Geopolitische Wochenschau 19/2024

Weitere Netzfunde in der wöchentlichen Zusammenstellung.

Und danach?

Nun zu Russland, insbesondere zu einem Thema, das mir schon eine ganze Weile schwer im Magen liegt: „Was danach?“.

Die „große“ Frage in ukrostan ist nämlich offensichtlich, jedenfalls für Jeden, der noch geradeaus denken kann geklärt. Russland wird gewinnen. Punkt.

Aber: Große Teile des Donbass liegen in Trümmern und was auch immer als russisches Territorium in ukrostan enden wird, wird fraglos ebenfalls großteils in Trümmern liegen. Und da spreche ich nicht mal primär von Wohn-Häusern sondern es sind bereits und werden fraglos noch erhebliche weitere Teile der Infrastruktur – günstigenfalls – zu reparieren und schlimmstenfalls neu aufzubauen sein. Unterkünfte für Tausende oder Zigtausende kann man unter günstigen Bedingungen wohl binnen ein paar Monaten hinklotzen, aber Dutzende Kraft- und Heiz-Kraft-Werke nicht. Ganze Abschnitte von Eisenbahn-Linien auch nicht. Und zigtausende Quadrat-Kilometer von Land zu entminen (wozu ja auch z.B. nicht gezündete Munitionen gehören) dürfte Jahre in Anspruch nehmen und wohl auch viele Leben kosten.

Kurz und – leider – auch brutal kann man – und werden viele Bewohner NovoRossijas fragen: Endlich frei und in Frieden leben ist ja wunderbar, aber *worin* leben, *wie* leben, z.B. in ganzen Landstrichen ohne Strom? Oder kühl und hart „Hat Russland etwas hinzugewonnen und falls ja, *was*, mal abgesehen von vielen und teils massiven Problem?“.

Und hierbei gibt es *zwei* Haupt-Perspektiven, nämlich die „große“, die politische und die persönliche der unmittelbar Betroffenen. Letztere wird naturgemäß primär auf „Ersatz“ ausgerichtet sein, also wieder instand gesetzter oder neuer Wohnraum, Krankenhäuser, Schulen, Einsenbahn, usw. Dazu muss ich nichts weiter schreiben.

Aber bei der großen Perspektive wirds richtig interessant. Denn anders als beim heutigen werte-westen („An Krieg ist sehr gut und sehr viel zu verdienen und ebenso am anschließenden Wieder-Aufbau“) wird zwar der Sieger all die lukrativen Aufträge holen, allerdings ist a) diesmal Russland der Sieger und b) *alle* werden profitieren.

Und die werte-westliche Hoffnung, dass die Russen dann um Allerlei wie z.B. Bau-Maschinen angekrochen kommen müssen, wird sich *nicht* erfüllen. Ganz im Gegenteil, es werden *werte-westliche* Unternehmen und vermutlich sogar Länder angekrochen kommen.

Die Erklärung erfordert eine gewisse Betrachtungs-Tiefe.

Zunächst mal *kann* Russland, abgesehen von wenigen Bereichen, nahezu alles selbst herstellen. Mehr dazu gleich. Vorher noch der Hinweis darauf, wie gut sich Russland und China ergänzen. Die wenigen Bereiche, die Russland nicht oder nicht ausreichend abdecken kann, kann China gut abdecken, Chips z.B.

Bei der Gelegenheit ist übrigens auch anzumerken, dass die Chinesen (homo sapiens) den Schritt von einfachen Transistoren bis hin zu hoch-komplexen und modernen Chips in etwa der Hälfte der Zeit geschafft hat, die die usppa brauchten. Ich will nicht daran vorbei reden, *ganz* sind die Chinesen noch nicht angekommen, was allerdings nicht ihre Schuld ist; im Gegenteil, dass sie so weit gekommen sind *trotz massiver* und bösartiger Behinderungen seitens des werte-westens, unterstreicht ihre Leistung.

Und noch etwas ist zu sehen: Statt auf K.I. zu setzen – klar, wenn man keine eigene Intelligenz hat, bleibt ja nur künstliche … – verfügen sowohl China als auch insbesondere Russland über reichlich intelligente und gut ausgebildete Fachleute. Und das ist wichtig, denn man *kann* sehr wohl auch mit etwas langsameren Prozessoren unterm Strich die selbe hohe Leistung erreichen, *wenn* man programmieren kann. Und diesbezüglich kann ich nur sagen, dass ich selbst einen durchschnittlichen russischen Entwickler einem amidioten aus einer „Edel“-„uni“ ohne Zögern bevorzugen würde.

