit dezentraler Struktur. Zudem sei die Annahme falsch, die Bevölkerung werde sich rasch gegen die Führung wenden. Vielmehr zeige sich, dass sie «die Regierung deutlich unterstützt».
Grundsätzlich hält Baud das westliche Iran-Bild für verzerrt: «Unser Bild vom Iran ist das Ergebnis von über 40 Jahren amerikanischer Desinformation, um einen Krieg zu rechtfertigen.»
Trump Demands Gulf States Pay $5 Trillion To Fund War
“It is being reported that Trump has delivered an ultimatum to the Gulf States that “If you want the war to continue – 5 trillion dollars. If you want it to end – 2.5 trillion dollars.” Omani journalist and international relations researcher Salem Al-Jahuri, on BBC Arabic, confirms reports of US pressure on the Gulf Cooperation Council states to make them pay, regardless of the circumstances. According to the leaks to which Al-Jahuri refers, Trump demands from Middle Eastern states either 5 trillion dollars to continue the war, or 2.5 trillion dollars as a payment for its termination, presenting this as a payment for “what has been achieved.”
I am still trying to verify this through independent sources.
What the US has lost in this war is not measured in casualties or the number of placed blown up. The USA has lost the respect they once had in the Middle East. This is a war started by Netanyahu getting Trump to come in to fund his war against Iran and if you recall the ’70s, the whole OPEC oil crisis back then was because the USA was supporting Israel against the Arabs. Claiming Iran has nukes and this is a preemptive strike still makes the USA and Israel the aggressors. This has unleashed a Middle East conflict that is not confined to Iran and now the USA wants the Gulf States to pay for the war against Iran?
Gold has declined as some Gulf States have been selling covertly as cash is king. The safe haven has again been the dollar. But while everyone is watching gold, stocks, and inflation, they are not paying attention to the yield curve which is screaming very loudly but nobody is listening.
Allow me to quote myself from more than 11 years ago
I observed for decades now a consistent pattern of the wrong assessments, loony strategies and deliberate misrepresentation (lies?) of facts coming from the top of US establishment, which since 1991 lives in the make-believe world built by the triumphalists.
Explaining to American “elite” the fact that US didn’t “win” the WW II, that “winning” the Cold War came about because Soviet people simply decided to end it, that Wall Street “economy” has no relation to real economy and that real wars produce misery and destruction on a scale which is incomprehensible for the “populace” of the Washington D.C. “strategists”, it is not just difficult–it is next to impossible.
So, the events must run the course. But it is already clear that by failing to achieve any sensible political objectives in Ukraine and in Russia, and, by this, starting a massive global re-alignment, the United States sustained a defeat. What will be the consequences of this defeat? I hate to speculate, I just know that they are already big and that the moment of facing the reality is coming. My suggestion to those who are still making decisions–open and start reading War And Peace by Leo Tolstoy. I don’t hold my breath, though. The moment US handlers of their Kiev puppets conceived that Ukrainian Army can “win” in Donbass, the stopwatch started.
That was the beginning. Today, it is (not could be) a final exposure of the US as a military paper tiger capable only fighting weak, backward enemies. And still managing to lose. Real war is a damn serious business–last people in the US who understood that have been people the scale of Dwight Eisenhower and George Marshall, they are not with us anymore. Iran just proved it. SMO continues and the crime against humanity of killing off millions of Ukrainian troops by throwing them against the concrete wall of Russian Armed Forces is squarely on the shoulders of combined West and its incompetent and arrogant militaries and intel services.
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