Im übrigen sprechen wir ja von einer Situation, bei der es noch keineswegs sicher ist, eher sogar unwahrscheinlich, dass die amis auch nur halbwegs ungeschoren davon kommen. Ich erinnere nur daran, dass die Wahl zwischen biden und trump die Wahl zwischen großmäuligem Mangel an Sensibilitär und Senilität, gepaart mit Dummheit ist. Am ami-„Krebs“, nämlich der bis ins Debile gehenden Wahn-Wahrnehmung ihrer Bedeutung und ihres Könnens, leiden jedenfalls beide.”

Beispiele gefällig? Bitteschön:

siemens hat Aber-Milliarden mit Zügen in Russland verdient, ist aber werte-westlicher Ideologie (oder Druck?) folgend abgezogen. Das Ergebnis: Die Russen haben kräftig aufgedreht („Selbst-Versorgung und Unabhängigkeit“) und haben ganze Modell-Reihen von Zügen selbst (weiter) entwickelt und gebaut. Wenn siemens irgendwann wieder angekrochen kommt, wird man hören „a) wir brauchen keine unzuverlässigen Partner und b) Danke, aber Danke nein, kein Bedarf mehr, wir können und machen das jetzt selbst“. Und tschüss.
In fünf oder zehn Jahren wird es in Novorossija ein Eisenbahn-System geben, von dem man hierzulande nicht einmal sinnvoll träumen kann.

mtu und andere haben in Russland viele Jahre lang sehr viel Geld verdient mit Motoren, Turbinen, etc.
Heute hat Russland die ersten Kriegsschiffe mit in Russland entwickelten und gebauten Antrieben. Und man hat unmissverständlich gelernt, dass Abmachungen mit werte-westlichen Firmen den Wert von Verträgen mit amis haben: Keinen, null, nada. Ergo „a) wir brauchen keine unzuverlässigen Partner und b) Danke, aber Danke nein, kein Bedarf mehr, wir können und machen das jetzt selbst“. Und tschüss.

Auch selbst entwickelte neue Antriebe für Flugzeuge, Hubschrauber und Drohnen haben die Russen. Ergo „a) wir brauchen keine unzuverlässigen Partner und b) Danke, aber Danke nein, kein Bedarf mehr, wir können und machen das jetzt selbst“. Und tschüss.

Aber, das nur zur Erinnerung: Wir *brauchen* Russland. Wir *brauchen* russisches Gas und Erdöl und übrigens auch Dünger und so Einiges mehr. Ohne wirds für die Wirtschaft und die Bürger-Herde hierzulande weiter bergab gehen.

Übrigens haben die Russen auch während der Sonder-Operation nicht aufgehört zu entwickeln, zu verbessern und zu bauen!

Hier nur ein paar Beispiele: Weiss kaum jemand, aber es gibt inzwischen die *zweite* Generation der Su-57! Ebenso eine neue Generation von „Terminator“ und reichlich anderen Systemen, nicht zuletzt auch des weissen Schwans TU-160. Und stets der bewährten Linie folgend. Wo im werte-westen ständig komplett neues Zeug kommt („disruptive“) verfeinern die Russen teils über Generationen hinweg bewährte und gut funktionierende Technik. „Da weiss man, was man hat“.


Reminiscence of the Future… : Jeffrey Sachs…

… for all my respect for his position, he is wrong here:

1. We ARE NOT on the path to WW III, we are already in WW III and the West already lost it. NATO has neither troops nor resources to introduce anything in 404. Russia’s tactical nuclear drills was a message to European chihuahuas, primarily UK, after showing UK ambassador in Moscow the list of British targets Russia will strike OUTSIDE 404 if London continues with terrorism. Russia is not afraid of Article 5. 

As I write for many years–the ONLY real test of nation, of the state is REAL war. It took SMO to completely tear down the fake edifice of the American “democracy” to expose a rotten scaffolding collapsing as I type this.


Putins Rede im Wortlaut

Der Tag des Sieges ist der wichtigste staatliche Feiertag in Russland und wird bekanntlich mit der Parade auf dem Roten Platz und Volksfesten in ganz Russland gefeiert. Da der Spiegel die Rede Putins wieder mal für Propaganda genutzt und dazu einen Artikel mit der Überschrift „Gedenken an Sieg über Nazis – Putin droht bei Militärparade in Moskau mit Atomstreitkräften“ veröffentlicht hat, habe ich Putins Rede übersetzt, damit sich jeder ein eigenes Bild davon machen kann.

Wir ehren unsere Väter, Großväter und Urgroßväter. Sie haben ihre Heimat verteidigt und den Nationalsozialismus zerschlagen, sie haben die Völker Europas befreit, sie haben den Gipfel der militärischen und arbeiterischen Tapferkeit erreicht.

Heute sehen wir, wie die Wahrheit über den Zweiten Weltkrieg verzerrt wird. Sie stört diejenigen, die es gewohnt sind, ihre im Grunde koloniale Politik auf Heuchelei und Lügen aufzubauen. Sie reißen die Denkmäler der wahren Kämpfer gegen den Nazismus nieder, stellen Verräter und Kollaborateure der Nazis auf die Sockel, löschen die Erinnerung an das Heldentum und den Edelmut der Soldaten, an das große Opfer, das sie im Namen des Lebens gebracht haben.

Wir lehnen den Exklusivitätsanspruch eines jeden Staates oder Bündnisses ab und wissen, wohin die Maßlosigkeit solcher Ambitionen führt. Russland wird alles tun, um einen globalen Zusammenstoß zu verhindern, aber gleichzeitig werden wir nicht zulassen, dass uns jemand bedroht. Unsere strategischen Streitkräfte sind stets in Alarmbereitschaft.

Im Westen wollen sie die Lehren des Zweiten Weltkriegs vergessen, aber wir erinnern uns daran, dass das Schicksal der Menschheit in den grandiosen Schlachten von Moskau und Leningrad, Rschew, Stalingrad, Kursk und Charkow, Minsk, Smolensk und Kiew, in schweren blutigen Kämpfen von Murmansk bis zum Kaukasus und der Krim entschieden wurde.

Während der ersten drei langen und schwierigen Jahre des Großen Vaterländischen Krieges kämpften die Sowjetunion und alle Republiken der ehemaligen Sowjetunion praktisch alleine gegen die Nazis, während fast ganz Europa für die militärische Macht der Wehrmacht arbeitete.

Wir begehen den Tag des Sieges unter den Bedingungen Militäroperation. Alle ihre Teilnehmer – die an der Front, an der Kontaktlinie – sind unsere Helden. Wir verneigen uns vor Ihrer Standhaftigkeit und Selbstaufopferung, Ihrer Selbstlosigkeit. Ganz Russland ist mit Ihnen!

Unsere Veteranen glauben an und sorgen sich um euch. Ihre geistige Anteilnahme an euren Schicksalen und Taten verbindet die Generation der Helden des Vaterlandes untrennbar.

Der Tag des Sieges vereit alle Generationen. Wir blicken nach vorn und stützen uns auf unsere jahrhundertealten Traditionen, und wir sind sicher, dass wir gemeinsam für eine freie und sichere Zukunft für Russland, für unser geeintes Volk sorgen werden.


🇨🇭⭐️⭐️⭐️
Schlechte Strategie für teures Geld

Aktuell beobachten wir in der Entwicklung der zwischenstaatlichen Beziehungen global zwei entgegengesetzte Trends: Auf der einen Seite ist eine Gruppe von Staaten, namentlich die BRICS+, welche eine multipolare Weltordnung kreieren möchte. Im Widerspruch dazu steht eine Gruppe von Staaten, welche die Welt in Blöcke einteilen möchte, in Schwarz und Weiß. Der Druck auf kleinere Staaten wächst und sie müssen sich überlegen, wie sie mit dieser Herausforderung umgehen. 

Unter den UN-Mitgliedern bilden Staaten mittlerer Größe und mittlerer Bevölkerungszahl, die über keine nukleare Bewaffnung verfügen, die Mehrheit. Diejenigen unter ihnen, welche Sicherheitspolitik auf der Basis von Fakten und weniger von Überzeugungen betreiben, werden sich Vor- und Nachteile eines Bündnisses rational überlegen und die Alternative der Neutralität vorurteilsfrei prüfen. Spezifisch für die Situation der Schweiz ist ihre wirtschaftliche und ihre außenpolitische Stärke. Kaum ein Land vergleichbarer Größe figuriert unter den 20 wirtschaftsstärksten der Welt und verfügt über ein derart hohes Maß an Soft Power wie die Schweiz

Staaten mit hoher Wirtschaftskraft und großer Soft Power besitzen günstige Voraussetzungen für die Gewährleistung ihrer Sicherheit mit nicht-militärischen Mitteln und sind demzufolge weniger auf militärische Stärke angewiesen. Und für die militärisch schwächeren davon ist der Beitritt zu einem militärischen Bündnis weniger wichtig. Das gilt nicht nur für die Schweiz, sondern auch für Österreich und eine ganze Reihe kleinerer europäischer Staaten.

Zum aktuellen Zeitpunkt stellt man sich in der Schweiz die Frage nach der Dringlichkeit eines Bündnisbeitritts. Da der Begriff der Neutralität in völkerrechtlicher Hinsicht stark mit dem Begriff des Kriegs zusammenhängt und ein Defensivbündnis seine Bedeutung erst beim Auftauchen einer militärischen Bedrohung gewinnt, ist hierfür erst einmal die Frage der Bedrohung zu beantworten.

Als flächenmäßig größtes Land der Erde, dessen zentrale Regionen auch heute noch militärisch kaum erreichbar sind, ist Russland militärisch kaum zu besiegen. Die Schwierigkeit Russlands liegt darin, dass seine personellen und wirtschaftlichen Ressourcen zu einem guten Teil im europäischen Teil des Landes relativ grenznah konzentriert sind – und damit angreifbar. Die Angriffe der Ukrainer auf Bevölkerungs- und Industriezentren der letzten Wochen zeigten dies erneut auf. Andererseits ist Russland mit seinen personellen und wirtschaftlichen Ressourcen nicht in der Lage, den Westen des europäischen Kontinents herauszufordern. Schon eine Allianz von Nachbarn Russlands vom Nordmeer bis zum Schwarzen Meer würde auf überlegene Ressourcen zurückgreifen können. Russlands Streitkräfte sind nicht in der Lage, sich gegen den Widerstand der Europäer einen Weg in die Zentren Mittel- und Westeuropas zu bahnen und sie wären sicherlich auch nicht in der Lage, diese Regionen von den benachbarten Weltregionen und von Nordamerika zu trennen. Sollte aber Russland gezielt gegen einen einzelnen Akteur in Mittel- oder Westeuropa vorgehen wollen, dann müssten die Nachbarn des potenziellen Opfers Russland Durchmarsch- oder Überflugrechte gewähren. Da überdies die Mehrheit der europäischen Neutralen Binnenländer sind, kann sich Russland auch zur See keinen Zugang zu deren Territorium verschaffen. Es fehlt somit Russland an der Möglichkeit, in der Mehrheit der heute militärisch genutzten Operationssphären gegen einen der Neutralen Europas vorzugehen. Einzig im virtuellen Cyber-Raum und aus dem bereits hochgradig militarisierten Weltraum könnte sich Russland Zugang zum Territorium mitteleuropäischer Länder verschaffen. Ob das reicht, um einen dieser Staaten existenziell zu bedrohen, ist fraglich. Im Lichte dieser Erwägungen stellt sich die Frage eines Bündnisbeitritts von Österreich und der Schweiz zur NATO derzeit gar nicht.

Zum gegenwärtigen Zeitpunkt stellt die Intensivierung der Zusammenarbeit zwischen der Schweiz und der NATO im Hinblick auf die Integration schweizerischer Kräfte in eine NATO-Verteidigungsoperation eine unzweckmäßige Maßnahme für einen unwahrscheinlichen Fall dar. In Bern muss man sich fragen, ob die Schweiz für die Vorbereitung einer schlechten Strategie in einem unwahrscheinlichen Fall inskünftig wirklich 8 Milliarden Franken jährlich aufwenden möchte.


Das Narrativ vom 7. Oktober im Widerspruch zur Geschichte

Wir geben hier den Text eines Vortrags wieder, der am 4. Mai in Boulogne-sur-mer gehalten wurde. Thierry Meyssan erklärt darin, dass die arabische und jüdische Bevölkerung nicht für den aktuellen Konflikt in Palästina verantwortlich sind. Er wurde 1915 von der Kolonialmacht mit der Idee organisiert, dass es dem zukünftigen Staat oder den zukünftigen Staaten niemals gelingen sollte, ihre Sicherheit zu gewährleisten. Ohne es zu wissen und zu ihrem Nachteil setzen die Palästinenser und Israelis durch die Operation vom 7. Oktober und ihre Folgen diese Politik lediglich um. Dadurch, dass es den Angelsachsen nicht gelingt, die ethnische Säuberung der Bewohner des Gazastreifens zu unterbinden, zeigen sie nicht ihre Gefühllosigkeit, sondern die Tatsache, dass sie die Massaker als bloße Anpassungsvariablen betrachten.


Der Westen verliert in Afrika immer schneller an Einfluss

Der Westen verliert in Afrika rasend schnell an Einfluss. Immer mehr afrikanische Länder schmeißen westliche Truppen aus ihren Ländern, sperren westliche Medien und ziehen ihre Goldreserven aus den USA ab.

Die Liste der afrikanischen Länder, die sich offen vom Westen abwenden, wird immer länger. Nach Mali und Burkina Faso hat auch die durch einen vom Volk unterstützten Putsch an die Macht gekommene nigrische Regierung angefangen, die westlichen Truppen aus dem Land zu werfen. Hinzu kommen der Tschad, wo die USA ihre Truppenkontingent reduzieren müssen, und Senegal, wo ein Präsident die Wahl gewonnen hat, der den französischen Einfluss zurückdrängen und die Souveränität des Landes stärken will.

Zuerst hat die nigrische Regierung die französischen Truppen aus dem Land geworfen, worüber sich die USA zunächst sogar gefreut haben, weil ihr Stützpunkt zunächst im Land bleiben konnte und die USA offenbar dachten, sie könnten ihren Einfluss in Westafrika auf Kosten Frankreichs ausbauen. Aber inzwischen hat Niger auch den Vertrag mit den USA gekündigt und die US-Truppen müssen das Land räumen, wobei auf der eigentlich amerikanischen Basis inzwischen auch russische Soldaten untergebracht sind, was zeigt, wem sich diese Länder zuwenden, denn auch Mali und Burkina Faso setzen längst auf russische Hilfe beim Kampf gegen islamistische Rebellen.

Westliche Medien berichten ungerne darüber, aber das Einfrieren von 300 Milliarden Dollar an russischen Vermögenswerten und die Diskussionen über deren Konfiszierung zu Gunsten der Ukraine haben weltweit Unsicherheit ausgelöst und können den westlichen Währungen Dollar und Euro schweren Schaden zufügen. Inzwischen haben mehrere Länder Afrikas und des Nahen Ostens begonnen, ihre Goldreserven aus den USA abzuziehen. Das zeigt das zunehmende Misstrauen dieser Staaten gegenüber dem US-Dollar und US-amerikanischen Finanzinstituten als sicherer Hafen für Zentralbankreserven und dürfte vor allem eine Reaktion auf das Einfrieren der Reserven der russischen Zentralbank sein.

Zu den Ländern, die nun angefangen haben, ihre Gold- und Devisenreserven nach Hause zu holen, gehören Nigeria, Südafrika, Ghana, Senegal, Kamerun, Algerien, Ägypten und Saudi-Arabien, die allesamt regionale Schlüsselstaaten in ihren Regionen in Afrika und dem Nahen Osten sind. Man beachte, dass auch der eigentliche US-Verbündete Saudi-Arabien zu den Staaten gehört, die offenbar beginnen, dem Dollar zu misstrauen.

Da der Westen in seiner neokolonialen Arroganz anscheinend immer noch nicht bemerkt hat, dass seine Methoden – also der Kombination aus Überheblichkeit und politischem und wirtschaftlichem Druck bis hin zur Erpressung – immer weniger funktionieren, wenden sich immer mehr Länder des globalen Südens immer offener Russland und China zu, die niemandem vorzuschreiben versuchen, wie er zu leben und welche Politik er umzusetzen hat.


⭐️⭐️⭐️⭐️
Russland warnt vor direkter militärischer Konfrontation mit der NATO

Das russische Außenministerium hat die NATO und ihre Mitgliedsstaaten in einer Erklärung in aller Deutlichkeit vor einer weiteren Eskalation in der Ukraine, vor allem vor dem Einsatz von F-16 und der Entsendung europäischer Truppen in die Ukraine, gewarnt. Russland spricht darin unter anderem von der Gefahr eines „direkten militärischen Zusammenstoßes zwischen Atommächten“ und nennt die jüngsten provokanten Äußerungen westlicher Politiker als Grund für ein Manöver der russischen taktischen Atomstreitkräfte.

Im Zusammenhang mit den bevorstehenden Übungen des russischen Militärs zur Erprobung des Einsatzes nicht-strategischer Kernwaffen stellen wir fest, dass dieses Ereignis im Kontext der jüngsten kriegerischen Äußerungen westlicher Offizieller und der stark destabilisierenden Maßnahmen einer Reihe von NATO-Ländern zu sehen ist, die darauf abzielen, den Druck auf die Russische Föderation zu erhöhen und zusätzliche Bedrohungen für die Sicherheit unseres Landes im Zusammenhang mit dem Konflikt in der und um die Ukraine zu schaffen.

Wir erklären ausdrücklich, dass wir uns das Recht vorbehalten, wann immer und wo immer landgestützte Kurz- und Mittelstreckenraketen aus amerikanischer Produktion auftauchen, spiegelbildlich zu reagieren, was bedeuten würde, das einseitige Moratorium Russlands für die Stationierung dieser Waffensysteme zu beenden. Als Reaktion auf die Maßnahmen der USA treibt Russland die Entwicklung und Produktion ähnlicher Raketensysteme voran. Angesichts der bereits angekündigten Forschungs- und Entwicklungsarbeiten und der gesammelten Erfahrung des russischen militärisch-industriellen Komplexes wird dieser Prozess nicht lange dauern. Bei möglichen Entscheidungen über die Stationierung dieser Waffen liegt die geografische Lage ihrer Stationierung in unserem Ermessen.

In naher Zukunft werden voraussichtlich F-16-Mehrzweckflugzeuge aus amerikanischer Produktion auf dem ukrainischen Kriegsschauplatz zum Einsatz kommen. Wie von russischer Seite wiederholt betont wurde, dürfen wir nicht außer Acht lassen, dass es sich bei diesen Flugzeugen um Plattformen mit doppeltem Verwendungszweck handelt: nicht-nuklear und nuklear. Flugzeuge dieses Typs bilden seit vielen Jahren die Grundlage der Flugzeugflotte, die bei den sogenannten „gemeinsamen Nukleareinsätzen“ der NATO eingesetzt wird. Unabhängig von der genauen Modifikation, in der diese Flugzeuge geliefert werden, werden wir sie als Träger von Atomwaffen betrachten und diesen Schritt der USA und der NATO als gezielte Provokation betrachten.

Man kann nicht umhin, über die Verantwortungslosigkeit und Gedankenlosigkeit der Äußerungen des französischen Präsidenten Macron über die Möglichkeit der Entsendung französischer und anderer NATO-Kontingente in die Ukraine erstaunt zu sein. Darüber hinaus sind in westlichen Medien Informationen aufgetaucht, wonach sich eine gewisse Anzahl von Söldnern der französischen Fremdenlegion bereits in der Ukraine befindet. Das kann man kaum anders verstehen als eine Manifestation der Bereitschaft und Absicht, in eine direkte bewaffnete Konfrontation mit Russland einzutreten, was einen direkten militärischen Zusammenstoß zwischen Atommächten bedeuten würde. Wir haben auch eine Reihe von Schritten auf französischer Seite registriert, darunter Militärübungen und andere Aktivitäten, die allem Anschein nach die Erklärungen Macrons mit einer Demonstration der nuklearen Fähigkeiten von Paris untermauern sollen.

Das Regime in Kiew und seine westlichen Vordenker sollten endlich begreifen, dass ihre rücksichtslosen Schritte die Situation immer näher an die Ansammlung einer explosiven „kritischen Masse“ heranführen. Die dadurch entstehenden militärischen Gefahren und die daraus resultierenden Bedrohungen für unser Land sind in der Militärdoktrin der Russischen Föderation und in den Grundlagen der Staatspolitik im Bereich der nuklearen Abschreckung der Russischen Föderation klar umrissen.

Wir hoffen, dass diese Übung die „Hitzköpfe“ in den westlichen Hauptstädten abkühlt, ihnen die möglichen katastrophalen Folgen der von ihnen verursachten strategischen Risiken vor Augen führt und sie davon abhält, das Kiewer Regime bei seinen terroristischen Aktionen zu unterstützen und sich auf eine direkte bewaffnete Konfrontation mit Russland einzulassen.

Anm. d. Red.: Was muss passieren, damit der Westen eingesteht, dass Russland gegen die Ukraine (und damit den Westen) militärisch (Bonusfrage: wirtschaftlich, technisch, sozial, …) gewinnt? Wann anerkennt der Westen seine Niederlage?  Schliesslich “darf” Russland nicht gewinnen. Damit darf ja JEDES MITTEL (sic!) eingesetzt werden…! Hat das mal jemand durchgedacht im Westen?

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